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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa




+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Stahlhändler Klöckner & Co hat seine Prognose für das laufende Jahr erneut gesenkt. Bei den Stahlpreisen in den USA geht das Unternehmen nun von einem schwächeren Marktumfeld und einer erneut negativen Preisentwicklung aus. Vor diesem Hintergrund dürfte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) vor wesentlichen Sondereffekten im Gesamtjahr 120 bis 130 Millionen Euro erreichen, teilte das Unternehmen mit. Zuletzt hatte Klöckner eine Fortsetzung der Preiserholung in Aussicht gestellt und ein EBITDA in der Spanne von 140 bis 160 Millionen Euro.

Im dritten Quartal habe das bereinigte EBITDA nach vorläufigen Berechnungen 26 Millionen Euro erreicht. Dies liegt im Rahmen, aber am unteren Ende der Prognosespanne von 25 bis 35 Millionen Euro.

Im April und im Juli hatte das Unternehmen den Jahresausblick angesichts einer rückläufige Nachfrage bzw. einer sich "weiter eintrübenden Aussichten für die allgemeine Wirtschaftslage" bereits zweimal zurückgenommen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

11:55 US/Unitedhealth Group Inc, Ergebnis 3Q, Minneapolis

12:40 US/Johnson & Johnson, Ergebnis 3Q, New Brunswick

12:45 US/JP Morgan Chase & Co, Ergebnis 3Q, New York

13:30 US/Goldman Sachs Group Inc, Ergebnis 3Q, New York

14:00 US/Citigroup Inc, Ergebnis 3Q, New York

14:00 US/Wells Fargo & Co, Ergebnis 3Q, San Francisco

19:00 AT/Telekom Austria AG, Ergebnis 3Q, Wien

22:15 US/United Airlines Holdings Inc, Ergebnis 3Q, Chicago

23:30 GB/Rio Tinto plc, Operation Report 3Q, London

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

- Fresenius Medical Care AG & Co KGaA (FMC), Ergebnis 3Q

- Fresenius SE & Co KGaA, Ergebnis 3Q

- Edag Engineering Group AG, Ergebnis 9 Monate

- Elmos Semiconductor AG, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


-GB
10:30 Arbeitsmarktdaten September
Arbeitslosengeldbezieher
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +28.200 Personen
Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO)
PROGNOSE: 3,8%
zuvor: 3,8%

-DE
11:00 ZEW-Index Konjunkturerwartungen Oktober
PROGNOSE: -27,0 Punkte
zuvor: -22,5 Punkte
Konjunkturlage
PROGNOSE: -28,0 Punkte
zuvor: -19,9 Punkte

-US
14:30 Empire State Manufacturing Index Oktober
PROGNOSE: 0,8
zuvor: 2,0


+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++


11:30 DE/Auktion 0,00-prozentiger Schatzanweisungen mit Laufzeit
September 2021 im Volumen von 4,0 Mrd EUR


+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell:
INDEX Stand +/- %
DAX-Future 12.490,50 0,17
S&P-500-Future 2.969,80 0,15
Nikkei-225 22.188,00 1,79
Schanghai-Composite 2.991,90 -0,53
+/- Ticks
Bund -Future 172,64 9

Vortag:
INDEX Vortagesschluss +/- %
DAX 12.486,56 -0,20
DAX-Future 12.469,50 0,02
XDAX 12.481,09 0,00
MDAX 25.638,47 0,04
TecDAX 2.803,98 0,06
EuroStoxx50 3.556,26 -0,38
Stoxx50 3.212,85 -0,51
Dow-Jones 26.787,36 -0,11
S&P-500-Index 2.966,15 -0,14
Nasdaq-Comp. 8.048,65 -0,10
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 172,55 +11


