DAX®15.234,16+0,21%TecDAX®3.483,12+0,22%Dow Jones 3033.800,60+0,89%Nasdaq 10013.845,05+0,63%
finanztreff.de

Ministerium will Mailanbieter zum Datensammeln verpflichten

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesinnenministerium will Anbieter von Mail- oder Messengerdiensten zur Erhebung bestimmter Kundendaten verpflichten. Das geht aus Vorschlägen des Ministeriums hervor, die der E-Mail-Anbieter Posteo am Mittwoch öffentlich machte. Das Papier ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur weitgehend aktuell. Anlass ist die Novelle des Telekommunikationsgesetzes, mit der sich der Bundestag derzeit befasst.

Das Bundesinnenministerium verweist in seinem Papier auf eine Forderung der Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern, wonach Anbieter von Telekommunikationsdiensten sogenannte Identifizierungsmerkmale ihrer Nutzer erheben und den Sicherheitsbehörden bei Bedarf zur Verfügung stellen sollen.

Festnetz- oder Mobilfunkanbieter, die Verträge mit bestimmten Laufzeiten anbieten, erheben Daten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum normalerweise ohnehin, schreibt das Ministerium. Anbieter von Prepaid-Mobilfunkdiensten müssen erhobene Daten vor der Freischaltung auch verifizieren.

Das Innenministerium will nun auch Anbieter "nummernunabhängiger" Telekommunikationsdienste zur Erhebung von Daten verpflichten, mit denen sich Nutzer identifizieren lassen. Dabei gehe es insbesondere um Messenger-Dienste und E-Mail-Dienste, heißt es in dem Papier - und wiederum in erster Linie um Messengerdienste wie WhatsApp oder Facebook, die vor allem aus dem Ausland angeboten würden und in vielen Fällen die klassische Telefonie und SMS abgelöst hätten.

Das Ministerium selbst wollte sich zu dem von Dritten veröffentlichten Dokument nicht äußern. "Wenn Sie einen Telefonvertrag abschließen über ein Festnetztelefon, dann sind bei Ihrem Telefonanbieter bestimmte Daten hinterlegt", sagte ein Sprecher aber. Zur Verfolgung schwerer Straftaten könnten diese mit richterlicher Entscheidung abgefragt werden. "Diese sicherheitspolitische Forderung, um die es jetzt geht, soll doch nur sicherstellen, dass ein gleiches Maß an Informationsmöglichkeiten für die Sicherheitsbehörden auch besteht, wenn andere Kommunikationswege genutzt werden."/hrz/DP/stk


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom - Performance (3 Monate) 16,41 -0,06%
EUR -0,01
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
06.04. JEFFERIES Positiv
23.03. CREDIT SUISSE Positiv
22.03. BARCLAYS Neutral
Nachrichten
09.04. Deutsche Telekom nach Kursrutscher: So steht es jetzt um die Aktie Deutsche Telekom 16,41 -0,06%
09.04. ROUNDUP: Telekommunikationsfirmen fordern Verzicht auf Mobilfunkauktion Deutsche Telekom 16,41 -0,06%
09.04. Verbände fürchten zu harten Regeln im Telekommunikationsmarkt Deutsche Telekom 16,41 -0,06%
Weitere Wertpapiere...
Microsoft Corporation 215,40 +0,12%
EUR +0,25
United Internet 34,00 +0,29%
EUR +0,10
Facebook Inc. 263,00 +0,10%
EUR +0,25
Vodafone Group 1,57 -0,51%
EUR -0,01
+ alle anzeigen

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 15 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen