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MORNING BRIEFING - USA/Asien

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ TAGESTHEMA +++++

Bei den chinesischen Dienstleistern hat sich die Geschäftsaktivität im Mai stark verbessert. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) erhöhte sich auf 55,0 (April: 44,4) Punkte und schaffte den Sprung deutlich zurück in den Wachstumsbereich über 50. Der Index basiert auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind. Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Mai auf 53,6 (Vormonat: 53,2) Punkte gestiegen. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- US
14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Mai
Beschäftigung privater Sektor
PROGNOSE: -8.750.000 Stellen
zuvor: -20.236.000 Stellen

15:45 Einkaufsmanagerindex Service Markit Mai (
2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 37,5
1. Veröff.: 36,9
zuvor: 26,7

16:00 Auftragseingang Industrie April
PROGNOSE: -12,5% gg Vm
zuvor: -10,3% gg Vm

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Mai
PROGNOSE: 44,0 Punkte
zuvor: 41,8 Punkte


+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++


INDEX Stand +/- %
S&P-500-Indikation 3.092,75 +0,37%
Nasdaq-100-Indikation 9.684,00 +0,24%
Nikkei-225 22.613,76 +1,29%
Hang-Seng-Index 24.296,60 +1,25%
Kospi 2.146,49 +2,84%
Schanghai-Composite 2.928,13 +0,23%
S&P/ASX 200 5.941,60 +1,83%


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die Unruhen in den USA würden völlig ausgeblendet, heißt es. Volkswirte warnen vor den Folgen der Proteste für das ohnehin schwache Konsumklima in den USA. Anleger setzten aber offensichtlich auf eine schnelle Konjunkturerholung - befeuert durch die Stimuli von Notenbanken und Regierungen, zumal global die Stillstände wegen der Coronaviruspandemie immer stärker überwunden werden. Dazu passen positive Wirtschaftsdaten aus China. Nach zuletzt eher durchwachsenen Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe überzeugt der Dienstleistungssektor. In Australien sind derweil die BIP-Daten im ersten Quartal im Rahmen der Erwartung ausgefallen. Die Aktienkurse im chinesischen Kernland steuern auf den fünften Tagesaufschlag in Folge zu. Händler warnen daher kurzfristig vor Gewinnmitnahmen, denn der Markt sei den tatsächlichen ökonomischen Gegebenheiten enteilt. In Hongkong stützt die Nachricht, wonach China weiterhin Sojabohnen in den USA kaufe. Das mildert Sorgen vor einem neuen Handelskrieg mit den USA wegen Chinas politischem Griff nach Hongkong. In Tokio hoffen Anleger auf weitere Wirtschaftsstimuli durch die japanische Regierung. Gesucht sind hier vor allem Finanzwerte. Der Nikkei-225 steigt auch dank der Yen-Schwäche. Der US-Dollar legt auf Tagessicht deutlich zu. Auch in Südkorea setzen Anleger auf eine baldige Konjunkturerholung. Im Tagesverlauf legt die Regierung den dritten Nachtragshaushalt vor, den größten der Geschichte des Landes. Aktien aus dem Werftensegment setzen ihre Rally fort, nachdem Katar Petroleum einen Großauftrag an drei Werften des Landes vergeben hat. Samsung Heavy Industries und Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering legen um über 4 Prozent zu. In Australien werden die BIP-Daten positiv aufgenommen, obwohl das Wachstum auf Jahressicht das schwächste seit 2009 darstellt.

US-NACHBÖRSE

Zoom profitierte von der erheblich höheren Nachfrage nach Videokonferenzen in der Coronakrise. Nach einem kräftigen Anstieg im ersten Quartal erhöhte die Zoom Video Communications ihren Umsatzausblick für das laufende Jahr. Allerdings hat die starke Verwendung der Zoom-Dienste auch Sicherheitsmängel offengelegt. Nach einem deutlichen Kursanstieg setzten dann Gewinnmitnahmen ein, letztlich büßte das Papier 1,7 Prozent ein. Ambarella gaben um 3,7 Prozent nach. Der Halbleiterkonzern kehrte zwar auf bereinigter Basis in die Gewinnzone zurück, warnte aber vor Zweitquartalsumsätzen unter Erwartungen. Lyft kletterten dagegen um 4,7 Prozent. Der Fahrdienstleister hatte mitgeteilt, dass die Aktivitäten im Zuge der Lockerungen der Coronarestriktionen wieder deutlich angezogen hätten. Microchip Technology schossen gar um 7,4 Prozent empor. Der Halbleiterproduzent erhöhte dank Verbesserungen in der Lieferkette den Ausblick. Cheesecake schnellten um ebenfalls 7,4 Prozent nach oben. Der Restaurantbetreiber überraschte mit steigenden Umsätzen bei den bereits geöffneten Niederlassungen. Diese hätten bereits fast das Vorkrisenniveau erreicht, hieß es.

