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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 9 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ TAGESTHEMA +++++

Intel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz verbucht. Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab Intel jedoch nicht. Der Chipgigant versucht gerade, mit einem neuen Vorstandsvorsitzenden den Wettbewerbsdruck abzuwehren und seine technologische Führungsposition wiederzuerlangen. Intel verbuchte 2020 einen Umsatz von 77,9 (Vorjahr: 72) Milliarden Dollar. Die Markterwartung hatte bei 75,4 Milliarden gelegen. Intel selbst hatte zuvor angekündigt, die eigenen Erlösziele im vergangenen Jahr übertroffen zu haben. Zwar profitierte Intel vom coronabedingten Boom bei der PC-Nachfrage und dem Trend zur Heimarbeit, gleichwohl entfiel ein Großteil der Nachfrage auf eher günstige Laptops, die nicht sehr profitabel sind. Netto verdiente Intel mit 20,9 (Vj. 21,1) Milliarden Dollar weniger als vor Jahresfrist. Für das vierte Quartal verbuchte der Chipproduzent ein Nettoergebnis von 5,86 (6,91) Milliarden Dollar. Auf bereinigter Basis verdiente Intel mit 1,52 Dollar pro Aktie soviel wie ein Jahr zuvor. Die Erlöse sanken auf 19,98 (20,21) Milliarden Dollar. Analysten hatten im Konsens mit einem bereinigten Ergebnis ja Aktie von 1,11 Dollar und Umsätzen von 17,53 Milliarden Dollar gerechnet. Für das erste Quartal 2021 peilt Intel Umsätze von 18,6 Milliarden Dollar an. Dies wäre weniger als vor einem Jahr, aber mehr als die Markterwartung von 16,1 Milliarden Dollar.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- US
15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit
Januar (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 53,5
zuvor: 54,8

15:45 US/Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Markit
Januar (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 57,0
zuvor: 57,1

16:00 Verkauf bestehender Häuser Dezember
PROGNOSE: -2,0% gg Vm
zuvor: -2,5% gg Vm

17:00 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen
Energy Information Administration (EIA)


+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++


INDEX Stand +/- %
S&P-500-Indikation 3.840,25 -0,34%
Nasdaq-100-Indikation 13.363,00 -0,35%
Nikkei-225 28.631,45 -0,44%
Hang-Seng-Index 29.520,85 -1,36%
Kospi 3.140,63 -0,64%
Shanghai-Composite 3.605,22 -0,44%
S&P/ASX 200 6.800,40 -0,34%


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Etwas leichter - Die oft vor Wochenenden zu beobachtende Vorsicht vieler Anleger drückt ebenso wie wie Gewinnmitnahmen. Dass der neue US-Präsident Joe Biden mittels einiger Verordnungen umstrittene Maßnahmen seines Vorgängers Donald Trump bereits aufgehoben hat, stützt zunächst nicht mehr, nachdem die Finanzmärkte zuletzt bereits stark die Erwartung eines weiteren großen Stimuluspakets gespielt hatten. Händler in Tokio sprechen auch von Zurückhaltung vor der in der kommenden Woche startenden Berichtssaison. In Hongkong berichtet KGI Securities, dass der Netto-Liquiditätszufluss aus Festlandchina, der zuletzt eine maßgebliche Stütze gewesen sei, am Donnerstag nachgelassen habe. Kurzfristig dürfte das das Momentum begrenzen. Fortescue Metals gaben in Sydney um 2,2 Prozent nach. Der Eisenerzförderer hatte einen Rückgang des Nettogewinns im laufenden Fiskaljahr angekündigt. Auch die Kurse der beiden Rohstoffschwergewichte BHP und Rio Tinto gaben deutlicher nach.

US-NACHBÖRSE

Kräftig abwärts ging es mit den Aktienschwergewichten Intel und IBM, nachdem beide Unternehmen ihre Quartalsberichte vorgelegt hatten. Intel sackten auf Nasdaq.com um 4,7 Prozent ab, für IBM ging es sogar um 7,3 Prozent nach unten. Seagate gaben um 4,5 Prozent nach, obwohl der Festplattenspezialist gewinn- und umsatzseitig die Erwartungen in seinem ersten Quartal übertraf. Auch die Aktie des Rivalen Western Digital wurde verkauft. Sie verlor 2,8 Prozent. Der Kurs des Eisenbahnbetreibers CSX bewegte sich unter dem Strich kaum. CSX hatte Viertquartalsergebnisse vorgelegt, die dank schnellerer Kostensenkungen als Umsatzrückgänge einen Tick besser als gedacht ausgefallen waren. Für Intuitive Surgical ging es nach besser als erwartet ausgefallenen Umsätzen und Gewinnen um 1,1 Prozent nach unten. Für leichte Enttäuschung sorgten hier wegen der Pandemie geringer als erhofft ausgefallene Installationen von Chirurgiesystemen.

