DAX®13.304,52-0,58%TecDAX®3.093,71-0,72%S&P 500 I3.649,04-0,32%Nasdaq 10012.455,33+1,52%
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Hongkong bleiben die Börsen wegen des Chung Yeung Festivals geschlossen.

MONTAG: In Österreich ruht der Handel wegen des Nationalfeiertags.

+++++ TAGESTHEMA +++++

SAP hat wegen der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Softwarenachfrage den Ausblick für Umsatz und Betriebsgewinn 2020 gesenkt sowie seine mittelfristigen Umsatz- und Gewinnziele für 2023 zurückgenommen und angepasst auf 2025 verschoben. Vor allem die operative Marge wird nicht wie geplant deutlich zulegen. Neben der Pandemie sind vor allem der beschleunigte Wechsel von Kunden in die kurzfristig weniger renditestarke Cloud zulasten des traditionellen Lizenzgeschäfts und dadurch notwendige verstärkte Investitionen Gründe für die angepassten Ziele, so das Unternehmen. Damit wird SAP weitaus stärker von den direkten und indirekten Covid-19-Auswirkungen getroffen als zwischenzeitlich erwartet. In der Folge werde der Umsatz bis 2023 verhaltener wachsen und das Betriebsergebnis stagnieren oder sogar leicht zurückgehen mit der Folge, dass die angepeilte Marge von 34 Prozent wohl um zu bis 500 Basispunkte verfehlt werden könnte. Danach sieht SAP allerdings wieder ein beschleunigtes Wachstum bei den Erlösen und ein zweistelliges Plus beim Betriebsergebnis. SAP hat im dritten Quartal zwar eine überraschend deutlich gestiegene operative Marge erreicht - trotz der zuvor gesenkten Prognosen für 2020 und 2023 -, doch spiegelt dies vor allem Umsatzbelastungen im Lizenz- wie auch Cloudgeschäft wider. Die vielbeachtete Marge kletterte auf Non-IFRS-Basis auf 31,7 bzw währungsbereinigt 31,9 Prozent nach 30,6 Prozent im Vorjahresquartal. Analysten hatten 31,2 Prozent geschätzt. Hintergrund ist ein um 4 Prozent auf 6,535 Milliarden Euro überraschend gesunkener Umsatz, während das operative Ergebnis nur um knapp 1 Prozent auf 2,069 Milliarden Euro abnahm. Das Unternehmen gab folgende Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, operative Marge in Prozent, das Unternehmen bilanziert nach IFRS, berichtet aber auch Non-IFRS, die vorliegenden Prognosen sind auf Basis von Non-IFRS):


BERICHTET PROG PROG PROG
3. QUARTAL 2020 3Q20 ggVj 3Q20 ggVj Zahl 3Q19
Operative Marge 31,7 30,9 25 30,6
Umsatzerlöse 6.535 -4% 6.887 +1% 25 6.809
Cloud- und Softwareerlöse 5.544 -2% 5.795 +3% 25 5.647
Softwarelizenzen 714 -23% 770 -17% 25 932
Softwaresupport 2.845 -2% 2.910 +0,1% 25 2.907
Clouderlöse 1.984 +10% 2.112 +17% 25 1.807
Operatives Ergebnis 2.069 -1% 2.117 +1% 25 2.086
Ergebnis nach Steuern 2.098 +34% 1.532 -2% 25 1.564
Ergebnis je Aktie 1,70 +31% 1,29 -1% 25 1,30


+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

14:00 DE/SAP SE, Analysten-Telefonkonferenz zu Ergebnis 3Q und

gesenkten Mittelfristzielen, Walldorf

11:00 DE/Medios AG, Online-HV

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

- Commerzbank AG, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


-DE
10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex Oktober
PROGNOSE: 92,9
zuvor: 93,4
Lagebeurteilung
PROGNOSE: 89,9
zuvor: 89,2
Geschäftserwartungen
PROGNOSE: 96,0
zuvor: 97,7

-US
13:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) September

15:00 Neubauverkäufe September
PROGNOSE: +1,0% gg Vm
zuvor: +4,8% gg Vm


+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

Keine Auktionen angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell:
INDEX Stand +/- %
DAX-Future 12.448,50 -1,56
S&P-500-Indikation 3.437,75 -0,71
Nasdaq-100-Indikation 11.620,50 -0,47
Nikkei-225 23.494,34 -0,09
Schanghai-Composite 3.242,87 -1,07
+/- Ticks
Bund -Future 175,64 22

Vortag:
INDEX Schluss +/- %
DAX 12.645,75 0,82
DAX-Future 12.646,00 0,58
XDAX 12.657,81 0,56
MDAX 27.279,59 0,33
TecDAX 3.028,89 -0,76
EuroStoxx50 3.198,86 0,87
Stoxx50 2.867,39 0,62
Dow-Jones 28.335,57 -0,10
S&P-500-Index 3.465,39 0,34
Nasdaq-Comp. 11.548,28 0,37
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 175,42 +17


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einer schwachen Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler zum Start in die neue Woche. Der DAX wird am Morgen 1,3 Prozent niedriger erwartet bei etwa 12.480 Punkten. Belastet wird die Stimmung von den immer weiter steigenden Corona-Infektionen sowie von der Warnung des Index-Schwergewichts SAP, die Corona-Krise belaste die Geschäftsentwicklung stärker als erwartet. Impulse könnten am Vormittag vom ifo-Geschäftsklima-Index ausgehen. Erwartet wird ein leichter Rückgang auf 92,9 von 93,4, dabei soll sich besonders die Erwartungskomponente relativ stark abgeschwächt haben. "Der starke Anstieg der Corona-Zahlen bei den wichtigen europäischen Handelspartnern dürfte im ifo noch gar keine Berücksichtigung gefunden haben", so Heino Ruland von Ruland Research. Am Nachmittag werden noch Daten zu den Neubauverkäufen in den USA bekannt gegeben.