WALL STREET


INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.742,65 1,05 267,63 -9,80
S&P-500 3.080,82 0,82 25,09 -4,64
Nasdaq-Comp. 9.608,38 0,59 56,33 7,09
Nasdaq-100 9.657,31 0,61 58,42 10,58

Vortag
Umsatz NYSE (Aktien) 1.004 Mio 904 Mio
Gewinner 2.175 2.237
Verlierer 767 739
Unverändert 87 53

Etwas fester - Dow & Co bewegten sich in einem Umfeld festerer internationaler Vorgaben. Die anhaltenden Massenproteste in den USA sorgten gleichwohl für etwas Verunsicherung und dafür, dass die Zugewinne im Rahmen blieben. Tendenziell bremsend wirkten auch die Verstimmungen zwischen den USA und China, zuletzt angeheizt durch das sogenannte Sicherheitsgesetz Pekings für Hongkong. Für etwas Ernüchterung sorgte ein Bericht des Kongress-Haushaltsauschusses, wonach das US-BIP in der Dekade 2020 bis 2030 rund 3 Prozent niedriger ausfallen wird als im Januar noch vorhergesagt, bevor die Pandemie die USA erreicht hatte. Unter den Einzelwerten ging es für Dick's Sporting Goods um 3,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen erwartet, die bisher noch geschlossenen Standorte in diesem und kommenden Quartal wieder zu eröffnen. Der Sportartikel-Händler hatte zuvor einen Quartalsverlust, begleitet von niedrigeren Umsätzen mitgeteilt.

US-ANLEIHEN


Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,18 2,4 0,15 -102,6
5 Jahre 0,32 1,4 0,31 -160,2
7 Jahre 0,51 1,8 0,49 -173,5
10 Jahre 0,68 2,0 0,66 -176,7
30 Jahre 1,48 2,5 1,45 -158,9

Am US-Anleihemarkt ging die Nachfrage nach Staatsanleihen als vermeintlich sicherer Hafen etwas zurück. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg mit sinkenden Notierungen um 2,0 Basispunkte auf 0,68 Prozent.

DEVISEN


DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:55 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1212 +0,4% 1,1171 1,1126 -0,0%
EUR/JPY 121,87 +0,4% 121,37 119,93 -0,0%
EUR/GBP 0,8903 +0,0% 0,8901 0,8893 +5,2%
GBP/USD 1,2594 +0,4% 1,2549 1,2511 -5,0%
USD/JPY 108,68 +0,0% 108,65 107,79 -0,0%
USD/KRW 1216,13 -0,3% 1220,16 1225,65 +5,3%
USD/CNY 7,1087 +0,1% 7,1014 7,1166 +2,1%
USD/CNH 7,1132 +0,1% 7,1071 7,1259 +2,1%
USD/HKD 7,7505 -0,0% 7,7507 7,7511 -0,5%
AUD/USD 0,6942 +0,8% 0,6888 0,6799 -0,9%
NZD/USD 0,6416 +0,8% 0,6368 0,6267 -4,7%
Bitcoin
BTC/USD 9.503,26 -0,2% 9.520,76 10.122,51 +31,8%


Der Dollar war als sicherer Währungshafen angesichts der aufgehellten Stimmung an den Märkten weiter nicht gesucht. Der Dollar-Index gab 0,1 Prozent nach. Der Euro notierte bei 1,1164 Dollar. Das war der höchste Stand seit Mitte März. Für Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank werfen die Unruhen in den USA die Frage auf, ob das Wirtschaftsmodell der USA nachhaltig ist, oder ob sich so viel Ungleichheit aufgestaut habe, dass es so nicht weiter funktioniere.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 37,85 36,81 +2,8% 1,04 -35,7%
Brent/ICE 40,33 39,57 +1,9% 0,76 -36,0%


Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 4,0 Prozent auf 36,86 Dollar in den Bereich eines 12-Wochenhochs. Auch die europäische Referenzsorte Brent legte um 3,4 Prozent zu auf 39,63 Dollar. Hier spielte laut Marktexperten die Spekulation eine stützende Rolle, dass die Ölförderstaaten ihre Kürzungen beibehalten könnten, die eigentlich Ende Juni auslaufen. Einem Reuters-Bericht zufolge sollen die Opec-Staaten, Russland und weitere Förderer der sogenannten Opec+ geringere Förderungen auch im Juli und August erwägen. Dazu wolle die Opec+ am Donnerstag tagen. Im ganz späten Geschäft und im asiatisch dominierten Handel am Mittwoch steigen die Preise weiter, Brent auf über 40 Dollar je Barrel. Stützend wirken unter anderem Öldaten des US-Branchenverbands API. Sie zeigten einen leichten Rückgang der Vorräte in der vergangenen Woche.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

June 03, 2020 02:43 ET ( 06:43 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.528,18 -0,64%
PKT -80,28
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
WIRECARD 3,23 +4,08%
HEID. CEMENT 48,11 +1,09%
DT. WOHNEN 40,82 +0,64%
VONOVIA 54,80 +0,44%
E.ON 10,29 +0,39%
Flops
FRESENIUS 45,32 -1,37%
FMC 77,80 -1,49%
CONTINENTAL 86,36 -1,60%
Henkel VZ 83,34 -1,72%
BEIERSDORF 101,90 -1,92%
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