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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.




+++++ AKTIENMÄRKTE (12.45 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 2.673,70 +0,62% -1,39%
Euro-Stoxx-50 3.445,49 -0,07% -1,67%
Stoxx-50 3.032,76 -0,33% -4,57%
DAX 12.440,13 -0,02% -3,70%
FTSE 7.230,87 -0,46% -5,50%
CAC 5.308,22 -0,13% -0,08%
Nikkei-225 21.835,53 +0,26% -4,08%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 158,87 -43


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,69 67,39 -1,0% -0,70 +10,7%
Brent/ICE 71,70 72,58 -1,2% -0,88 +9,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.344,04 1.345,43 -0,1% -1,39 +3,2%
Silber (Spot) 16,63 16,66 -0,2% -0,03 -1,8%
Platin (Spot) 928,40 930,90 -0,3% -2,50 -0,1%
Kupfer-Future 3,08 3,07 +0,3% +0,01 -7,1%


+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Nach den Kursverlusten vom Freitag dürfte die Wall Street mit einem leichten Plus in die neue Handelswoche starten. Allerdings bleiben die Belastungsfaktoren weiter erhalten. Syrien-Krise, neue Sanktionen der USA gegen Russland und der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China dürften die Anleger weiter zur Vorsicht mahnen. Zwar kam es am Wochenende zu einem Militärschlag in Syrien, jedoch nur auf Ziele, die im Zusammenhang mit der Chemiewaffen-Produktion stehen. Zudem hat Russland nur verbal auf die Angriffe reagiert. Das sorgt für etwas Entspannung. Daneben könnte auch die Berichtssaison neue Impulse liefern. Erneut dürfte dabei der Bankensektor im Fokus stehen, nachdem die Geschäftszahlen von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo am Freitag die Investoren nur auf den ersten Blick überzeugen konnten. Zu Beginn der Woche gewährt nun die Bank of America einen Blick in die Bücher. Am Dienstag folgt dann noch Goldman Sachs. Auch könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten im Fokus stehen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

12:45 Bank of America Corp, Ergebnis 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


-US
14:30 Empire State Manufacturing Index April
PROGNOSE: +19,1
zuvor: +22,5

14:30 Einzelhandelsumsatz März
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: -0,1% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm

16:00 Lagerbestände Februar
PROGNOSE: +0,6% gg Vm
zuvor: +0,6% gg Vm


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Europas Börsen notieren am Montagmittag mit kleinen Aufschlägen. Die Furcht vor einer direkten Konfrontation zwischen den USA und Russland in Syrien hat sich zwar als unbegründet erwiesen, was für leichte Käufe auf ganzer Marktbreite sorgt. Im Handel ist aber dennoch von einer abwartenden Haltung die Rede. Impulse könnten von der Wall Street kommen, meint ein Marktteilnehmer. Trotz der Ankündigung neuer US-Sanktionen hält sich die Moskauer Börse gut - die Kurse geben um 0,2 Prozent nach. Wichtige Konjunkturdaten gibt es am Nachmittag vor allem aus den USA. Die Aktien der größten Werbeagentur der Welt, der britischen WPP, fallen um 5,4 Prozent. Hier ist der langjährige Vorstandschef Martin Sorrell zurückgetreten, ein Nachfolger wurde noch nicht benannt. Überraschend kommt der Rücktritt jedoch nicht, er zeichnete sich bereits Anfang des Monats ab. Sorrell stand seit längerem in der Kritik. Einen passenden Nachfolger zu finden, dürfte aber nicht einfach werden. Im TecDAX fallen Software AG nach uneinheitlichen Geschäftszahlen um 2,6 Prozent. Umsatz und Gewinn im ersten Quartal liegen deutlich unter den Erwartungen. Auf der anderen Seite wächst das Geschäft mit der Cloud aber schneller als erwartet, auch wenn es die Verluste im "klassischen" Software-Geschäft noch nicht wett macht. Mit einem Aktienrückkaufprogramm ziehen Rocket Internet 1,7 Prozent auf 25,30 Euro an. Das Unternehmen will mehr als 15 Millionen Aktien für 24 Euro das Stück zurückkaufen. Die Annahmefrist für das öffentliche Aktienrückkaufangebot beginnt am 17. April und endet am 2. Mai um Mitternacht.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.53 Uhr Do, 17.38 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2365 +0,26% 1,2330 1,2319 +2,9%
EUR/JPY 132,59 -0,01% 132,17 132,23 -2,0%
EUR/CHF 1,1871 -0,02% 1,1878 1,1862 +1,4%
EUR/GBP 0,8643 -0,19% 0,8654 1,1552 -2,8%
USD/JPY 107,23 -0,27% 107,19 107,35 -4,8%
GBP/USD 1,4307 +0,45% 1,4248 1,4231 +5,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.104,42 -2,1% 8.053,75 7.591,63 -40,7%


