DAX ®12.548,81-0,47%TecDAX ®3.003,13+0,12%Dow Jones25.827,36+0,36%NASDAQ 10010.341,89+0,61%
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.




+++++ TAGESTHEMA I +++++

Die Deutsche Lufthansa hat wegen der Corona-Krise im ersten Quartal einen Milliardenverlust geschrieben. Die praktisch zum Erliegen gekommene Reisetätigkeit, Wertminderungen von Vermögenswerten und die negative Wertentwicklung von Treibstoffabsicherungen resultierten in einem Verlust auf 2,1 Milliarden, nach einem Minus von 342 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die ungewisse weitere Entwicklung der Corona-Pandemie mache eine präzise Prognose der Ergebnisentwicklung für 2020 weiter unmöglich, teilte die Lufthansa mit. Der Konzern plant, die Stückkosten gegenüber dem Vorkrisenniveau deutlich zu senken. Die Fixkosten konnten bereits um ein Drittel gesenkt werden, unter anderem durch Kurzarbeit für rund 87.000 Mitarbeiter, die Verschiebung oder Streichung geplanter Projekte und die Verschiebung von Wartungsereignissen. Zudem werden laufende Restrukturierungsprogramme bei Austrian Airlines und Brussels Airlines weiter verschärft. Zuletzt einigten sich die Airline und die Bundesregierung auf ein 9 Milliarden Euro schweres Stützungsprogramm, das auch eine Staatsbeteiligung an dem Konzern von bis zu 25 Prozent beinhaltet.

+++++ TAGESTHEMA II +++++

Bei den chinesischen Dienstleistern hat sich die Geschäftsaktivität im Mai stark verbessert. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) erhöhte sich auf 55,0 (April: 44,4) Punkte und schaffte den Sprung deutlich zurück in den Wachstumsbereich über 50. Der Index basiert auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Mai auf 53,6 (Vormonat: 53,2) Punkte gestiegen. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:00 DE/Deutsche Lufthansa AG, ausführliches Ergebnis 1Q

( 13:00 Telefonkonferenz), Frankfurt

07:30 AT/Voestalpine AG, Jahresergebnis ( 10:00 virtuelle PK),

Linz

10:00 DE/Rhön-Klinikum AG, ao Online-HV

10:00 DE/Home24 SE, Online-HV

++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- CH
07:45 BIP 1Q
PROGNOSE: -2,1% gg Vq/-1,2% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vq/+1,5% gg Vj
- IT
09:45 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai
PROGNOSE: 26,5
zuvor: 10,8
- FR
09:50 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai (
2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 29,4
1. Veröff.: 29,4
zuvor: 10,2
- DE
09:55 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai (
2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 31,4
1. Veröff.: 31,4
zuvor: 16,2

09:55 Arbeitsmarktdaten Mai
Arbeitslosenzahl saisonbereinigt
PROGNOSE: +210.000 gg Vm
zuvor: +373.000 gg Vm
Arbeitslosenquote saisonbereinigt
PROGNOSE: 6,2%
zuvor: 5,8%
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe
Eurozone Mai (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 28,7
1. Veröff.: 28,7
zuvor: 12,0
Einkaufsmanagerindex gesamt
PROGNOSE: 30,5
1. Veröff.: 30,5
zuvor: 13,6
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai (
2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 28,0
1. Veröff.: 27,8
zuvor: 13,4
- EU
11:00 Erzeugerpreise April
Eurozone
PROGNOSE: -1,7% gg Vm/-4,0% gg Vj
zuvor: -1,5% gg Vm/-2,8% gg Vj

11:00 Arbeitsmarktdaten April
Eurozone Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 8,0%
zuvor: 7,4% - US
- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Mai
Beschäftigung privater Sektor
PROGNOSE: -8.750.000 Stellen
zuvor: -20.236.000 Stellen

15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit Mai (
2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 37,5
1. Veröff.: 36,9
zuvor: 26,7

16:00 Auftragseingang Industrie April
PROGNOSE: -12,5% gg Vm
zuvor: -10,3% gg Vm

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai
PROGNOSE: 44,0 Punkte
zuvor: 41,8 Punkte


+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++


10:15 DK/Auktion 0,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2022 (
offenes Volumen)
Auktion 0,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2029 (
offenes Volumen)
11:00 SE/Auktion 1,50-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2023
im Volumen von 1,5 Mrd SEK
Auktion 0,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit November 2029
im Volumen von 3,5 Mrd SEK
11:00 NO/Auktion 1,75-prozentiger Anleihen mit Laufzeit März 2025
im Volumen von 2 Mrd NOK
11:00 GB/Auktion 2,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit September 2023
im Volumen von 3,25 Mrd GBP
11:30 DE/Auktion 0,00-prozentiger Bundesobligationen mit Laufzeit April 2025
im Volumen von 4 Mrd EUR
12:30 GB/Auktion 1,625-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Oktober 2054
im Volumen von 1,5 Mrd GBP


