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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ AKTIENMÄRKTE ( 13:05 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 3.341,00 +1,34% +3,32%
Euro-Stoxx-50 3.203,63 +2,12% -14,46%
Stoxx-50 2.932,06 +1,74% -13,84%
DAX 12.801,04 +2,66% -3,38%
FTSE 5.920,87 +1,34% -22,54%
CAC 4.821,83 +1,95% -19,34%
Nikkei-225 23.511,62 +1,32% -0,61%
EUREX Stand +/- Punkte
Bund-Future 174,37 -0,3


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,44 40,25 +0,5% 0,19 -28,9%
Brent/ICE 42,12 41,92 +0,5% 0,20 -31,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.858,51 1.861,77 -0,2% -3,26 +22,5%
Silber (Spot) 22,92 22,90 +0,1% +0,02 +28,4%
Platin (Spot) 861,93 853,05 +1,0% +8,88 -10,7%
Kupfer-Future 2,99 2,97 +0,6% +0,02 +5,8%


Die Ölpreise folgen den Aktienmärkten nach oben. Unterstützung kommt auch von einem möglichen Streik in der norwegischen Ölindustrie, der die Ölförderung des skandinavischen Landes um bis zu 22 Prozent verringern könnte. Gebremst werden die Preise vom starken Dollar und von der Aussicht, dass wieder libysches Öl auf den Markt kommen könnte.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Für die US-Börsen dürfte die neue Woche beginnen, wie die alte aufgehört hat: mit deutlichen Kursgewinnen. Händler schreiben die positive Tendenz vor allem Gelegenheitskäufen zu, nachdem der September den Börsen unterm Strich Verluste gebracht hat. Zentrale Themen an der Wall Street seien nach wie vor die anstehende Präsidentschaftswahl, die steigende Zahl an Corona-Infektionen, die holprige Erholung der Wirtschaft und die Spannungen zwischen Washington und Peking. Die Marktteilnehmer positionierten sich für eine längere Phase hoher Volatilität, die möglicherweise über den Wahltag in den USA hinaus andauern könnte, heißt es aus dem Handel. Denn es gebe Befürchtungen, dass bis in den Dezember hinein kein eindeutiges Wahlergebnis feststehen werde. US-Präsident Donald Trump hat die Märkte mit der mehrfach wiederholten, aber nicht durch Beweise untermauerten Behauptung verunsichert, die Briefwahl werde zu Wahlbetrug in großem Stil zugunsten der Demokraten führen. Beobachter verweisen daneben auf Äußerungen des Präsidenten, die nahelegten, dass er im Fall seiner Niederlage einer friedlichen Machtübergabe nicht zustimmen werde.

Wichtige Konjunkturdaten stehen am Montag nicht zur Veröffentlichung an. Auch die nächste Bilanzsaison lässt noch etwas auf sich warten. Dafür gibt es eine Übernahme in der Stahlbranche. Cleveland-Cliffs kauft für etwa 1,4 Milliarden Dollar das US-Stahlgeschäft von Arcelor-Mittal. Cleveland-Cliffs steigen im vorbörslichen Handel um gut 6 Prozent.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Europas Börsen bauen die Gewinne am Montagmittag aus. Damit erholen sich die Aktienmärkte von den Abgaben vom Freitag. Im Handel geht man übergeordnet von einer Fortsetzung der Schaukelbörse aus. Neben der Entwicklung der Coronapandemie rückt zunehmend der Präsidentschaftswahlkampf in den USA in den Fokus mit dem ersten TV-Duell von US-Präsident Donald Trump mit seinem Herausforderer Joe Biden. Siemens hat seine Energie-Tochter an die Börse gebracht, aktuell handelt sie bei 22,53 Euro. Die Aktie von Siemens notiert 2,1 Prozent im Minus. Die Aktie von Siemens Energy wird zunächst einen Tag lang als 31. Titel mit einem Preis von null Euro in die Liste des Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen. Nach elektronischem Handelsschluss wird die Aktie des Energieunternehmens wieder aus dem DAX genommen und das Gewicht der Siemens-AG-Aktie entsprechend angepasst. Auch der Euro-Stoxx-50 wird in der Folge mit einer zusätzlichen Aktie berechnet. Die Commerzbank (plus 5,6 Prozent) ist derweil auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden bei der Konkurrenz fündig geworden. Manfred Knof, derzeit Chef des heimischen Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank, wird ab dem 1. Januar 2021 Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG und damit Nachfolger von Martin Zielke. HSBC legen um 9,7 Prozent zu, nachdem der Versicherer Ping An seine Beteiligung an dem Finanzkonzern auf 8,0 Prozent leicht aufgestockt hat. Für LPKF geht es um 8,8 Prozent nach oben. Nachdem das Unternehmen zuletzt vor allem beim Auftragseingang die Investoren nicht überzeugen konnte, hat der Laserhersteller nun einen Rahmenvertrag mit einem Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen abgeschlossen.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 9:55 Fr, 19:17 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1661 +0,30% 1,1629 1,1622 +4,0%
EUR/JPY 122,82 -0,01% 122,54 122,76 +0,8%
EUR/CHF 1,0797 -0,01% 1,0801 1,0799 -0,5%
EUR/GBP 0,9039 -0,79% 0,9089 0,9145 +6,8%
USD/JPY 105,31 -0,34% 105,37 105,63 -3,2%
GBP/USD 1,2899 +1,08% 1,2795 1,2709 -2,7%
USD/CNH (Offshore) 6,8161 -0,21% 6,8304 6,8328 -2,2%
Bitcoin
BTC/USD 10.877,76 +1,48% 10.868,88 10.660,51 +50,9%


