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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen



+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Tags des Sports geschlossen.

In den USA findet wegen des Columbus Day kein Anleihehandel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA und China haben eine partielle Einigung zur Beilegung ihres Handelskonflikts erzielt. US-Präsident Donald Trump verkündete am Freitag in Washington eine "sehr substanzielle" Teileinigung. Sie stellt nach seinen Worten eine "Phase eins" vor einem angestrebten umfassenderen Abkommen dar. Die nun erzielten Vereinbarungen beziehen sich laut Trump unter anderem auf den Schutz von geistigem Eigentum und Finanzdienstleistungen. Nach Angaben von US-Finanzminister Steven Mnuchin verzichten die USA auf die ursprünglich für kommenden Dienstag geplante Erhöhung von Strafzöllen auf chinesische Waren. Nach den bisherigen Planungen hatten die Importabgaben auf Produkte im Wert von 50 Milliarden Dollar von 25 auf 30 Prozent steigen sollen. Der chinesische Chefunterhändler Liu He bestätigte, dass in den Verhandlungen "substanzieller Fortschritt auf vielen Feldern" erzielt worden sei. "Wir sind darüber sehr glücklich", sagte der Vizeregierungschef bei einem Treffen mit Trump im Weißen Haus. Die Delegationen beider Länder hatten seit Donnerstag in der US-Hauptstadt verhandelt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:00 DE/Fraport AG, Verkehrszahlen September, Frankfurt

Mögliche vorgezogene Termine - auf Basis des Vorjahres geschätzt:

Drägerwerk AG & Co KGaA, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- EU
11:00 Industrieproduktion August
Eurozone
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/-2,6% gg Vj
zuvor: -0,4% gg Vm/-2,0% gg Vj


+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

Keine Auktionen angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell:

INDEX Stand +/- %
DAX-Future 12.483,00 -0,02
S&P-500-Future 2.971,30 0,02
Nikkei-225 0,00 0,00
Schanghai-Composite 3.014,73 1,38
+/- Ticks
Bund -Future 172,47 3

Vortag:

INDEX Vortagesschluss +/- %
DAX 12.511,65 2,86
DAX-Future 12.467,50 2,53
XDAX 12.480,70 2,53
MDAX 25.627,56 1,22
TecDAX 2.802,26 2,83
EuroStoxx50 3.569,92 2,17
Stoxx50 3.229,43 1,84
Dow-Jones 26.816,59 1,21
S&P-500-Index 2.970,27 1,09
Nasdaq-Comp. 8.057,04 1,34
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 172,44% -32


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

AUSBLICK: Nach der Erleichterungsrally am Freitag dürften Europas Börsen am Montag wenig verändert in den Handel starten. Im US-chinesischen Handelsstreit stehen die Zeichen auf Entspannung, auch wenn beide Länder unterschiedliche Einschätzungen zum Stand der Dinge haben: US-Präsident Donald Trump spricht von einer partiellen Einigung, während China lediglich von Fortschritten spricht. Konkretes gibt es wenig, wichtig für die Märkte ist aber vor allem, dass die USA auf neue Zollerhöhungen in der kommenden Woche verzichten werden. Um den großen Durchbruch handelt es sich also nicht, allerdings hielten Analysten bereits im Vorfeld lediglich eine "Waffenruhe" für wahrscheinlich. Trump steht wegen des Impeachment-Verfahrens unter Druck, was einer der Gründe für die erhöhte Kompromissbereitschaft des US-Präsidenten sein dürfte. Auch mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr kann sich Trump eine Rezession in den USA kaum leisten.

RÜCKBLICK: Sehr fest - Optimismus in Sachen Brexit und Handelsstreit trieb Europas Börsen am Freitag nach oben. Bankenwerte führten mit einem Plus von fast 5 Prozent die Märkte an; sie profitierten von den wieder gestiegenen Marktzinsen. Technologiewerte und Rohstoffe folgten mit Gewinnen von je 4,7 Prozent. Schlecht für Medienwerte waren Zahlen und Ausblicksenkung der Werbeholding Publicis. Publicis knickten in Paris um 14,5 Prozent ein und zogen auch die Aktie des größten Konkurrenten WPP in London um 3,4 Prozent mit nach unten. Auch werbeabhängige Aktien wie Prosieben und TF1 gaben nach. Renault stiegen um 5,1 Prozent und damit stärkder als der Autosektor, der um 3,5 Prozent vorrückte. Die Ablösung von CEO Thierry Bollore stieß auf ein positives Echo.

DAX/MDAX/TECDAX

Hausse - Der DAX schloss auf Tageshoch. Zu verdanken war dies hauptsächlich SAP, die nach Zahlenvorlage um 10,2 Prozent nach oben schossen. Hier überzeugte vor allem der Cloud-Umsatz, der mit 1,79 Milliarden Euro um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr stieg, viel stärker als der Umsatz insgesamt mit 13 Prozent. Der Rücktritt von SAP-Chef McDermott belastet dagegen kaum. Er habe das Unternehmen gut aufgestellt, hieß es dazu. Gefragt waren ferner zyklische Werte wie Autos oder Banken. Volkswagen gewannen 4,9 Prozent, Daimler 3,3 Prozent, BMW 2,5 Prozent oder Deutsche Bank 5,2 Prozent. Defensive Titel wurden dagegen gemieden: So verloren Vonovia 0,6 Prozent oder Beiersdorf 1,3 Prozent.Obwohl Hugo Boss den Ausblick nur wie vielfach schon befürchtet gesenkt hat, brach der Kurs um 13,5 Prozent ein. "Der gesenkte Jahresausblick von Hugo Boss steht im scharfem Kontrast zu den überzeugenden LVMH-Geschäftszahlen", monierten die Citi-Analysten.