Rückblick: Einen positiven Impuls lieferten zunächst gute Unternehmenszahlen. Die Meldungen von weiter steigenden Corona-Infektionszahlen und die "zweite Infektionswelle" drückten auf die Stimmung der Einkaufsmanager. So ist der aggregierte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in der Eurozone im Oktober bereits den dritten Monat in Folge gefallen. Positiv überraschte der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. Der Banken-Sektor legte um 2,8 Prozent zu. Barclays gewannen 7,0 Prozent. Die Bank hat im dritten Quartal doppelt so viel verdient wie erwartet. Nordea Bank (plus 3,6 Prozent) übertraf mit einem hohen Nettogewinn im dritten Quartal ebenfalls die Prognosen. Michelin gewannen 3,7 Prozent, auch der Reifenhersteller hat die Prognose angehoben. Auch die Geschäftszahlen von L'Oreal stießen am Markt auf ein positives Echo. Der Kurs stieg um 1,2 Prozent. Für Air Liquide ging es nach Zahlen um 2,4 Prozent nach oben.

DAX/MDAX/TECDAX

Fester - Daimler (plus 1,0 Prozent) hat im dritten Quartal von der steigenden Autonachfrage nach dem Lockdown sowie Kostensenkungen profitiert und den Gewinn trotz sinkender Umsätze deutlich gesteigert. Zudem wurde der Gewinnausblick für das Gesamtjahr angehoben. Von guten Quartalszahlen des Wettbewerbers Air Liquide profitierte die Aktie von Linde, sie gewann 2,2 Prozent. Airbus legten um 5,5 Prozent zu, stützend wirkten hier Medienberichte, laut denen der Flugzeughersteller die Produktion schneller als bislang erwartet ausweiten könnte. MTU stiegen um 6,7 Prozent und Lufthansa um 5,6 Prozent. Die Geschäftszahlen von Ceconomy lagen laut Marktteilnehmern im Rahmen der Erwartungen. Der Kurs stieg um 3,8 Prozent. Im TecDAX fielen Carl Zeiss Meditec 2,5 Prozent. Die UBS strich die Aktien von der Kaufliste und stufte sie auf "Neutral" ab.

XETRA-NACHBÖRSE

Das nachbörsliche Geschäft verlief sehr ruhig. "Ein typischer Freitag", sagte ein Händler von Lang & Schwarz zu den niedrigen Umsätzen.

USA / WALL STREET

Uneinheitlich - S&P-500 und die Nasdaq-Indizes verbuchten leichte Gewinne, während der Dow-Jones-Index etwas nachgab. Die Investoren hätten vor dem Wochenende zurückhaltend agiert, hieß es. So befanden sich Demokraten und Republikaner weiter in zähen Verhandlungen um ein neues Konjunkturpaket. Zudem gab die global rasant steigende Zahl an Neuinfektionen weiterhin Anlass zur Sorge. Mit der gestiegenen Risikoscheu stießen die US-Anleihen wieder auf Kaufinteresse. Die Rendite zehnjähriger Titel fiel um 2,6 Basispunkte auf 0,84 Prozent. Bei den Einzelwerten ging es für die Intel-Aktie um 10,6 Prozent abwärts. Der Chipkonzern hatte im dritten Quartal mit Umsatz und Gewinn massiv enttäuscht. American Express hat im dritten Quartal weniger verdient als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und die Markterwartungen verfehlt. Für die Aktie ging es um 3,7 Prozent nach unten. Dagegen stiegen Gilead Sciences um 0,2 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Medikament Veklury (Remdesivir) zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen. Für die Curevac-Aktie ging es um 2 Prozent aufwärts. Das Biopharma-Unternehmen hat in seinen präklinischen Studien mit dem Impfstoffkandidaten CVnCoV gegen Covid-19 positive Daten gewonnen. Die Mattel-Aktie erhöhte sich um 9,6 Prozent. Die Drittquartalszahlen hatten die Markterwartungen deutlich übertroffen.

+++++ DEVISENMARKT +++++


DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Fr, 17:32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1836 -0,06% 1,1843 1,1841 +5,5%
EUR/JPY 124,11 +0,09% 124,00 124,06 +1,8%
EUR/CHF 1,0712 -0,05% 1,0718 1,0726 -1,3%
EUR/GBP 0,9087 +0,07% 0,9080 0,9077 +7,4%
USD/JPY 104,88 +0,17% 104,71 104,78 -3,6%
GBP/USD 1,3024 -0,15% 1,3044 1,3043 -1,7%
USD/CNH 6,6744 +0,14% 6,6651 6,6682 -4,2%
Bitcoin
BTC/USD 13.103,51 0,630 13.021,50 12.948,25 +81,7%


(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 26, 2020 02:32 ET ( 06:32 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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