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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 10 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.




+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DIENSTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen der Könung des Kaisers geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Schweizer Großbank UBS hat im dritten Quartal zwar unter dem niedrigen Zinsniveau sowie den anhaltenden Unsicherheiten durch den Handelskonflikt und der weltweiten Konjunkturentwicklung gelitten, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Unter dem Strich verdiente die UBS 1,05 Milliarden US-Dollar, das waren 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang auf 971 Millionen Dollar gerechnet. Der berichtete Vorsteuergewinn sank um 21 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar, bereinigt lag er bei 1,46 Milliarden Dollar. Profitieren konnte die UBS von geringerer Verwaltungskosten. In der wichtigen Sparte Vermögensverwaltung rutschte der bereinigte Vorsteuergewinn um 2 Prozent auf 919 Millionen Dollar ab. Mit Blick auf die erwartete Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr erklärte die UBS, die geopolitische Spannungen und Handelskonflikte dürften die Anlegerstimmung weiter trüben. Die bereits niedrigen Zinsen sowie die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen sollten den Nettozinsertrag im Vergleich zum letzten Jahr beeinträchtigen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Weitere Termine:

07:00 CH/Novartis AG, Ergebnis 3Q

07:25 AT/AMS AG, Ergebnis 3Q

08:00 GB/Anglo American plc, Production Report 3Q

08:00 GB/Reckitt Benckiser Group plc, Interim Management Statement 3Q

10:30 DE/Volkswagen AG (VW), Telefonkonferenz mit

Produktionsvorstand Tostmann zur "Golf 8"-Produktion

12:55 US/Procter & Gamble Co, Ergebnis 1Q

12:55 US/United Technologies Corp, Ergebnis 3Q

13:00 US/United Parcel Service Inc (UPS), Ergebnis 3Q

14:00 US/McDonald's Corp, Ergebnis 3Q

17:45 FR/Carrefour SA, Umsatz 3Q

22:01 US/Texas Instruments Inc, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- US
16:00 Verkauf bestehender Häuser September
PROGNOSE: -0,7% gg Vm
zuvor: +1,3% gg Vm

22:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) des privaten
American Petroleum Institute (API)


+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++


11:30 GB/Auktion 0,625-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Juni 2025
im Volumen von 3 Mrd GBP


+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell:
INDEX Stand +/- %
DAX-Future 12.778,00 0,22
Schanghai-Composite 2.939,29 -0,01
+/- Ticks
Bund -Future 170,84 -8

Vortag:
INDEX Vortagesschluss +/- %
DAX 12.747,96 0,91
DAX-Future 12.747,00 0,75
XDAX 12.756,02 0,75
MDAX 26.224,83 0,87
TecDAX 2.835,99 2,07
EuroStoxx50 3.600,08 0,58
Stoxx50 3.233,05 0,51
Dow-Jones 26.827,64 0,21
S&P-500-Index 3.006,72 0,69
Nasdaq-Comp. 8.162,99 0,91
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 170,92 -35


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Nach dem freundlichen Wochenauftakt werden die Börsen in Europa am Dienstag erneut im Plus erwartet. Der DAX könnte sich seinem Jahreshoch annähern. Das Plus an der Wall Street mit den Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass die US-chinesischen Handelsgespräche gute verliefen, bildeten die Grundlage. "Im Gegensatz zu früheren Handelsgesprächen scheint es diesmal eine konkrete und umsetzbare Roadmap zu geben", so Stephen Innes, Marktstratege bei AxiTrader. An der Wall Street stellte erneut der Sektor der Banken mit einem Plus von 2 Prozent den Gewinner. Mit einem Plus von 1,9 Prozent folgte der Transportsektor. Zudem wird einmal mehr nach London geschaut. Dabei geht es vor allem darum, ob sich abzeichnet, wieviel Parlamentarier Premierminister Boris Johnson hinter seinem angestrebten Brexit-Deal vereinigen kann. Ansonsten nimmt die Berichtssaison weiter Fahrt auf.