+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Deutliche Verluste haben die chinesischen Börsen am Montag verzeichnet, während es andernorts leicht aufwärts ging. Im frühen Geschäft hatten sich die Anleger noch etwas kaufwilliger gezeigt, ermutigt durch den lediglich moderat ausgefallenen Raketenbeschuss der USA, Frankreichs und Großbritanniens in Syrien. Viele Teilnehmer hätten ein massiveres Eingreifen befürchtet, hieß es am Markt. Zudem wurde als weiteres Thema die angelaufene Berichtssaison in den USA angeführt. Am Freitag hatten mit JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo drei große Finanzinstitute ihre Zahlen vorgelegt, die letztendlich nicht überzeugen konnten und den ganzen Bankensektor belasteten. Daneben hatte mit Eric Rosengreen ein Vertreter der US-Notenbank für eine straffe Geldpolitik plädiert. An den chinesischen Börsen spielten aber vor allem auch lokale Faktoren eine Rolle. Am Freitag war der Hongkong-Dollar ans untere Ende seiner Handelsspanne gefallen, was die zuständige Hong Kong's Monetary Authority zum Verkauf von US-Dollar gegen Hongkong-Dollar getrieben habe. Am Montag reagierte der Interbanken-Zinssatz Hibor mit einem Sprung auf 1 Prozent von 0,85 Prozent am Freitag. Teilnehmer sahen daher einen liquiditätsgetriebenen Abschwung. Einige Fonds hätten ihre Anlagen in Hongkong reduziert. Die Kurse hätten überdies die Abwärtsbewegung vom Donnerstag und Freitag wieder aufgenommen, hieß es weiter. In Tokio hielt sich die Börse leicht im Plus, da die Sorgen um eine Eskalation im Syrien-Konflikt geschwunden sind. Die Gewinne seien aber durch die Schwäche an den Börsen in China begrenzt worden, sagten Händler.

+++++ CREDIT +++++

Uneinheitlich zeigen sich am Montag die Risikoprämien der Kreditversicherungen (CDS) gegen den Ausfall europäischer Unternehmens- und Staatsanleihen. Zwar hat die Risikofreude mit Blick auf die Lage in Syrien wieder leicht zugenommen, die Preisstellungen am Markt seien jedoch noch relativ erratisch, heißt es im Handel. Die Geld-Brief-Spannen seien teils extrem weit, Umsatz gebe es kaum. "Die Berichtssaison beginnt jetzt langsam und lenkt die Aufmerksamkeit dann endlich weg von dem Makro-Politik-Getöse", sagt ein Analyst. Damit dürfte sich dann auch die Aktivität bei den einzelnen Unternehmens-CDS wieder beleben.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Deutsche Bank muss Krisen-Szenario durchrechnen - Zeitung

Die Deutsche Bank muss offenbar auf Anordnung der EZB-Bankenaufsicht in einer Simulation durchrechnen, was die Abwicklung des eigenen Investmentbankings kosten würde. Laut Süddeutscher Zeitung laufen die Berechnungen seit einigen Monaten. Es sei das erste Mal, dass die Aufsichtsbehörde diese Maßnahme für eine Großbank beschlossen habe. Später sollen weitere Geldhäuser folgen.