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

AUSBLICK: Der deutsche Aktienmarkt wird am Dienstag zunächst mit einer kaum veränderten Handelseröffnung erwartet. IG stellt den Index am Morgen 12 Punkte höher bei 12.498 Punkten. Die nächsten Impulse für den Aktienmarkt werden von der langsam startenden Berichtssaison erwartet. Hier gibt es am Morgen bereits mit einer Gewinnwarnung von Klöckner und einem überzeugenden Ausblick von Hellofresh unterschiedliche Signale. Dies dürfte sich auch über die kommenden Wochen so weiter fortsetzen. In den USA starten die Banken in die Berichtssaison, mit Goldman Sachs, Wells Fargo, Citigroup und JP Morgan legen gleich vier Schwergewichte ihre Zahlen vor. Des weiteren blick der Markt auf Schlagzeilen von den Brexit-Gespächen, am Donnerstag beginnt dann der EU-Gipfel. Die türkische Börse und auch die Währung sollten darunter leiden, dass die USA die Beendigung von Handelsgesprächen mit Ankara und Strafzölle auf Stahl aus der Türkei angekündigt haben. "Sollte die türkische Militäroffensive in Nordsyrien anhalten, dürften weitere Sanktionen gegen die Türkei folgen", erwartet ein Marktteilnehmer.

RÜCKBLICK: Etwas leichter - Nach dem Kurssprung zum Wochenausklang gaben die europäischen Aktienmärkte einen Teil der Gewinne wieder ab. Die Hoffnung auf einen kleinen Deal im US-chinesischen Handelsstreit, welche die Kaufrally in der Vorwoche ausgelöst hatte, blieb zum Teil unerfüllt. Die Zeichen stehen zwar auf Entspannung, allerdings haben beide Länder unterschiedliche Einschätzungen zum Stand der Dinge. Zudem besteht Peking laut einem Medienbericht auf weiteren Gesprächen mit den USA, bevor es ein solches Abkommen unterzeichnen will. Daneben steht die Brexit-Entwicklung weiter im Blick. Jedoch halten Marktteilnehmer einen harten Brexit Ende Oktober nach der jüngsten Annäherung für sehr unwahrscheinlich. In Europa führten die Aktien der Rohstoff-Konzerne den Abschwung an. Der Sektor verlor 2,5 Prozent. Auch andere zyklische Sektoren, die am Freitag noch gekauft wurden, gaben nun wieder nach. So verloren die Technologie-Werte 0,8 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas leichter - Die Aktien der Deutschen Börse waren mit einem Plus von 1,4 Prozent DAX-Tagesgewinner. Das Unternehmen habe in der Vergangenheit bewiesen, dass das Geschäftsmodell auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten stabile Erträge erwirtschaftet, hieß es. Mit 144,10 Euro markierte die Aktie sogar ein Allzeithoch. Die Lufthansa-Aktie gewann 0,3 Prozent, obwohl die Gewerkschaft UFO am Sonntagvormittag in Frankfurt und München von 6 bis 11 Uhr streiken will. "Es handelt sich allenfalls um ein Säbelrasseln von UFO", so ein Marktteilnehmer. Nach der Gewinnwarnung am Freitag verlor die Aktie von Hugo Boss weitere 3 Prozent. Cancom übernimmt die britische Novosco. Die Aktie schloss unverändert. Die Papiere von Indus rutschten nach einer Gewinnwarnung um 8,2 Prozent ab.

XETRA-NACHBÖRSE

Eine neuerliche Gewinnwarnung hat den Kurs von Klöckner & Co (KlöCo) im nachbörslichen Handel am Montag um 6,4 Prozent gedrückt. Hellofresh wurden dagegen 5,2 Prozent höher getaxt, nachdem der Anbieter von Kochboxen seine Jahresprognosen erhöht hatte.