Rückblick: Die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexits hat über das Wochenende weiter abgenommen, jedoch gibt es nach wie vor keinen Fahrplan, wann Großbritannien die EU verlassen wird. Neben den Entwicklungen rund um den Brexit stützten auch Aussagen des chinesischen Vizepremiers Liu He, der am Wochenende erklärte, die Verhandlungen mit den USA über die sogenannte Phase eins eines Handelsabkommens hätten substanzielle Fortschritte erbracht. Das Pfund notierte etwas fester und lag zu Börsenschluss knapp unter der Marke von 1,3000 Dollar. Moeller-Maersk reagierten mit Aufschlägen von 7,8 Prozent auf die Anhebung der Prognose für das laufende Jahr. Hapag-Lloyd gewannen 6,3 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Fester - Prosieben stiegen um 4,6 Prozent. Positiv wurde gewertet, dass Patrik Tkac bei dem Medien-Konzern eingestiegen ist. Der Metro-Großaktionär hat 3,6 Prozent der Anteile erworben. Wirecard erholten sich um 6,1 Prozent. Der Zahlungsdienstleister hat mit KPMG einen externen Prüfer beauftragt, der die in der "Financial Times" erhobenen Vorwürfe untersuchen soll. SAP (plus 2,5 Prozent) geht mit großer Zuversicht in das vierte Quartal und sieht sich voll auf Kurs, die Ziele für 2019 wie auch mittelfristig zu erreichen. Villeroy & Boch gewannen 3,5 Prozent. Hoffnung schürte der Auftragseingang, der deutlich zugenommen hat. Aareal Bank rückten um 2,9 Prozent vor. "Aareal Bank scheint dem Druck der Investoren nachzugeben", hieß es im Handel. Teleios Capital Partners und Petrus Advisors hatten die Bank aufgefordert, die Tochter Aareon zu verkaufen und damit den Mehrwert zu heben. Gegen den Trend gaben Immobilienaktien nach. Der rot-rot-grüne Berliner Senat will am Dienstag den geplanten Mietendeckel für rund 1,5 Millionen Wohnungen beschließen. Nach Quartalszahlen ging es für die Sartorius-Aktie um 8,3 Prozent nach oben.

XETRA-NACHBÖRSE

Von einem unauffälligen Geschäft berichtete ein Händler. Es gab keine relevanten Unternehmensnachrichten und die Umsätze seien insgesamt gering gewesen. Sartorius zeigten sich 1,6 Prozent fester, nachdem die Aktie im regulären Handel bereits um 8,3 Prozent zugelegt hatte. Das Unternehmen hatte Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt.

USA / WALL STREET

Fester - Stützend wirkten positive Aussagen zum Handelskonflikt zwischen den USA und China. So sagte der chinesische Vizepremier Liu He am Wochenende, die Verhandlungen mit den USA über die sogenannte Phase eins eines Handelsabkommens hätten substanzielle Fortschritte erbracht. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer teilte mit, dass die US-Regierung darauf abzielt, die erste Phase der Gespräche bis Mitte November abzuschließen. Derweil scheint sich in Europa die Gefahr eines No-Deal-Brexits vermindert zu haben. Halliburton gewannen 6,4 Prozent. Der Öldienstleister hat mit seinem Drittquartalsgewinn zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, beim Umsatz aber die Prognosen verfehlt. Boeing gaben 3,8 Prozent nach. Der Kongressausschuss, der die 737 MAX-Jetkrise untersucht, nimmt nun die Boeing-Führungskräfte verstärkt unter die Lupe. Coty haussierten um 13,4 Prozent. Der Kosmetikhersteller will sich von Geschäftsteilen trennen. In einem Rechtsstreit um die Opioide-Krise in den USA haben McKesson, Cardinal Health und AmerisourceBergen sowie Teva Pharmaceuticals einen Vergleich im Volumen von 260 Millionen Dollar erzielt. McKesson gaben 3,2 Prozent nach, für Cardinal Health und AmerisourceBergen ging es um 2,2 bzw. 3,3 Prozent nach unten.