Der Euro profitiert am Montagmittag etwas von der wieder gestiegenen Risikofreude der Anleger. Am Morgen war die Gemeinschaftswährung belastet worden von Aussagen des Gouverneurs der italienischen Zentralbank, Ignazio Visco, der den Wechselkurs des Euro als besorgniserregend bezeichnet hatte. Visco hatte gesagt, dass die EZB eingreifen könnte, wenn die Aufwertung des Euro die Inflation weiter vom Ziel der EZB bei knapp unter 2 Prozent wegtreibe.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Günstige Vorgaben der US-Börsen und die Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff haben den Aktienmärkten in Ostasien und in Australien einen freundlichen Wochenauftakt beschert. Für Zuversicht sorgte auch, dass die US-Demokraten ihren Vorschlag für ein weiteres Hilfspaket für die US-Wirtschaft vorantreiben. Gesucht waren besonders Aktien aus dem Technologiesegment, nachdem diese in den USA die Erholung am Freitag klar angeführt hatten.In Seoul stützte die Erwartung im September erstmals seit sieben Monaten wieder steigender Exporte, gestützt auch durch chinesische Käufe von Halbleiterchips angesichts verschärfter US-Restriktionen für den chinesischen Technologieriesen Huawei. Knapp behauptet tendierte Schanghai. Die Stimmung wurde in der Breite damit allenfalls leicht davon belastet, dass US-Chipunternehmen nun Lizenzen einholen müssen, bevor sie bestimmte Technologien an Chinas größten Hersteller von Halbleitern, SMIC, exportieren dürfen. Die SMIC-Aktie rutschte um knapp 5 Prozent ab. Händler in Schanghai sprachen aber auch von Kaufzurückhaltung vor einer siebentägigen Feiertagsstrecke, die am Donnerstag beginnt. Tourismusaktien profitierten davon wiederum. In Hongkong schossen HSBC um 10,8 Prozent nach oben, nachdem der Versicherer Ping An seine Beteiligung bei dem Finanzkonzern aufgestockt hatte. Ping An tendierten knapp behauptet. China Evergrande erholten sich um rund 20 Prozent von Verlusten aufgrund von Spekulationen über finanzielle Probleme. Das Unternehmen teilte nun mit, finanziell auf gesunden Beinen zu stehen. Außerdem habe die Hongkonger Börse den Abspaltungsplan von Evergrande genehmigt. Spekulationen über eine Kapitalerhöhung drückten in Tokio ANA um 5,1 Prozent. Im Sog büßten Japan Airlines 3,6 Prozent ein. In Sydney sorgte die Nachricht über Fortschritte bei der Entwicklung einer coronafreien Blase zwischen Neuseeland und einigen australischen Bundesstaaten für Kursgewinne bei Aktien aus dem Reisesektor. Webjet verteuerten sich um 6,6, Qantas um 6,4 und Flight Centre um 5,8 Prozent. Ardent Leisure legten um 2 Prozent zu, nachdem der Themenparkbetreiber eine 3,6 Millionen-Austral-Dollar-Strafe akzeptiert hatte nach Todesfällen bei Fahrgeschäften.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien am europäischen Kreditmarkt kommen zum Start in die Woche mehrheitlich zurück. Dabei ist zu beobachten, dass sich die Investoren bei den Finanzwerten zurückhalten, so treten der iTraxx Senior Financials sowie der iTraxx Sub Financials allenfalls auf der Stelle. Für die Marktstrategen der Commerzbank gilt, unverändert auf Qualität zu setzen. Am übergeordneten Bild habe sich kaum etwas geändert, so nehme das Tempo der Corona-Neuinfektionen in Europa weiter zu und ein US-Konjunkturpaket sei noch lange nicht abgeschlossen. Von daher empfehlen sie den selektiven Kauf guter Namen und um den Bereich der Junk-Bonds einen Bogen zu machen.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Verbraucherzentrale verklagt Lufthansa wegen nicht erstatteter Tickets

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verklagt die Lufthansa wegen nicht erstatteter Flugtickets. Sie habe Deutschlands größte Fluggesellschaft zunächst mit einer Unterlassungserklärung aufgefordert, Verbraucher über die ihnen zustehenden Rechte zu informieren, das Recht auf Rückerstattung nicht zu verschweigen und den Flugpreis innerhalb der gesetzlichen Frist zurückzuzahlen, erklärten die Verbraucherschützer in Stuttgart am Montag.

RWE pachtet Meeresboden für Windparks von britischer Krone

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 28, 2020 07:06 ET ( 11:06 GMT)

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