XETRA-NACHBÖRSE

Daimler wird voraussichtlich eine mittlere sechsstellige Zahl an Fahrzeugen zurückrufen müssen. Darunter seien - wie bekannt - 260.000 Fahrzeuge des Vorgängermodells des aktuellen Sprinters, teilte die Daimler AG mit. Daimler kündigte an, auch gegen diese Anordnung des KBA Widerspruch einzulegen. Die Titel wurden daraufhin 1 Prozent schwächer gestellt.

USA / WALL STREET

Optimistische Erwartungen an den Ausgang der US-chinesischen Handelsgespräche haben die Wall Street nahtlos an die Vortagesgewinne anknüpfen lassen. Allerdings kamen die Kurse kurz vor Handelsschluss deutlich von ihren Tageshochs zurück. Zwar verkündete US-Präsident Donald Trump eine partielle Einigung mit China zur Beilegung des Handelskonflikts. Allerdings räumte er zugleich ein, dass dies nur eine Zwischenphase vor einem angestrebten umfassenderen Abkommen darstelle. Er betonte die Fortschritte, aber konkrete Abmachungen blieb er schuldig. Immerhin erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin, die USA verzichteten auf die geplante Erhöhung von Zöllen auf China-Importe in der kommenden Woche. Händler reagierten etwas enttäuscht auf die Verlautbarungen. Positiv kam zudem am Markt an, dass China einen Fahrplan für die Öffnung seiner Finanzmärkte für ausländische Finanzunternehmen bekannt geben hatte. An anderer Stelle wurde auf die Unterstützung der US-Börsen durch die US-Notenbank verwiesen, denn die will ab kommender Woche Schatzanweisungen im monatlichen Umfang von 60 Milliarden Dollar kaufen. Caterpillar kletterten um 4,7 Prozent. Händler sprachen von Konjunkturoptimismus, denn die Titel stellten einen klassischen Konjunkturwert dar. Oracle legten um 2,5 Prozent zu - beflügelt von überzeugenden SAP-Zahlen. Apple legten um 2,7 Prozent. Wedbush hatte das Kursziel angehoben und die Einstufung "Outperform" bekräftigt. U.S. Steel haussierten um 11,8 Prozent an. Das Unternehmen stellte über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen in Aussicht.

"Sichere Häfen" waren nicht mehr gefragt. Am Anleihemarkt führte das zu weiter steigenden Renditen. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten mit 1,73 Prozent und damit 6 Basispunkte höher als am Vortag.

+++++ DEVISENMARKT +++++


DEVISEN zuletzt +/- % 0,00 Uhr Fr, 17:15 Uhr
EUR/USD 1,1034 -0,0% 1,1035 1,1047
EUR/JPY 119,55 -0,0% 120,87 119,82
EUR/CHF 1,0988 -0,2% 1,1025 1,1019
EUR/GBR 0,8748 +0,2% 0,8975 0,8709
USD/JPY 108,34 -0,0% 107,74 108,46
GBP/USD 1,2612 -0,2% 1,2500 1,2685
USD/CNH 7,0533 -0,5% 7,0863 7,0822
Bitcoin
BTC/USD 8.286,25 0,51 8.578,75 8.323,50


Das Pfund zeigt sich nach dem drastischen Anstieg der jüngsten Tage am Morgen minimal leichter. Die Teilnehmer warten auf die weitere Entwicklung in den Brexit-Verhadlungen. Auch der Euro kommt zum Dollar nach seinem Anstieg der Vorwoche etwas zurück.

"Fluchtwährungen" wie der Yen wurden verkauft. Der Euro profitierte ebenfalls von der wieder besseren Stimmung. Er klettert auf rund 1,1037 Dollar. Der Greenback wurde zudem vom neuen Wertpapierkaufprogramm der Fed gedrückt. Den Überflieger stellte das Pfund, das von der wachsenden Hoffnung auf einen geregelten Brexit steil nach oben gezogen wurde. Am Freitag erhielt es einen weiteren Schub, nachdem der EU-Chefverhandlungsführer Barnier von "konstruktiven" Gesprächen mit seinem britischen Gegenpart Barclay gesprochen hatte. Es sprang in der Spitze auf 1,2708 Dollar und kostet zuletzt rund 1,2651.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,45 54,70 -0,5% -0,25 +12,9%
Brent/ICE 60,20 60,51 -0,5% -0,31 +8,6%


Die Ölpreise zogen kräftig an. Einerseits trieb die Erwartung an Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits USA-China die Preise nach oben. Rückenwind kam aber auch von der Nachricht, dass ein iranischer Öltanker offenbar von zwei Raketen getroffen wurde. WTI verteuerte sich um 2,1 Prozent auf 54,70 Dollar, Brent rückte um 2,4 Prozent auf 60,51 Dollar vor.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 14, 2019 01:34 ET ( 05:34 GMT)

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