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Mindestzins mit Zusatzchance: So stellt man auch vorsichtige Anleger zufrieden

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nachdem wir gestern an dieser Stelle ein eher durchwachsen gelaufenes Produkt der Marke „Festzins mit Zusatz-Rendite-Chance“ durchleuchtet haben, wollen wir heute auf eine Idee zurückblicken, mit der Anleger tatsächlich sehr glücklich geworden sind. Zu den „Protect-Flex-Anleihen“ der LBBW auf den Euro Stoxx 50 hatten wir hier im Herbst 2013 Folgendes geschrieben: „Wer das Risiko nicht komplett scheut, sechs Jahre Zeit hat und kein ausgemachter Crash-Prophet ist, kann hier durchaus mal zuschlagen“. Konkret ging es um das damals im September aufgelegte Papier mit der WKN: LB0UJN.

Bei einer Laufzeit von sechs Jahren (bis Herbst 2019) wurde und wird Investoren hier jedes Jahr eine Mindestverzinsung von drei Prozent garantiert. Bei einem Indexstand oberhalb von 3000 Punkten gibt es zudem noch einen Zuschlag, weil dann ein Kupon in Höhe von einem Tausendstel des aktuellen Stands des Euro Stoxx 50 ausgeschüttet wird. Davon haben Anleger in den vergangenen Jahren durchaus profitiert. An den bislang vier Zinsterminen lagen die Kupons bei 3,0 Prozent, 3,27 Prozent, 3,05 Prozent sowie 3,62 Prozent. Die nächste Zahlung steht in gut vier Monaten an. Aktuell wären dann rund 3,5 Prozent als Zinssatz fällig.

Natürlich ließ sich eine solche Konstruktion schon damals nicht mit vollem Kapitalschutz darstellen. Und doch hat die LBBW alles dafür getan, die Risiken so gering wie möglich zu halten. Zu der angestrebten Rückzahlung des Nennwertes zu 100 Prozent wird es bei Fälligkeit nämlich nur dann nicht kommen, wenn der Euro Stoxx 50 während der Laufzeit irgendwann mal 65 Prozent oder mehr gegenüber seinem Startwert verloren hat. In diesem Fall würden Anleger an den prozentualen Verlusten des Index eins zu eins beteiligt. Mittlerweile ist der Risikopuffer bis zur der bei gut 1023 Punkten liegenden Barriere auf über 70 Prozent angewachsen, so dass hier in den verbleibenden 16 Monaten normalerweise nichts mehr anbrennen dürfte.

Natürlich ist die leicht positive Entwicklung an den Aktienmärkten in diesem Zeitraum ein Glücksfall für die Investoren gewesen. Aber selbst wenn das nicht so gewesen wäre, hätten die Chancen auf eine unverletzte Barriere sehr gut gestanden. Wie wir damals bereits analysiert hatten, wäre es in allen seit 1987 untersuchten Sechs-Jahres-Zeiträumen lediglich in knapp einem Prozent der Fälle vorgekommen, dass der Euro Stoxx 50 im Tief der Periode tatsächlich 65 Prozent oder mehr gegenüber dem jeweiligen Anfangsniveau verloren hatte. In mehr als 99 Prozent aller Fälle lag das Tief höher (meist deutlich), was für die Anleihe die volle 100-Prozent-Rückzahlung des Nennwertes bedeutet hätte. Die Risiken waren und sind also da, aber gut kalkulierbar.

Bei der LBBW gibt es aktuell über 20 solcher Produkte, wobei seit 2014 leider keine neuen Papiere mehr aufgelegt wurden. Von Seiten des Emittenten heißt es, dass es aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus momentan nicht möglich sei, diese Produkte mit entsprechenden Mindestkupons darzustellen. Man sei aber guter Dinge, dass man bei einem höheren Zinsniveau auch diese Produkte wieder zur Verfügung stellen könne. Sollte es soweit sein, werden wir darüber hier in der Investmentecke natürlich berichten.

Thomas Koch

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