WALL STREET


INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 31.176,01 -0,04 -12,37 1,86
S&P-500 3.853,07 0,03 1,22 2,58
Nasdaq-Comp. 13.530,92 0,55 73,67 4,99
Nasdaq-100 13.404,99 0,82 108,54 4,01
Vortag
Umsatz NYSE (Aktien) 886 Mio 992 Mio
Gewinner 1.226 2.006
Verlierer 1.928 1.145
unverändert 84 95


Uneinheitlich - Nach neuen Bestmarken ging im Verlauf etwas die Luft aus. Mit Blick auf das erwartete US-Konjunkturpaket sei schon sehr vieles eingepreist und der neue US-Präsident Joe Biden müsse nun die hohen Erwartungen erfüllen, hieß es. Zudem deute sein angekündigter Kampf gegen die Corona-Pandemie daraufhin, dass mehr Restriktionen drohten, die die Wirtschaft zunächst belasten dürften. Durch die Bank positive Konjunkturdaten stützten die Stimmung etwas. Das Hauptaugenmerk lag auf der Berichtsperiode: Während Alcoa um 12,4 Prozent einbrachen, verloren United Airlines 5,7 Prozent. Alcoa hatte zwar besser abgeschnitten als erwartet, das Unternehmen warnte aber, dass sich die Ertragslage wieder verschlechtern könne. United Airlines fuhr einen Milliardenverlust ein und rechnet mit einer weiterhin schwachen Nachfrage. Ford schnellten um 6,2 Prozent empor. Der Autobauer hat erhebliche Gelder für die Tochter eingeworben, die sich mit dem autonomen Fahren befasst. Paccar sprangen um 10,5 Prozent nach oben. Auch der Nutzfahrzeughersteller verstärkte seine Ambitionen im Bereich Autonomes Fahren.

US-ANLEIHEN


US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,12 -2,0 0,14 -108,1
5 Jahre 0,44 0,2 0,44 -148,2
7 Jahre 0,77 0,8 0,76 -147,7
10 Jahre 1,10 1,5 1,08 -134,9
30 Jahre 1,86 3,3 1,83 -120,3


Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 1,7 Basispunkte auf 1,10 Prozent. Das erwartete Konjunkturprogramm des neuen US-Präsidenten verbessere zwar die Konjunkturaussichten, doch dürfte das einhergehen mit höheren Schulden, so die Begründung am Markt. Die Experten der Bank of America sehen die Zehnjahresrendite in diesem Jahr noch bei 1,5 Prozent.

DEVISEN


zuletzt +/- % 00:00 Do, 8:40 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2162 -0,1% 1,2169 1,2132 -0,4%
EUR/JPY 126,08 +0,1% 125,94 125,54 -0,0%
EUR/GBP 0,8891 +0,4% 0,8860 0,8854 -0,5%
GBP/USD 1,3680 -0,4% 1,3733 1,3703 +0,0%
USD/JPY 103,66 +0,1% 103,51 103,48 +0,4%
USD/KRW 1103,43 +0,3% 1100,00 1099,77 +1,6%
USD/CNY 6,4715 +0,1% 6,4620 6,4626 -0,9%
USD/CNH 6,4777 +0,2% 6,4646 6,4621 -0,4%
USD/HKD 7,7519 +0,0% 7,7517 7,7517 -0,0%
AUD/USD 0,7733 -0,4% 0,7762 0,7760 +0,4%
NZD/USD 0,7184 -0,5% 0,7217 0,7199 -0,0%
Bitcoin
BTC/USD 31.779,25 +3,0% 30.861,50 34.865,75 +9,4%


Der Dollar gab nach, der Dollar-Index reduzierte sich um 0,3 Prozent. Viele Analysten gehen davon aus, dass der Greenback den Abwärtstrend fortsetzen werde. Die Aussicht auf ein umfangreiches Konjunkturpaket durch die neue US-Regierung dürfte die Konjunktur befeuern und damit den Dollar als sicheren Hafen unattraktiver machen. Der Euro reagierte zunächst kaum auf die Zinsentscheidung der EZB. Diese hatte wie erwartet die Leitzinsen bestätigt und wird alle zuletzt verkündeten Maßnahmen fortsetzen. Auch die Pressekonferenz zeigte zunächst wenig Einfluss. Im späten Geschäft zog der Euro dann aber mit der Dollarschwäche auf 1,2168 Dollar an nach einem Tagestief am Morgen bei 1,21 an.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,43 53,13 -1,3% -0,70 +7,8%
Brent/ICE 55,41 56,10 -1,2% -0,69 +7,1%


Die Preise würden derzeit von der US-Politik bestimmt. Hier herrsche Unsicherheit, was Biden in Sachen Konjunkturpaket einerseits und Klimaschutz andererseits umsetze, hieß es. WTI fiel um 0,3 Prozent auf 53,13 Dollar. IM asiatisch geprägten Geschäft am Freitag geben die Preise stärker nach. Laut Marktkenner Stephen Innes von Axi sorgen sich die Akteure um negative Folgen für die Ölnachfrage angesichts bevorstehender Mobilitätsbeschränkungen in China zu den dortigen bevorstehenden Neujahrsfeierlichkeiten wegen der weiter schwelenden Covid-19-Pandemie.