+++++ DEVISENMARKT +++++


DEVISEN zuletzt +/- % 0,00 Uhr Mo, 17:31 Uhr
EUR/USD 1,1155 +0,1% 1,1148 1,1142
EUR/JPY 121,19 +0,1% 120,87 120,97
EUR/CHF 1,1006 +0,1% 1,1025 1,1001
EUR/GBR 0,8591 -0,1% 0,8975 0,8581
USD/JPY 108,63 +0,0% 107,74 108,56
GBP/USD 1,2986 +0,2% 1,2500 1,2983
USD/CNH 7,0737 +0,1% 7,0700 7,0723
Bitcoin
BTC/USD 8.210,76 -0,07 8.578,75 8.209,76


Am Devisenmarkt stand das Pfund im Fokus. Goldman Sachs attestiert der britischen Devise Steigerungspotenzial bis auf 1,35 Dollar und begründet dies mit dem schwindenden Risiko eines No-Deal-Brexits. Das Pfund gewann 0,3 Prozent auf rund 1,2963 Dollar. Der Euro verlor 0,1 Prozent auf 1,1149 Dollar.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,20 53,31 -0,2% -0,11 +10,3%
Brent/ICE 58,83 58,96 -0,2% -0,13 +6,1%


Der Ölpreis litt unter Nachfragesorgen. Die Commerzbank geht davon aus, dass das zurückhaltende Sentiment sich noch fortsetzen dürfte, befördert vom US-chinesischen Handelsstreit und Rezessionssorgen. Am Freitag hatte China enttäuschende Wachstumsdaten veröffentlicht. Zudem hatte Russland am Sonntag mitgeteilt, dass es im September seinen Verpflichtungen, die Produktion zu senken, nicht habe nachkommen können. Dazu soll möglicherweise bald wieder die Produktion in Ölfeldern in der neutralen Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait wiederaufgenommen werden, die in den vergangenen vier Jahren ausgesetzt war. Ein Barrel der Sorte US-WTI verlor 0,6 Prozent auf 53,47 Dollar, ein Barrel Brent gab ebenfalls um 0,6 Prozent nach auf 59,09 Dollar. Im asiatischen Handel haben sich die Ölpreise stabilisiert.

METALLE


METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.485,14 1.484,52 +0,0% +0,62 +15,8%
Silber (Spot) 17,58 17,58 0% 0 +13,5%
Platin (Spot) 889,09 889,50 -0,0% -0,41 +11,6%
Kupfer-Future 2,64 2,65 -0,1% -0,00 -0,1%


(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 22, 2019 01:37 ET ( 05:37 GMT)

Der Goldpreis gab aufgrund der größeren Risikobereitschaft 0,4 Prozent nach auf 1.484 Dollar je Feinunze bei einem Tageshoch von 1.495 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

BREXIT

Premierminister Boris Johnson ist am Montag mit seinem Versuch gescheitert, das neue Brexit-Abkommen unter Zeitdruck im Parlament durchzuboxen. Parlamentssprecher John Bercow lehnte die von der Regierung beantragte Abstimmung über den neuen, mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag als "ordnungswidrig" ab. Im EU-Parlament soll nicht über das ausgehandelte Brexit-Abkommen abgestimmt werden, bevor eine Entscheidung aus London vorliegt.

USA

Im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften kurz vor wichtigen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump haben demokratische Senatoren eine Untersuchung wegen möglichen Insiderhandels gefordert.

