DAX ®13.761,65+0,13%TecDAX ®3.259,28-0,18%S&P FUTURE3.388,50+0,22%Nasdaq 100 Future9.632,25+0,18%
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages Martin Luther King Day geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Stopp aller Waffenlieferungen, keine ausländische Einmischung mehr, konkrete Schritte hin zu einem dauerhaften Waffenstillstand: Die Berliner Libyen-Konferenz mit zwölf Teilnehmer-Staaten hat mit ihren Beschlüssen die Hoffnung auf ein Ende der jahrelangen Kämpfe in dem Krisenstaat geweckt. Die Konferenz am Sonntag habe einen "wichtigen Beitrag geleistet, um die Friedensbemühungen zu unterstützen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die zwölf Teilnehmer verpflichteten sich nach Merkels Worten, "dass wir das Waffenembargo respektieren wollen und dass es stärker kontrolliert wird". Zudem hätten alle zugesagt, dass es aus dem Ausland "keine weitere Unterstützungsleistungen" für die libyschen Konfliktparteien geben solle. Ziel sei es nun, aus der derzeitigen Waffenruhe einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen. In Libyen kämpft der Chef der international anerkannten Einheitsregierung, Fajes al-Sarradsch, seit Jahren gegen die Truppen von General Chalifa Haftar. Die Türkei und Katar unterstützen al-Sarradsch; Ägypten, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere unterstützen Haftar. Die beiden Kontrahenten waren am Sonntag in Berlin, wollten aber nur getrennt mit Merkel sprechen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

22:30 AU/BHP Group, Produktionsbericht 1H, Melbourne

DIVIDENDENABSCHLAG


Enel: 0,16 EUR


+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- DE
08:00 Erzeugerpreise Dezember
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/-0,2% gg Vj
zuvor: 0,0% gg Vm/-0,7% gg Vj


+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++


11:00 SK/Auktion 0,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit
April 2030
Auktion 1,625-prozentiger Anleihen mit Laufzeit
Januar 2031 (
Volumen offen)


+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell:
INDEX Stand +/- %
DAX-Future 13.526,50 0,13
S&P-500-Future 3.326,10 0,04
Nikkei-225 24.083,51 0,18
Schanghai-Composite 3.086,83 0,37
+/- Ticks
Bund -Future 171,67 -3

Freitag:
INDEX Freitagsschluss +/- %
DAX 13.526,13 0,72
DAX-Future 13.527,50 0,52
XDAX 13.532,16 0,52
MDAX 28.669,65 0,70
TecDAX 3.152,54 0,73
EuroStoxx50 3.808,26 0,90
Stoxx50 3.477,29 1,09
Dow-Jones 29.348,10 0,17
S&P-500-Index 3.329,62 0,39
Nasdaq-Comp. 9.388,94 0,34
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 171,70 -2


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem freundlichen Start rechnen Händler am Montag. Die Kursbremse durch den kleinen Januar-Verfalltag am den europäischen Terminbörsen sei nun entfernt, DAX und Co könnten nun in Richtung neuer Allzeithochs steigen. Vor allem vom DAX wird endlich der Befreiungsschlag erwartet, nachdem der Index nun schon seit Tagen nur noch rund 70 Punkte unter seinem Rekordhoch notiert. Große Bewegungen werden am Montag allerdings nicht erwartet, da die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen sind. Entsprechend ruhig zeigen sich auch die Börsen in Asien, überall jedoch mit einem zarten Plus garniert.

Rückblick: Fester - Neue Rekordhochs an der Wall Street befeuerten die Kauflaune. Fast alle Branchen zeigten sich im Plus, angeführt vom Rohstoffsektor. Hier trieben Konjunkturhoffnungen und gute Wirtschaftsdaten aus China. Zweitstärkster Sektor waren Versorger mit plus 1,6 Prozent. RWE stiegen um 3,1 Prozent nach positiven Analystenkommentaren. Hier wurde weiter die überraschend hoch ausfallende Entschädigungszahlung für die Kosten des Kohleausstiegs honoriert. Eon zogen um 1,9 Prozent mit. In Frankreich stiegen EdF um 9,8 Prozent. Die Regierung will die Konditionen für die Stromeinspeisung verbessern. Für IAG ging es um 5,1 Prozent nach oben, weil bei der Fluggesellschaft nun auch wieder Nicht-EU-Investoren unbegrenzt investieren dürfen. Enttäuschende Umsätze im vierten Quartal drückten Casino um 4,6 Prozent. Positiv wurden Umsatzangaben von Richemont aufgenommen, der Kurs legte um 4,9 Prozent zu.

DAX/MDAX/TECDAX

Freundlich - Airbus gewannen 2,5 Prozent, nachdem China Aircraft Leasing den Kauf von 40 Maschinen des Typs A321neo angekündigt hatte. Für MTU war das ebenfalls eine gute Nachricht, sie kletterten um 1,7 Prozent auf ein Allzeithoch. Für Bayer ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Mediator im Glyphosat-Rechtsstreit erwartet einen Vergleich zwischen Bayer und den Klägern binnen eines Monats. Varta setzten mit plus 4,7 Prozent ihren Erholungskurs fort. Drägerwerk brachen nach vorläufigen Jahreszahlen und einem enttäuschenden Umsatzausblick um 10,4 Prozent ein. Kion gaben 1,7 Prozent nach, nach einem eher vorsichtigen Ausblick.

