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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 8 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:




+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Präsident Donald Trump will nach den jüngsten Angriffen auf zwei saudiarabische Ölanlagen einen militärischen Konflikt mit dem Iran nach eigenen Worten möglichst vermeiden. Er würde einen solchen Konflikt "sicherlich vermeiden wollen", sagte Trump. Nach seinen Angaben laufen weiterhin noch die Untersuchungen dazu, wer hinter den Angriffen steckt. Trump hatte dem Iran am Sonntag mit Vergeltung gedroht. Die USA stünden mit "geladener" Waffe bereit, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nun aber sagte er zu Reportern: "Ich will keinen Krieg mit irgendjemandem." Allerdings sei sein Land auf einen Kriegseinsatz besser vorbereitet als jedes andere. Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte die Angriffe auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien als "Selbstverteidigung" der jemenitischen Rebellen gerechtfertigt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

22:05 US/Adobe Inc, Ergebnis 3Q, San Jose

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- US
15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung August
Industrieproduktion
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: -0,2% gg Vm
Kapazitätsauslastung
PROGNOSE: 77,6%
zuvor: 77,5%

22:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) des privaten
American Petroleum Institute (API)


+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++


INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 3.003,00 +0,05%
Nikkei-225 21.998,62 +0,05%
Hang-Seng-Index 26.788,52 -1,24%
Kospi 2.061,85 -0,02%
Shanghai-Composite 2.992,80 -1,25%
S&P/ASX 200 6.679,80 +0,09%


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die Furcht vor einer möglichen Ausweitung der Krise zwischen den USA und dem Iran als Folge der Angriffe auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien am Wochenende sorgt am Dienstag für nachgebende Kurse an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien. Zwar betonte US-Präsident Donald Trump, dass er keinen Krieg mit dem Iran wolle, sagte jedoch gleichzeitig, die USA seien bereit, dem Verbündeten Saudi-Arabien nach den Angriffen zu "helfen". Die Ölpreise haben sich nach dem starken Anstieg vom Vortag dagegen stabilisiert, sie geben im Handel in Asien leicht nach. In der Spitze war es für Brent und WTI um bis zu 13 Prozent nach oben gegangen. Saudi-Arabien hatte die Angriffe auf die beiden Produktionsstätten am Wochenende zwar verurteilt, jedoch den Iran nicht direkt verantwortlich gemacht. "Die ruhigen Töne aus Saudi-Arabien lassen hoffen, dass die Situation bewältigt werden kann, zumal darauf verzichtet wurde, andere Opec-Länder um eine kurzzeitige Erhöhung der Öl-Fördermenge zu bitten, um die Ausfälle zu kompensieren", sagt Stratege Stephen Innes von AxiTrader. Der Hang-Seng-Index wird auch belastet von einer Senkung des Ausblicks für Hongkong auf "negativ" durch die Ratingagentur Moody's. Zur Begründung wurde auf die andauernden Proteste verwiesen. Keine stützende Wirkung hat die Meldung, wonach der chinesische Vize-Finanzminster Liao Min mit einer Delegation nach Washington reist, um die geplante Fortführung der Handelsgespräche vorzubereiten. Dies teilte das chinesische Handelsministerium mit. Die Gespräche sollen Anfang Oktober wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus sind die Blicke auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch gerichtet. Der Markt geht weiterhin mehrheitlich von einer weiteren Zinssenkung aus.

US-NACHBÖRSE

Die Aktie von Corning stand im nachbörslichen Handel am Montag deutlich unter Druck, nachdem der Spezialglas-Hersteller die Prognosen für Umsatz und Absatzmenge gesenkt hatte. Zur Begründung wurde auf die geringeren Aufträge einiger großer Telekom-Konzerne für den Ausbau des Glasfaser-Netzwerks verwiesen. Für die Aktie ging es um 9,3 Prozent auf 27,25 Dollar abwärts. Die Fedex-Aktie legte dagegen um 0,2 Prozent auf 173,93 Dollar zu. Das Unternehmen hat als erster großer Logistik-Konzern die Preiserhöhungen für das kommende Jahr bekannt gegeben. Diese betragen im Schnitt 4,9 Prozent und liegen damit auf dem Niveau der Vorjahre.

WALL STREET


INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.076,82 -0,52 -142,70 16,07
S&P-500 2.997,96 -0,31 -9,43 19,59
Nasdaq-Comp. 8.153,54 -0,28 -23,17 22,88
Nasdaq-100 7.852,41 -0,51 -40,54 24,05

Vortag
Umsatz NYSE (Aktien) 909 Mio 818 Mio
Gewinner 1.593 1.395
Verlierer 1.345 1.576
Unverändert 98 59