Lufthansa-Offerte für Alitalia soll die besten Aussichten haben

Das Übernahmeangebot der Deutschen Lufthansa für Alitalia hat von allen Offerten für die insolvente Fluggesellschaft die besten Aussichten auf Erfolg. Das sagte der italienischen Wirtschaftsminister Carlo Calenda der Zeitung La Repubblica. Der Verkaufsprozess müsse allerdings aufgeschoben werden, bis eine neue Regierung im Amt sei, fügte Calenda hinzu.

T-Systems erhält Outsourcing-Großauftrag der Sparda-Gruppe

Die Sparda-Gruppe lagert ihre IT-Infrastruktur an T-Systems aus. Wie die Tochter der Deutschen Telekom mitteilte, hat sie einen Siebenjahresvertrag mit der Bankengruppe im Volumen eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags geschlossen. Der Vertrag enthält eine Verlängerungsoption um drei Jahre.

Siemens Gamesa baut 48 Windanlagen mit 166 MW Leistung in Spanien

Siemens Gamesa bestückt nach eigenen Angaben vier Windparks des spanischen Versorgers Gas Natural Fenosa Renovables mit insgesamt 48 Windrädern, die je 3,4 Megawatt Erzeugungsleistung haben. Die Windparks mit einer Gesamtleistung von 166 Megawatt sollen Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen. Für die Dauer von drei Jahren wird die Siemens-Tochter sie anschließend warten und instand halten.

Volkswagen-Konzern steigert Absatz im März um 5,3 Prozent

Der Volkswagen-Konzern hat im März einen Rekordmonat verbucht. Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die weltweiten Auslieferungen um 5,3 Prozent auf 1,04 Millionen Fahrzeuge. Im ersten Quartal kamen die Wolfsburger mit 2,68 Millionen Autos auf ein Plus von 7,4 Prozent. Vor allem in China war Volkswagen stark. Hier stieg der Absatz im März um 10,6 Prozent auf 358.800 Autos.

VW will Lkw-Geschäft fit für Kapitalmarkt machen; IPO nur Option

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 16, 2018 06:47 ET ( 10:47 GMT)

Volkswagen will sein Lkw-Geschäft in den kommenden zwölf Monaten fit für den Kapitalmarkt machen. Ob danach ein Börsengang anstehe, sei offen, sagte Andreas Renschler, der das Truck-Geschäft bei Volkswagen leitet. Der Gang aufs Parkett sei eine Option. Es bestehe kein Automatismus, betonte der Manager. Sollte sich der Konzern für einen Börsengang entscheiden, dürfte MAN Diesel Turbo wohl nicht mehr zum Unternehmen gehören. Derzeit gehört der Bereich zur MAN SE.

Rocket Internet kauft bis zu rund 15,5 Millionen Aktien zurück

Die Rocket Internet SE startet ein neues Aktienrückkaufprogramm. Der Startup-Entwickler will bis zu 15.472.912 eigene Aktien zum Preis von 24 Euro je Stück erwerben. Das entspricht maximal bis zu 9,37 Prozent des eingetragenen Grundkapitals. Die Annahmefrist für das öffentliche Aktienrückkaufangebot beginnt am 17. April und endet am 2. Mai um Mitternacht.

Moody's stuft Ausblick von Scout24 auf "positiv" hoch

Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat den Ausblick für den Online-Marktplatzbetreiber Scout24 AG auf "positiv" von "stabil" angehoben. Gleichzeitig hat Moody's das Corporate Family Rating (CFR) mit Ba3 und das Probability of Default Rating (PDR) mit Ba3-PD bei der im SDAX-notierten Gesellschaft bestätigt.