ISRAEL

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Koalitionsverhandlungen ergebnislos beendet. Er habe vor kurzem Präsident Reuven Rivlin darüber informiert, dass er den Auftrag zur Regierungsbildung zurückgebe, sagte Netanjahu in einem Video im Onlinedienst Facebook. Staatschef Rivlin wird nach eigenen Angaben nun den Sieger der Parlamentswahl im September, Benny Gantz, mit der Regierungsbildung beauftragen.

KANADA

Die Liberalen von Premierminister Justin Trudeau liegen bei der Parlamentswahl in Kanada laut Prognosen vorn. Die Liberalen setzten sich mehreren Sendern zufolge bei der Wahl vom Montag gegen die Konservativen von Herausforderer Andrew Scheer durch, verloren aber ihre absolute Mehrheit.

LITAUEN

Die USA haben mit der Stationierung eines Bataillons in Litauen begonnen.

SYRIEN

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine international kontrollierte Sicherheitszone in Nordsyrien gefordert. Ankara und Moskau müssten in das Projekt einbezogen werden, sagte Kramp-Karrenbauer der "Deutschen Welle".

BOLIVIEN

In Bolivien spitzt sich die Lage nach der Präsidentschaftswahl drastisch zu: Nachdem Amtsinhaber Evo Morales doch im ersten Wahlgang gewinnen könnte, sprach Oppositionskandidat Carlos Mesa von "Betrug". Er kündigte am Montag an, das Ergebnis nicht anerkennen zu wollen.

SOFTWARE AG

hat für das dritte Quartal folgende Ergebnisse bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):


. BERICHTET PROG PROG
3. QUARTAL 3Q19 ggVj 3Q19 ggVj 3Q18
Umsatz Gesamt 224 +7% 208 -0,2% 209
Umsatz DBP* 109 +4% 100 -5% 105
Umsatz A&N 62 +19% 50 -4% 52
EBIT 59 +8% 46 -16% 55
EBITA non-IFRS 68 +7% 55 -14% 64
Ergebnis nach Steuern non-IFRS 51 +14% 37 -17% 45
Ergebnis je Aktie non-IFRS** 0,69 +15% 0,49 -18% 0,60


- * ohne Cloud und IoT

- ** nach Daten von Factset

CODON

will ihr Grundkapital um knapp die Hälfte erhöhen. Es sollen gut 10 Millionen neue Aktien zu je 2,30 Euro ausgegeben werden, teilte das Unternehmen mit. Bestehende Aktionäre erhalten ein Bezugsrecht. Nicht gezeichnete Anteilsscheine sollen Investoren im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung angeboten werden.

SNP SCHNEIDER-NEUREITHER

bekommt einen neuen Finanzvorstand. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wird Heiner Diefenbach die Aufgaben und Zuständigkeiten als Finanzvorstand übernehmen. Er übernimmt damit die Aufgaben von Uwe Schwellbach, der das Unternehmen laut Mitteilung auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2019 verlassen wird.

UNITED LABELS

hat Probleme mit der spanischen Tochter. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die United Labels Iberica S.A. aufgrund gesetzlicher Verpflichtung einen Insolvenzantrag stellen. Hiervon betroffen sei mittelbar auch die bereits seit längerem inaktive italienische Tochtergesellschaft der United Labels Iberica S.A.

T-MOBILE US

hat einen weiteren Schritt in Richtung einer Fusion mit dem Konkurrenten Sprint gemacht. Der US-Bundesstaat Colorado hat sich aus dem von mehreren Staaten angestrengten Verfahren gegen den 26 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss der beiden Mobilfunkanbieter zurückgezogen, wie zuvor Mississippi.

TELECOM ITALIA

Salvatore Rossi wird neuer Verwaltungsratsvorsitzender. Der Manager sei einstimmig von dem Gremium gewählt worden, teilte der Telekomkonzern mit. Salvatore Rossi folgt auf Fulvio Rossi, der Ende September zurückgetreten war.




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/err/ros

END) Dow Jones Newswires

October 22, 2019 01:37 ET ( 05:37 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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