+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Stand +/- %
DAX-Future 12.136,00 0,48
S&P-500-Indikation 3.090,25 0,29
Nasdaq-100-Indikation 9.670,00 0,10
Nikkei-225 22.571,72 1,10
Schanghai-Composite 2.939,59 0,62
+/- Ticks
Bund -Future 171,51 -29


INDEX Vortagesschluss +/- %
DAX 12.021,28 3,75
DAX-Future 12.077,50 1,24
XDAX 12.077,59 3,34
MDAX 26.080,63 2,70
TecDAX 3.211,26 0,80
EuroStoxx50 3.159,02 2,63
Stoxx50 2.961,05 1,41
Dow-Jones 25.742,65 1,05
S&P-500-Index 3.080,82 0,82
Nasdaq-Comp. 9.608,38 0,59
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 171,80 -8


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Der DAX dürfte zum ersten Mal seit Ende Februar über der 200-Tage-Linie notieren. Sie verläuft bei 12.106 Punkten und könnte bereits zur Eröffnung überwunden werden, wie der Handel mit dem DAX-Future zeigt. "Ein Überwinden der 200-Tage-Linie könnte weitere Anleger in den Markt ziehen", sagt ein Händler. Gestützt wird die Stimmung weiterhin vom Abebben der Infektionsraten in der Corona-Pandemie und von der damit verbundenen Hoffnung auf eine V-förmige Erholung der Wirtschaft mit Unterstützung von Konjunkturprogrammen und der Geldpolitik. Die weiter zunehmende Risikobereitschaft zeigt sich auch im schwachen Dollar. Der Dollar ist vor allem in Krisenzeiten gefragt, nun ist er auf den tiefsten Stand seit Mitte März gefallen, gemessen am Dollar-Index. Impulse könnten von Einkaufsmanager-Indizes dies- und jenseits des Atlantiks ausgehen, vom ADP-Arbeitsmarktbericht in den USA und von der Fortsetzung der Gespräche im Koalitionsausschuss zum geplanten Konjunkturpaket in Berlin.

Rückblick: Sehr fest - Angeheizt wurde die Stimmung von der Hoffnung auf weitere Konjunkturprogramme und geldpolitsche Stützungsmaßnahmen. Daneben sorgt die zunehmende Normalisierung des Lebens in der weiter abebbenden Corona-Pandemie für Kauflaune. Die EZB könnte am Donnerstag neue Impulse setzen. Zunächst warten die Anleger aber vor allem darauf, wie das Konjunkturpaket aus Berlin ausgestaltet wird. Zu hören war kurz vor Börsenschluss von einem mutmaßlichen Volumen von 80 bis 100 Milliarden Euro. In Erwartung, dass auch eine Abwrackprämie Teil der Beschlüsse sein dürfte, schoss der Stoxx-Automobil-Index um 3,8 Prozent nach oben. Daimler stiegen um 7,7 Prozent, BMW um 5,2 und VW um 5,7 Prozent. Gefragt waren auch die zyklischen Stahlaktien. Outokumpu zogen um 5 Prozent an, Voestalpine um 4,9 Prozent und Arcelor um 4,3 Prozent. Auch Aktien der konjunkurabhängigen Bankenbranche und aus dem Öl- und Gassektor konnten sich überdurchschnittlich stark verbessern. Im DAX legten BASF um 6,7 Prozent zu. BASF ist über die Tochter Wintershall im Öl- und Gasgeschäft tätig, liefert aber auch für die Autoindustrie zu. Am Ende rangierten mit kleinen Subindex-Verlusten die als defensiv geltenden Branchen Nahrungsmittelherstellung und Pharma.

DAX/MDAX/TECDAX

Sehr fest - Der DAX schaffte den Sprung über die 12.000er Marke - erstmals seit dem 5. März. Stärkster DAX-Titel waren die schwer gebeutelten MTU mit einem Plus von 10,2 Prozent. Im MDAX gewannen Airbus sogar 12,2 Prozent. Lufthansa stiegen um 3,4 Prozent, nachdem der Aufsichtsrat dem angebotenen Stabilisierungspaket zugestimmt und damit auch die angekündigten Zusagen an die EU-Kommission akzeptiert hat. Nun steht noch die Zustimmung der Aktionäre aus. Bayer gewannen 5,3 Prozent. Die Aktie könnte in den kommenden Tagen verstärkt in den Fokus rücken. Zum einen gibt es im Fall der Klage des Hausmeisters Lee Johnson im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat einen ersten Termin vor dem Berufungsgericht. Zudem gab es jüngst Berichte, dass es im Juni einen Vergleich mit den Vertretern der Glyphosat-Kläger geben könnte. Im MDAX schossen Aroundtown um 11,4 Prozent nach oben. Das Immobilienunternehmen macht beim kürzlich angekündigten Aktienrückkauf ernst und will bis zum Jahresende bis zu 120 Millionen Aktien zu einem maximalen Volumen von 500 Millionen Euro

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

June 03, 2020 01:29 ET ( 05:29 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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