Schaltbau erwartet 2018 steigende Profitabilität

Das Verkehrstechnikunternehmen Schaltbau sieht sich 2018 auf dem Weg zu steigender Profitabilität. Mit zwei Kapitalerhöhungen im Mai 2017 und Februar 2018 und dem Verkauf des Industriebremsen-Spezialisten Pintsch Bubenzer habe der Konzern wichtige Grundlagen geschaffen, schreibt Vorstandssprecher Bertram Stausberg im Geschäftsbericht 2017. Es liege aber immer noch ein anspruchsvoller Weg vor dem Unternehmen.

Air Liquide übernimmt Beatmungsgerät-Startup Eove

Der Gasehersteller Air Liquide übernimmt das französische Startup-Unternehmen Eove, das ein portables Beatmungsgerät für Patienten mit chronischen Lungenfunktionsstörungen entwickelt hat. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Eove verbuchte im abgelaufenen Jahr nach Angaben von Air Liquide knapp 5 Millionen Euro Umsatz.

Chemchina erhöht Beteiligung an Rohstoffhändler Mercuria Energy

Der chinesische Chemiekonzern Chemchina und der Schweizer Rohstoffhändler Mercuria Energy rücken näher zusammen. Die Chinesen werden ihre Minderheitsbeteiligung an Mercuria ausbauen und die Genfer kündigten im Gegenzug an, einen Anteil an den Onshore-Raffinerieanlagen von Chemchina zu erhalten. Wie die beiden Gesellschaften weiter mitteilten, werden die Schweizer zudem ihre Beteiligung an dem Auslandshandel von Chemchina aufstocken.

Facebook wirbt für neue EU-Regeln zum Datenschutz

Angesichts des Skandals um den millionenfachen Missbrauch von Nutzerdaten geht Facebook in die Offensive. Am Montag schaltete das Online-Netzwerk ganzseitige Werbeanzeigen in überregionalen Tageszeitungen unter anderem in Deutschland und warb darin für die neue EU-Gesetzgebung zum Datenschutz, die Ende Mai in Kraft tritt. Diese bedeute "mehr Sicherheit für dich", schrieb Facebook in den Werbeanzeigen.

Generali schließt Verkauf von Aktiva in Panama und Kolumbien ab

Die Assicurazioni Generali SpA hat den Verkauf ihrer Aktivitäten in Kolumbien und Panama abgeschlossen. Insgesamt seien rund 170 Millionen Euro erlöst worden, teilte die Versicherung mit, die sich von der Veräußerung eine Verbesserung der Effizienz sowie der Kapitalverteilung erhofft. Die Aktivitäten in Panama gingen an die Assa Compania de Seguros.

Flaute bei Kompaktwagen führt zu Stellenabbau bei GM

Kompaktwagen sind bei US-Autokäufern derzeit wenig gefragt: Wegen einer "historischen" Veränderung des Kundeninteresses legt der Autokonzern General Motors (GM) einen Teil der Produktion seines Modells Chevrolet Cruze vorerst auf Eis. Im Werk in Lordstown im Bundesstaat Ohio fallen deshalb 1.500 Stellen weg, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. "Mit Blick auf den Markt für Kompaktwagen für 2018 und darüber hinaus glauben wir, dass eine Produktion im Ein-Schicht-Betrieb der stabilere Ansatz ist, um sich der Nachfrage anzugleichen", sagte GM-Sprecherin Dayna Hart der Nachrichtenagentur AFP.

Shire verkauft Onkologie-Sparte für 2,4 Mrd USD an Servier

Der Pharmakonzern Shire will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und verkauft seine Onkologie-Sparte für 2,4 Milliarden US-Dollar an die französische Privatgesellschaft Servier. Shire-Chef Flemming Ornskov erklärte zum Verkauf, der Bereich biete zwar ein hohes Wachstum und eine hohe Rentabilität, gehöre aber nicht zur Langfriststrategie des Konzerns. Der Manager stellte mögliche weitere Verkäufe in Aussicht und sagte, man werde das Portfolio nach Möglichkeiten durchsuchen, um weitere Werte freizusetzen.



Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

END) Dow Jones Newswires

April 16, 2018 06:47 ET ( 10:47 GMT)

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