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Mobiles Bezahlen – Ein Zukunftsmarkt, der an der Börse längst präsent ist

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Über 80 Prozent der deutschen Kunden bezahlen ihre Einkäufe immer noch in bar. Dass diese Quote in Zukunft deutlich sinken wird, ist mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen aber relativ wahrscheinlich. Neben der elektronischen Zahlungsabwicklung per Bankkarte ist vor allem der Trend zum "mobilen bezahlen" auf dem Vormarsch. Dafür müssen Kunden auf ihrem Smartphone lediglich eine App installieren und schon können die Zahlungen ganz einfach auf diesem Wege vorgenommen werden. So wie wir das schon vom Einchecken am Flughafen kennen. Neben Playern wie Google und Apple kommen mittlerweile auch immer mehr Banken oder spezialisierte Finanzdienstleister wie Wirecard mit entsprechenden Lösungen auf dem Markt.

Das Potenzial ist enorm. Laut Schätzungen von Statista wird das mobile Transaktionsvolumen schon im kommenden Jahr rund eine Billionen US-Dollar betragen, was gegenüber dem Jahr 2015 (da waren es 450 Milliarden Dollar) ein Wachstum von mehr als 100 Prozent bedeuten würde. Im vielen Teilen des Ausland ist das Bezahlen mit dem Smartphone längst gang und gäbe. In China kaufen rund 500 Millionen Menschen auf diese Art und Weise ein, was sich auch hierzulande (gerade an den Flughäfen) deutlich bemerkbar macht.

Natürlich werden solche Trendthemen auch an der Börse gerne „gespielt“. Das sieht man allein schon an der fulminanten Kursentwicklung der Aktien von Wirecard oder der niederländischen Adyen, die sich nach dem Börsengang im Juni in der Spitze mehr als verdreifacht hatte, bevor dann Gewinnmitnahmen einsetzten. Beide Werte sind auch in dem vor einem Monat neu aufgesetzten Mobile Payment Index der Solactive AG vertreten. Insgesamt besteht dieser Index aus den 20 größten Unternehmen, welche einen signifikanten Anteil ihrer Umsätze im Bereich des elektronischen bzw. mobilen Zahlungsverkehrs und der elektronischen Zahlungsabwicklung generieren. Zwölf dieser Unternehmen stammen aus den USA, der Rest verteilt sich auf Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Japan, Hongkong, Brasilien und Puerto Rico. Damit sind 70 Prozent der Aktien an ihrer Heimatbörse in Dollar notiert, was entsprechende Chancen und Risiken auf der Währungsseite mit sich bringt. Alle 20 Aktien werden bei der halbjährlichen Anpassung (das nächste Mal im Januar 2019) gleich stark gewichtet, so dass kein extremes Klumpenrisiko besteht.

Investieren können Anleger in diesen Index über ein Endlos-Zertifikat der Deutschen Bank, bei dem die Dividenden abzüglich einer Steuerquote reinvestiert werden und Anleger eine jährliche Managementgebühr von 0,75 Prozent bezahlen. Wie so oft bei solchen „Trend-Investments“ muss man sich als Anleger die Frage stellen, ob jetzt tatsächlich der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist, wo nahezu jeder darüber redet und die Kurse vieler Aktien schon sehr deutlich gestiegen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass man hier noch mal günstiger zum Zuge kommt, ist aus unserer Sicht relativ groß. Garantieren kann man das aber natürlich nicht. Von daher bieten sich vielleicht gestaffelte Käufe an. Denn spannend ist die Sache auf jeden Fall (WKN: DS8PAY).

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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