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Minus 20%: Darum stürzt die Wirecard-Aktie am Dienstag ab

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times erhebt neue Vorwürfe gegen den Zahlungsdienstleister Wirecard. Dessen Aktien sind am Dienstag-Vormittag daraufhin massiv eingebrochen. Zeitweise musste der Handel an der Börse unterbrochen werden, da die Volatiliät die Grenzen sprengte.

In der ersten Xetra-Handelsstunde sackten die Wirecard-Aktien +0,49% zeitweise um mehr als 20 Prozent ab auf 108,25 Euro - der tiefste Stand seit Mitte April. Damit waren die Papiere des Zahlungsabwicklers mit Abstand Schlusslicht im ansonsten freundlichen deutschen Leitindex DAX. Auf einen Schlag wurde rund vier Milliarden Euro Marktkapitalisierung von Wirecard vernichtet.

Die FT behauptet in dem umfassenden Artikel unter anderem, dass ein Großteil der Umsätze (und Gewinne) in Dubai und in Irland überhöht ausgewiesen wurde. Interne Dokumente des Unternehmens sowie Korrespondenz hochrangiger Manager der Finanzabteilung erweckten demnach diesen Anschein. Zudem könnte versucht worden sein, den Wirtschaftsprüfer EY zu täuschen.

Eine Wirecard-Sprecherin bezeichnete den Bericht als "falsch und verleumderisch". Alle Zahlen des Konzerns, auch die in Dubai, seien im Rahmen des Konzernabschlusses geprüft.

Die Zeitung hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch, was den Aktienkurs immer wieder belastet hatte. Anfang des Jahres sorgten etwa Berichte der FT rund um Bilanz-Unregelmäßigkeiten in Singapur für Unruhe, die Aktie rutschte innerhalb einer guten Woche teils um fast die Hälfte ab. Wirecard hatte dann einräumen müssen, dass einige Posten bei einer Tochter tatsächlich falsch verbucht wurden, allerdings in geringerem Umfang als von der FT suggeriert. Einige Mitarbeiter könnten sich in Singapur strafbar gemacht haben, systematische Luft- und Falschbuchungen schließt Wirecard aber aus. 

Der Fall beschäftigt weiter die Behörden. In Deutschland gehen Staatsanwaltschaft und Finanzaufsicht Bafin dem Verdacht unerlaubter Marktmanipulation durch Spekulanten nach. Das Unternehmen geht auch rechtlich gegen Mitarbeiter der britischen Zeitung vor, weil sie womöglich mit Spekulanten unter einer Decke stecken sollen. Die FT sieht sich allerdings nach Untersuchungen einer beauftragten Anwaltskanzlei entlastet von den Vorwürfen.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Wirecard (in Euro, Xetra)


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