USA / WALL STREET

Knapp behauptet - Nachdem die Anzeichen für eine Annäherung im US-chinesischen Handelsstreit die Wall Street am Freitag noch kräftig nach oben getrieben hatten, machte sich zum Wochenstart wieder eine verstärkte Skepsis breit. Die Einschätzungen der beiden Länder über den aktuellen Stand der Dinge gehen auseinander. Während US-Präsident Donald Trump von einer teilweisen Einigung sprach, vermeldete Peking lediglich Fortschritte in den Gesprächen. Wichtige US-Daten standen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda. Auch Unternehmensnachrichten waren rar. Harley Davidson knickten nur kurz ein nach einem Bericht, wonach das Unternehmen die Herstellung eines neuen Elektromotorrads gestoppt hat. Zum Handelsschluss notierten die Titel 0,3 Prozent höher. Nike gewannen 1,1 Prozent, nachdem sie von Bank of America-Merrill Lynch auf "Neutral" von "Underperform" hochgestuft worden waren. Für Tapestry ging es um 2,8 Prozent nach unten. Die Analysten von UBS hatten die Aktie des Modekonzerns auf "Neutral" von "Buy" abgestuft.

Am US-Anleihemarkt fand am Montag wegen des Feiertags Columbus Day kein Handel statt.

+++++ DEVISENMARKT +++++


DEVISEN zuletzt +/- % 0,00 Uhr Mo, 17:15 Uhr
EUR/USD 1,1032 +0,1% 1,1025 1,1020
EUR/JPY 119,55 +0,0% 120,87 119,50
EUR/CHF 1,0995 -0,0% 1,1025 1,0986
EUR/GBR 0,8743 +0,2% 0,8975 0,8754
USD/JPY 108,36 -0,0% 107,74 108,44
GBP/USD 1,2618 -0,1% 1,2500 1,2587
USD/CNH 7,0739 +0,1% 7,0691 7,0694
Bitcoin
BTC/USD 8.302,25 -0,07 8.578,75 8.274,50


Am Morgen zeigen sich die Devisenmärkte noch abwartend. Das Euro-Dollar-Paar bewegt sich weiterhin knapp über 1,10. Die Lira zeigt sich am Morgen trotz der US-Sanktionen gegen die Türkei leicht befestigt, hatte aber an den vergangenen Tagen bereits deutlich nachgegeben.

Der Rückenwind für den Euro nach den Fortschritten im Handelsstreit zwischen den USA und China flaute schon wieder ab. Den kräftigen Euro-Gewinnen aus der Vorwoche, verursacht von Optimismus mit Blick auf die Handelsgespräche, dürfte nach Meinung der ING nicht mehr viel folgen. Die anfängliche Zuversicht ebbe bereits wieder ab, weil der "Mini-Deal" keine dauerhafte Lösung in dem Konflikt bedeute. Deswegen dürfte der erste positive Impuls nicht genug sein, den Dollar zu belasten oder eine große Erholung zyklischer Währungen auszulösen.

Beim Pfund drückten derweil auch Zweifel darüber, dass noch eine Vereinbarung für einen geregelten Brexit gefunden werden kann, nachdem in der Vorwoche vorübergehend neue Zuversicht aufgekommen war nach optimistisch klingenden Kommentaren aus den Verhandlungskreisen. Das Pfund notierte bei rund 1,2560 Dollar, nach Ständen von knapp über 1,27 Dollar am Freitag.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,23 53,59 -0,7% -0,36 +10,4%
Brent/ICE 58,89 59,35 -0,8% -0,46 +6,2%


(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 15, 2019 01:30 ET ( 05:30 GMT)

Die Ölpreise gaben mit der wieder gestiegenen Skepsis in Bezug auf die jüngsten Vereinbarungen zwischen Washington und Peking kräftig nach und büßten damit ihre Gewinne vom Freitag vollständig ein. Die Hoffnung auf eine Entspannung und damit eine steigende Nachfrage hatte die Preise zum Wochenausklang nach oben getrieben. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 2,0 Prozent auf 53,59 Dollar, Brent gab um 2,2 Prozent auf 59,17 Dollar nach.