XETRA-NACHBÖRSE

Nach der Absage des Verkaufs der Division Vincorion wegen nicht den Erwartungen entsprechender Gebote, wurden Jenoptik bei Lang & Schwarz 2 Prozent fester getaxt. Die Airbus-Aktie wurde 3 Prozent fester gestellt, nachdem der US-Wettbewerber Boeing bei der 737 MAX ein neues Software-Problem entdeckt hat. Die Umsätze seien allerdings gering gewesen, sagte ein Händler.

USA / WALL STREET

Etwas fester - Zunehmender Konjunkturoptimismus hievte die Indizes erneut auf Rekordhochs. Für Zuversicht sorgten insbesondere gute Daten aus China, nachdem am Vortag bereits robuste US-Daten für erhöhte Kauflaune gesorgt hatten. Der Dow wurde im späten Handel von deutlichen Abgaben des Schwergewichts Boeing etwas gedrückt. Boeing meldete neue Softwareproblems beim Problemflieger 737 MAX. Die Boeing-Aktie verlor 2,4 Prozent. Gap gaben um 0,4 Prozent nach. Der Modekonzern hatte seine Aufspaltungspläne ad acta gelegt, nachdem vor einem Jahr angekündigt worden war, die Marke Old Navy in eine eigenständige Börsengesellschaft auszugliedern.

+++++ DEVISENMARKT +++++


zuletzt +/- % 0:00 Uhr Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1101 +0,1% 1,1091 1,1094 -1,0%
EUR/JPY 122,30 +0,1% 120,87 122,21 +0,3%
EUR/CHF 1,0750 +0,1% 1,1025 1,0739 -1,0%
EUR/GBR 0,8545 +0,1% 0,8975 0,8516 +1,0%
USD/JPY 110,18 +0,0% 107,74 110,16 +1,3%
GBP/USD 1,2991 -0,1% 1,2500 1,3027 -2,0%
USD/CNH 6,8520 -0,2% 6,8663 6,8639 -1,6%
Bitcoin
BTC/USD 8.661,26 0,36 8.578,75 8.855,77 +20,1%


Der Euro rutschte unter die Marke von 1,11 Dollar und notierte im späten US-Handel bei 1,1093 Dollar. Am Donnerstag hatte die Devise im Hoch noch 1,1173 Dollar gekostet. Händler verwiesen auf Befürchtungen, dass es zu neuen Handelsstreitigkeiten kommen könnte. EU-Handelskommissar Phil Hogan hatte das Teilabkommen zwischen den USA und China kritisiert. Er kündigte Gegenmaßnahmen an für den Fall, dass die USA Strafzölle auf Importe aus der EU erheben sollten. Hogan deutete an, dass die Handelsgespräche zwischen EU und USA einige Zeit dauern dürften.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,17 58,54 +1,1% 0,63 -3,1%
Brent/ICE 65,62 64,85 +1,2% 0,77 -0,6%


Zuversichtlich stimmende BIP-Daten aus China stützten die Ölpreise etwas. "Die Ölpreise haben sich in Erwartung einer steigenden Nachfrage stabilisiert seit die USA und China ihr Teilabkommen unterzeichnet haben", sagte Edward Moya, Senior Market Analyst bei Oanda. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 0,3 Prozent auf 58,69 Dollar. Im asiatisch dominierten Handel am Montag ziehen die Preise an. Produktionsausfälle in Libyen aufgrund einer Blockade durch Milizen sorgen für steigende Ölpreise. Der staatliche Ölkonzern NOC warnte Medienberichten zufolge vor einem deutlichen Rückgang der Produktion sollte dies anhalten. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt aktuell um 1,1 Prozent auf 59,21 Dollar.

METALLE


zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.562,46 1.557,30 +0,3% +5,16 +3,0%
Silber (Spot) 18,10 18,03 +0,4% +0,07 +1,4%
Platin (Spot) 1.029,60 1.022,65 +0,7% +6,95 +6,7%
Kupfer-Future 2,86 2,85 +0,5% +0,01 +2,2%


Der Goldpreis legte leicht zu. Mit der anhaltenden Rekordjagd an der Wall Street und der Stabilisierung des Dollar dürfte es das Edelmetall auf kurze Sicht aber schwer haben, hieß es. Die Feinunze stieg um 0,3 Prozent auf 1.557 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

CHINA

Die neuartige Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Metropole Wuhan breitet sich weiter aus. Die Behörden meldeten am Sonntag 17 weitere Fälle. Der Zustand von drei der Patienten sei ernst.

EU/TÜRKEI

Die EU reduziert in diesem Jahr weiter ihre Hilfsgelder für die Türkei. Für 2020 seien 75 Prozent der Vorbeitrittshilfen gestrichen worden, heißt es in einer Antwort des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell auf eine Anfrage. Als Gründe nannte Borrell den Gasstreit im Mittelmeer und die Militäroffensive Ankaras in Syrien.

GELDPOLITIK CHINA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 20, 2020 01:38 ET ( 06:38 GMT)

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