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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.




+++++ AKTIENMÄRKTE (12.59 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 2.838,00 -0,55% +4,55%
Euro-Stoxx-50 3.448,15 -1,32% -1,59%
Stoxx-50 3.112,04 -0,81% -2,07%
DAX 12.484,85 -1,51% -3,35%
FTSE 7.700,10 -0,54% +0,40%
CAC 5.443,69 -1,06% +2,47%
Nikkei-225 22.298,08 -1,33% -2,05%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 162,95 +37


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 67,01 66,81 +0,3% 0,20 +13,4%
Brent/ICE 72,30 72,07 +0,3% 0,23 +12,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.210,39 1.212,43 -0,2% -2,05 -7,1%
Silber (Spot) 15,38 15,45 -0,4% -0,07 -9,2%
Platin (Spot) 829,95 833,50 -0,4% -3,55 -10,7%
Kupfer-Future 2,75 2,77 -0,6% -0,02 -17,7%


Die Ölpreise erholen sich leicht von den jüngsten Abgaben. Auf der einen Seite lastet der Handelsstreit auf den Preisen, denn es gibt Befürchtungen, dass die chinesische Ölnachfrage zurückgehen könnte. Dagegen erhält der Markt Unterstützung von Spekulationen, dass als Folge der US-Sanktionen gegen Iran weniger iranisches Öl auf den Markt kommen könnte. Daneben fiel der Rückgang bei den wöchentlichen US-Lagerdaten deutlich geringer als von Analysten erwartet.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Die sich weiter zuspitzende Türkei-Krise dürfte zum Wochenausklang auch an der Wall Street für Abgaben sorgen. Die Lira knickt, ausgelöst durch die diplomatischen Verspannungen mit den USA, weiter ein und markierte zum Dollar ein neues Rekordtief. Einem Bericht der Financial Times zufolge sorgt sich auch die EZB-Bankenaufsicht um das Engagement einiger europäischer Geldhäuser in der Türkei. Dies könne angesichts des Lira-Verfalls zu Problemen führen. Vor dem Hintergrund des zudem weiter schwelenden Handelskonflikts zwischen den USA und China sorgen die jüngsten Entwicklungen für Unsicherheit unter den Investoren. Mit Spannung wird auf eine Rede des türkischen Finanzministers am Mittag gewartet. Bei den Einzelwerten dürfte es für die Aktie des Medienkonzerns News Corp nach unten gehen. Die Konsolidierung australischer Fernsehaktivitäten hat dem Konzern im vierten Geschäftsquartal zwar einen Umsatzschub, jedoch auch einen Nettoverlust beschert. Zu dem Konzern gehören unter anderem die New York Post, das Wall Street Journal und diese Nachrichtenagentur. Die Aktie ist vor der Startglocke noch nicht aktiv, verlor nachbörslich allerdings 2,3 Prozent.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


- US
14:30 Verbraucherpreise Juli
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,1% gg Vm
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm

14:30 Realeinkommen Juli


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Europas Börsen befinden sich am Freitagmittag im freien Fall. Die Rückkehr von Systemrisiken, ausgehend von der sich zuspitzenden Lage in der Türkei, und der davon verursachte starke Rücksetzer des Euro sorgen für erhöhte Verunsicherung. Vor allem die Kurse der Banken stehen unter Druck wegen Sorgen um die finanziellen Engagements der Geldhäuser in türkischen Schuldtiteln bzw deren Verbindungen mit türkischen Banken. Teilnehmer sprechen von einer "Flucht in sichere Häfen", zu denen neben dem Dollar auch deutsche Staatsanleihen zählen. Deren Kurse springen auf Zweiwochenhochs. In Istanbul zeigt sich die Börse im Gegensatz zur Lira vergleichsweise robust mit nur leichten Abgaben. In Europa führt der Bankensektor mit Abgaben von 2,5 Prozent mit weitem Abstand die Verliererliste an. Die Anleger sorgen sich um das Exposure des Sektors in der Türkei. Nach Statistik der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) sind vor allem spanische Banken in der Türkei mit mehr als 80 Milliarden Dollar engagiert, gefolgt von französischen Geldinstituten, die es auf fast 40 Milliarden bringen. BBVA verlieren 4,0 Prozent und BNP Paribas fallen um 3,5 Prozent. Unter Druck stehen auch Europas Chipaktien nach einer Abstufung des Sektors durch Morgan Stanley. Bei den Einzelwerten ragen K+S mit 8,6 Prozent Minus hervor. Das Unternehmen hat gewarnt, die kursierenden Gewinnschätzungen in diesem Jahr nicht zu erreichen. Die Enttäuschung darüber ist besonders groß, weil zuletzt Konkurrenzunternehmen aus den USA und Kanada mit ihren Geschäftszahlen eher noch positive Fantasie geschürt hatten.

