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Mit oder ohne Crash: Der Goldpreis setzt jetzt zum großen Sprung an

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine (halbe) „Crash-Geschichte“ haben wir noch und dann ist es auch erst mal gut. Wie in den vergangenen beiden Ausgaben unserer Investmentecke ausführlich beschrieben, hat Albert Edwards, Aktienstratege der Societe Generale, mit einem echten „Horror-Szenario“ auf sich aufmerksam gemacht. Zumindest dürften das alle Investoren so sehen, die stark an den Aktienmärkten engagiert sind. Schließlich soll der S&P 500 nach Meinung des Experten im Zuge der nächsten (aus seiner Sicht nicht mehr weit entfernten) Rezession drei Viertel seines Wertes einbüßen. Umso überraschender mutet an, dass neben den US-Staatsanleihen (Investmentecke von Freitag) auch Investments in japanischen Aktien empfohlen werden. Als ob dieser Markt im Falle eines echten Crashs ein derart isoliertes Eigenleben führen könnte, dass es hier zu keinen Verlusten kommt.

Dasselbe Problem droht sicher auch den ebenfalls empfohlenen US-Goldminenaktien, wobei die Aussichten hier wahrscheinlich um einiges besser sein dürften. Da Gold als echte Fluchtwährung in solchen Phasen in der Regel stark nachgefragt wird, dürften die Aktien der Goldminenbetreiber zumindest relative Stärke zeigen. Viel interessanter wären in diesem Szenario aber sicherlich direkte Gold-Investments. Zumal der SG-Stratege prognostiziert, dass der Goldpreis in der nächsten Rezession über den bisherigen Rekordstand bei rund 1900 US-Dollar steigen wird. Aktuell kostet eine Feinunze des Edelmetalls nur rund 1340 Dollar.

Ganz unabhängig von der „Crash-Geschichte“ ist Gold gerade charttechnisch aktuell (immer noch) sehr interessant. Wie schon vor einem Monat hier berichtet, avisieren Charttechniker einen großen Befreiungsschlag, wenn der Preis den hartnäckigen Widerstand bei 1370/1375 Dollar endlich überwinden kann (Investmentecke vom 22. März). Bislang sind entsprechende Anläufe jedes Mal gescheitert. Gleichzeitig fielen die anschließenden Rückschläge aber immer kleiner aus. Das spricht normalerweise dafür, dass einer der nächsten Versuche von Erfolg gekrönt sein wird. Das scheinen auch viele Investoren so zu sehen. Nach Angaben der Commerzbank gab es nun schon zwölf Tage in Folge Zuflüsse in die börsengehandelten Gold-ETFs. Seit Monatsbeginn seien deren Bestände um 45 Tonnen gestiegen. Die Kollegen von „Wellenreiter Invest“ sehen Gold aktuell in einem Aufwärtstrend. Ein Sprung über die Marke von 1375 Dollar würde „für ein neues Investmentkaufsignal sorgen und den Weg bis zu den Tiefs von 2011 und 2012 bei rund 1520 Dollar ebnen“.

Wir hatten schon bei unserem jüngsten Artikel zu Gold darauf hingewiesen, dass ein frühzeitiges Spekulieren auf den vielfach beschriebenen Ausbruch nach oben eine renditeträchtige Alternative zum Warten auf das Kaufsignal sein könnte. Der in diesem Kontext als spekulative Variante vorgestellte Best Unlimited Turbo der Commerzbank (mit Währungssicherung) ist von damals rund 4,30 Euro zwischenzeitlich auf über 6,50 Euro angestiegen, danach aber auch kurz mal unter 3 Euro gefallen. Aktuell notiert der Schein wieder ungefähr auf dem Ausgangsniveau. Basispreis und Knock-out-Marke liegen mittlerweile je 8 Dollar höher bei rund 1299 Dollar. Mit Blick auf die charttechnische Unterstützung knapp über 1300 Dollar eignet sich der Schein aber unverändert als hoch (aktuell gut 30-fach) gehebelte Wette auf einen baldigen Ausbruch des Goldpreises nach oben. Damit es nach einem erneuten Scheitern an dem Widerstand (zum Beispiel per Fehlausbruch) keine großen Verluste mehr gibt, erneuern wir auch unsere Idee, ungefähr bei einer Verdopplung des Scheins (dazu bedarf es einem Goldpreis von ca. 1385 Dollar) Teilgewinne zu realisieren und mit dem Rest auf den endgültigen Durchbruch hoffen. Im Falle eines Knock-outs kommt es sonst zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals (WKN: CE1XFQ).

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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