METALLE


METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.494,28 1.492,80 +0,1% +1,48 +16,5%
Silber (Spot) 17,70 17,67 +0,2% +0,03 +14,2%
Platin (Spot) 893,69 893,00 +0,1% +0,69 +12,2%
Kupfer-Future 2,63 2,63 -0,1% -0,00 -0,6%


Der Goldpreis holte seine Verluste vom Wochenausklang teilweise wieder auf, denn die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Gold legte mit der steigenden Skepsis etwas zu. Auch die Aussicht auf Anleihekäufe der US-Notenbank stützte, denn diese würden die Marktzinsen drücken, womit das zinslos gehaltene Gold von dieser Seite weniger Konkurrenz bekäme. Die Feinunze verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1.493 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

USA - TÜRKEI

Die USA haben wegen der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien Sanktionen gegen die Regierung in Ankara verhängt. Das US-Finanzministerium setzte am Montag den türkischen Verteidigungsminister, den Energieminister, ihre beiden Ministerien als Ganzes sowie den Innenminister auf eine schwarze Liste. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem die Beendigung von Handelsgesprächen mit Ankara und Strafzölle auf Stahl aus der Türkei an. Trump drohte erneut, er sei bereit, "die Wirtschaft der Türkei umgehend zu zerstören, wenn die türkische Führung ihren gefährlichen und zerstörerischen Weg fortsetzt".

CHINA INFLATION

Chinas Verbraucherpreise sind im September wegen rasanter Preissteigerungen von Schweinefleisch etwas stärker gestiegen als erwartet. Wie Chinas Nationale Statistikbehörde berichtete, lag der Verbraucherpreisindex vergangenen Monat um 3 Prozent höher als im Vorjahr. Die Teuerung zeigte damit den höchsten Wert seit knapp sechs Jahren. Ökonomen hatten im Konsens mit einem Plus von 2,9 Prozent gerechnet.

UNIPER

droht nach der Mehrheit durch den finnischen Versorger Fortum keine Zerschlagung. "Wir haben nicht vor, Unternehmensteile abzugeben. Verkäufe sind - außerhalb der strategischen Portfoliorotation - nicht auf der Tagesordnung", sagte Vorstandschef Andreas Schierenbeck der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und trat damit Befürchtungen der Belegschaft entgegen.

HELLOFRESH

hat nach einem überraschend guten dritten Quartal die Jahresziele erhöht. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll 2019 zwischen 31 bis 33 Prozent liegen. Bisher wurde das Plus zwischen 28 bis 30 Prozent erwartet. Die operative Rendite (AEBITDA-Marge) sieht das Unternehmen nun zwischen 0,5 bis 1,75 (bisher -1 bis 1) Prozent.

DEUTSCHE BAHN

hat eine Hybridanleihe im Volumen von 2 Milliarden Euro begeben. Der Bond wurde in zwei Tranchen zu jeweils 1 Milliarde Euro begeben. Der Kupon liege bei 0,95 Prozent beziehungsweise 1,60 Prozent. Damit weisen beide Tranchen für ihre jeweiligen Laufzeitsegmente von 5,5 und 10 Jahren die bisher niedrigste Emissionsrendite einer Euro-Hybridanleihe auf.

EYEMAXX

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Immobiliengesellschaft Conwert Johann Kowar erhöht seine Beteiligung an der Eyemaxx Real Estate AG auf über 15 Prozent. Nach Eyemaxx-CEO Michael Müller, der aktuell rund 31,50 Prozent an Eyemaxx halte, sei Kowar der zweitgrößte Aktionär der Gesellschaft.

ZF FRIEDRICHSHAFEN

hat Euro-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 2,7 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihen, die in vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen vier und zehn Jahren emittiert wurden, waren mehrfach überzeichnet gewesen.

WILKE

Der Betrieb des Wurstherstellers bleibt geschlossen. Das Verwaltungsgericht Kassel wies einen hiergegen gerichteten Eilantrag der Firma ab. Im Interesse der Lebensmittelsicherheit sei die Schließung "alternativlos" gewesen, so das Gericht.

KAPSCH TRAFFICCOM

hat wegen der gescheiterten Umsetzung der Pkw-Maut in Deutschland im ersten Geschäftshalbjahr weniger verdient. Den Gewinnausblick für das Geschäftsjahr kassierte der österreichische Maut-Spezialist.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/raz

END) Dow Jones Newswires

October 15, 2019 01:30 ET ( 05:30 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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