METALLE


zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.862,62 1.869,60 -0,4% -6,99 -1,9%
Silber (Spot) 25,55 25,98 -1,6% -0,43 -3,2%
Platin (Spot) 1.112,15 1.129,83 -1,6% -17,68 +3,9%
Kupfer-Future 3,62 3,65 -0,8% -0,03 +3,0%


(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 22, 2021 02:06 ET ( 07:06 GMT)

Der Preis für die Feinunze Gold stagnierte bei 1.871, schloss damit aber erholt von den Tagestiefs. Der schwache Dollar habe dabei geholfen. Nach dem Zweiwochenhoch des Vortages sprachen Händler von einer steigenden Bereitschaft für Gewinnmitnahmen.

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR +++++

CORONA-PANDEMIE

Reisende in die USA müssen sich wegen der Corona-Pandemie künftig nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben. Das kündigte der neue US-Präsident Joe Biden am Donnerstag an.

GELDPOLITIK USA

Alle zwölf Regionenchefs der US-Notenbank Fed können weitermachen. Wie die Federal Reserve mitteilte, wurden sie samt ihrer Stellvertreter für fünfjährige Amtszeiten neu nominiert.

KONJUNKTUR JAPAN

Die Kernverbraucherpreise in Japan sind im Dezember im Jahresvergleich um 1,0 Prozent gesunken. Die Prognose hatte auf -1,1 Prozent gelautet.

KONJUNKTUR MALAYSIA

Die Verbraucherpreise in Malaysia sind im Dezember im Jahresvergleich um 1,4 Prozent gesunken, weniger als mit 1,6 Prozent prognostiziert.

KONJUNKTUR NEUSEELAND

Die Verbraucherpreise in Neuseeland sind im vierten Quartal im Jahresvergleich um 1,4 Prozent gestiegen, exakt wie prognostiziert.

OLYMPIA 2021

Die japanische Regierung hat einen Pressebericht zurückgewiesen, wonach die im Sommer in Tokio geplante Olympiade abgesagt werden soll. Die Times of London hatte mit Verweis auf Regierungsquellen geschrieben, die Spiele müssten wegen der Pandemie ausfallen, und Japan wolle sich stattdessen um die Austragung im Jahr 2032 bewerben.

USA/RUSSLAND

Die US-Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden strebt in den Verhandlungen mit Russland über den in Kürze auslaufenden Abrüstungsvertrag New Start eine Verlängerung um fünf Jahre an.

AMAZON

Die Mikroblogging-Plattform Parler ist mit einem ersten Versuch gescheitert, den Webhoster Amazon zur Wiederaufnahme seiner Arbeit für die Twitter-Alternative zu zwingen.

FORD

muss seinen Pensionsfonds mit einem Milliardenbetrag aufpeppen. Das wird den Vorsteuergewinn im vierten Quartal um 1,5 Milliarden Dollar mindern, das Nettoergebnis um 1,2 Milliarden. Das bereinigte EBIT und der bereinigte Gewinn je Aktie sind nicht betroffen.

GLOBALWAFERS/SILTRONIC

Globalwafers hat sein Angebot für den deutschen Konkurrenten Siltronic aufgestockt. Der taiwanische Konzern bietet für alle ausstehenden Stammaktien nun 140 Euro pro Stück satt der ursprünglich angebotenen 125 Euro.

IBM

Im vierten Quartal sank der Umsatz stärker als von Analysten erwartet, während IBM gewinnseitig besser abschnitt. Der Konzern, der seine Finanzausblicke vergangenes Jahr wegen der coronabedingten Unsicherheiten ausgesetzt hatte, will dieses Jahr einen bereinigten Cashflow von 11 bis 12 Milliarden Dollar erreichen. 2022 soll er auf 12 bis 13 Milliarden Dollar steigen. Die Umsätze fielen in jedem Quartal des Jahres. Im vierten gingen sie um 6,5 Prozent auf 20,4 Milliarden Dollar zurück. Der Gewinn sank auf 1,36 von 3,67 Milliarden Dollar, auch wegen einer Sonderbelastung von rund 2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie fiel besser als erwartet aus.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/gos

END) Dow Jones Newswires

January 22, 2021 02:06 ET ( 07:06 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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Volkswagen Vz. 173,02 +1,13%
Fresenius SE 35,44 +0,62%
Daimler 66,25 +0,49%
Deutsche Telekom 15,03 +0,40%
Flops
HeidelbergCement 65,48 -2,70%
Bayer AG 50,12 -2,85%
Covestro AG 59,96 -3,01%
Beiersdorf 81,90 -3,15%
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