+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:40 Do, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1462 -0,57% 1,1466 1,1567 -4,6%
EUR/JPY 127,18 -0,71% 127,28 128,34 -6,0%
EUR/CHF 1,1405 -0,43% 1,1426 1,1461 -2,6%
EUR/GBP 0,8978 -0,08% 0,8962 0,8991 +1,0%
USD/JPY 110,95 -0,14% 111,02 110,95 -1,5%
GBP/USD 1,2768 -0,47% 1,2794 1,2866 -5,5%
Bitcoin
BTC/USD 6.407,60 -3,1% 6.466,99 6.526,57 -53,1%


Die zuvor bereits zum Dollar auf einem Rekordtief liegende türkische Lira ist am Freitagmorgen phasenweise in den freien Fall übergegangen. Im Tief kostete der Dollar schon 6,4458 Lira, verglichen mit rund 5,55 am späten Vortag und knapp 5,10 Lira zum Ende der Vorwoche. Zusätzlich Öl ins Feuer gießt ein Bericht der Financial Times, wonach sich die EZB-Bankenaufsicht um das finanzielle Engagement großer europäischer Banken in der Türkei sorgt. Auch der Euro steht unter Druck und fällt im Verlauf mit 1,1437 Dollar auf den tiefsten Stand in diesem Jahr. Auch hier belastet die angespannte Lage in der Türkei.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die asiatischen Börsen haben am Freitag mehrheitlich im Minus geschlossen, wobei der Schanghaier Markt im späten Geschäft leicht ins Plus drehte. Neben den wenig inspirierenden Vorgaben von der Wall Street wurden die geopolitischen Sorgen als Grund für die etwas eingetrübte Stimmung genannt. Vor allem der weiter schwelende Handelskonflikt lastete auf den Märkten. Quer über die Börsen der Region standen Öl- und Energiewerte wegen gesunkener Ölpreise unter Druck, die sich vom Rückschlag am Mittwoch nicht erholen konnten. An dem Tag hatten unerwartet hohe US-Lagerbestände die Preise stark gedrückt. In Tokio fielen Inpex um 3,6 Prozent, in Sydney Oil Search um 2 Prozent und Woodside Petroleum um 1 Prozent. In Tokio sank der Nikkei-225-Index um 1,3 Prozent auf 22.298 Punkte. Er profitierte nicht davon, dass die japanische Wirtschaftsleistung sich im abgelaufenen Quartal besser entwickelt hatte als erwartet. Die Halbleiterwerte litten unter einer Abwertung der US-Chipwerte durch Morgan Stanley. Advantest verloren 4,9 Prozent und Tokyo Elektron 3,5 Prozent. Am koreanischen Markt in Seoul ging es um 0,9 Prozent deutlicher nach unten, belastet von einem 3,2-prozentigen Minus bei Samsung Electronics. Das neu präsentierte Smartphone Samsung Galaxy Note 9 sei auf eine eher verhaltene Reaktion gestoßen, hieß es. Laut Experten ist das Modell "nicht so neu" wie erhofft. Hynix folgten Samsung und fielen um 3,7 Prozent.

+++++ CREDIT +++++

Für eine kräftige Rückkehr der Risikoaversion sorgt am Freitag die Zuspitzung der Krise um die türkische Lira. Der Einbruch der Lira gegen alle Haupthandelswährungen setzt auch die Aktien der europäischen Banken unter Druck, weil die Geldhäuser viele der hochverzinslichen Anleihen halten. Am türkischen Anleihemarkt stiegen die Renditen weiter, für zehnjährige Papiere liegt sie mit 21 Prozent nochmals gut 2 Prozentpunkte höher als am Vortag. Zugleich dehnt sich die Sorge um die Refinanzierungsfähigkeit des Landes auch auf andere Schwellenländer aus. Der Kapitalfluss geht klar in Richtung von Sichere-Hafen-Anlagen wie deutsche Staatsanleihen.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Eon: Auf eine Ladestation kommen derzeit nur 4,5 Elektroautos

In Deutschland kommen derzeit auf eine öffentlich zugängliche Ladestation durchschnittlich gerade einmal 4,5 reine Elektroautos. Da die Stationen in der Regel mehrere Ladepunkte hätten, könnten sie rein rechnerisch "knapp dreimal so viele E-Autos versorgen, wie in Deutschland bereits angemeldet sind", erklärte die Geschäftsführerin von Eon Energie Deutschland, Victoria Ossadnik. Der Stromanbieter hatte die Zahlen ausgewertet, sie lagen AFP vor.

Siemens Gamesa stattet Windpark in Norwegen mit 51 Anlagen aus

Siemens Gamesa wird einen der größten Windparks in Norwegen mit Windanlagen beliefern. 51 Generatoren des Typs SWT-DD-142 mit einer Gesamtleistung von 204 MW werden ab 2019 zwischen Sirdal and Flekkefjord im Süden des Landes installiert, teilte der spanische Windkraftspezialist mit. Der Windpark Tonstad des Versorgers Engie soll in den nächsten 25 Jahren den Aluminiumhersteller Hydro mit Strom versorgen. Siemens Gamesa übernimmt langfristig den Service für das Projekt.

Bechtle mit sehr starkem zweiten Quartal

Der IT-Dienstleister Bechtle ist dank der hohen Investitionsbereitschaft seiner Kunden auch im zweiten Quartal deutlich gewachsen und hat die Latte für das Gesamtjahr nun höher gelegt. Von April bis Juni 2018 ist der Umsatz den Angaben zufolge um 17,4 Prozent auf 965,0 Millionen Euro gestiegen.

Carl Zeiss Meditec verdient trotz Umsatzwachstum weniger

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 10, 2018 07:08 ET ( 11:08 GMT)

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