Leichter - Massiv steigende Ölpreise sorgten für Verunsicherung. Als Folge eines Drohnenangriffs am Wochenende auf saudi-arabische Ölförderanlagen sinkt dort die Tagesproduktion zumindest kurzfristig drastisch. Die Ölpreise schossen darauf um bis zu 13 Prozent nach oben auf die höchsten Stände seit rund vier Monaten. Klare Tagessieger an den Börsen waren in diesem Umfeld Aktien aus der Ölindustrie. Gedämpft wurde die Stimmung daneben von enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China. Chinas Präsident Li Keqiang sagte zudem, dass es sehr schwer werde, das Wachstumsziel von 6 Prozent für das laufende Jahr aufrecht zu erhalten. Marktstratege Doug Cote von Voya Investment Management betonte die Widerstandskraft des Aktienmarkts. Habe er nun lediglich um etwa ein halbes Prozent nachgegeben, wäre er bei der gleichen Nachrichtenlage vor ein paar Jahren noch um 5 Prozent eingeknickt. Gesucht waren sichere Häfen wie das Gold und Anleihen. Am Aktienmarkt standen klar Ölaktien im Fokus. Deren S&P-500-Subindex legte um 3,3 Prozent zu, während Autoaktien mit einem Minus von 2,4 Prozent ganz am Ende lagen. Dagegen standen die Aktien der Fluglinien wegen der zu erwartenden steigenden Kerosinpreise unter Druck. So fielen beispielsweise American Airlines um 7,3 und Delta um 1,6 Prozent. General Motors büßten 4,2 Prozent ein. Dem Autokonzern steht der größte Streik seit mehr als zehn Jahren ins Haus.

US-ANLEIHEN


US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,76 -3,7 1,79 55,5
5 Jahre 1,70 -5,2 1,75 -22,7
7 Jahre 1,78 -5,5 1,83 -47,1
10 Jahre 1,84 -5,3 1,90 -60,0
30 Jahre 2,32 -5,6 2,37 -75,1

Anleihen waren angesichts der Krise in Saudi-Arabien alös sicherer Hafen gesucht Die Zehnjahresrendite sank deutlich um 5 Punkte auf 1,84 Prozent.

DEVISEN


EUR/USD 1,1013 +0,1% 1,1000 1,1079
EUR/JPY 119,14 +0,2% 118,93 119,48
EUR/GBP 0,8867 +0,2% 0,8852 0,8892
GBP/USD 1,2420 -0,1% 1,2427 1,2454
USD/JPY 108,18 +0,1% 108,11 107,85
USD/KRW 1189,60 +0,4% 1184,69 1183,74
USD/CNY 7,0883 +0,3% 7,0674 7,0698
USD/CNH 7,0856 +0,3% 7,0625 7,0637
USD/HKD 7,8218 +0,0% 7,8184 7,8214
AUD/USD 0,6835 -0,4% 0,6862 0,6877
NZD/USD 0,6330 -0,2% 0,6341 0,6385
Bitcoin
BTC/USD 10.207,25 -0,8% 10.288,50 10.290,78


Am Devisenmarkt waren als sicher geltenden Währungen gefragt bzw. solche von großen Ölförderländern wie neben den USA, Kanada, Norwegen und Russland. Der Dollar-Index, der den Wert des Dollar zu einem Korb von Währungen misst, stieg um 0,4 Prozent. Der Euro fiel von rund 1,1070 auf knapp unter 1,1000 Dollar zurück.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 62,10 62,90 -1,3% -0,80 +29,3%
Brent/ICE 68,42 69,02 -0,9% -0,60 +23,6%


Die Ölpreise haussierten. Zuletzt kostete US-Öl der Sorte WTI 12,9 Prozent mehr, 61,95 Dollar je Barrel. Der Brent-Preis schnellte um 13 Prozent auf 67,99 Dollar nach oben. Als Folge der Zerstörungen durch den Drohnenangriff vermindert sich Tagesproduktion des größten Ölförderers um 5,7 Millionen Barrel vermindert, entsprechend etwa 5 der Weltproduktion. Saudi-Arabien verfügt zwar über ausreichend Vorräte, um für einige Zeit - die Analysten von Barclays sprechen von rund fünf Wochen -, die vereinbarten Exporte weiter bedienen zu können und zudem hat US-Präsident Donald Trump falls nötig den Rückgriff auf die riesigen strategischen Reserven der USA erlaubt; gleichwohl dürften angesichts der neuesten Entwicklung zukünftig Risikoprämien für das Öl verlangt werden, befürchten Marktbeobachter. Im asiatischen Handel am Dienstag geben die Ölpreise einen kleinen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab.

METALLE


METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.498,70 1.499,25 -0,0% -0,55 +16,9%
Silber (Spot) 17,85 17,85 -0,0% -0,00 +15,2%
Platin (Spot) 937,77 938,75 -0,1% -0,98 +17,7%
Kupfer-Future 2,62 2,63 -0,3% -0,01 -1,3%


Gold war als sicherer Hafen gesucht, die Feinunze verteuerte sich um gut 9 auf 1.497 Dollar. Im asiatischen Handel am Dienstag zeigt sich das Edelmetall wenig verändert.

+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR +++++

HANDELSSTREIT USA/CHINA

In den Handelskonflikt zwischen den USA und China kommt wieder etwas Bewegung. Verhandlungsführer Liu He schickt Vize-Finanzminister Liao Min in die USA, um die für Anfang Oktober geplanten Verhandlungen vorzubereiten. Eine informierte Person sagte, dass am Donnerstag und Freitag Gespräche stattfinden werden.

CHINA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 17, 2019 01:36 ET ( 05:36 GMT)

Die chinesische Zentralbank hat zusätzliche Liquidität in den Bankenmarkt gempumpt. Über eine Medium-Term Lending Facility (MLF) hat sie am Dienstag 200 Milliarden Yuan (25,6 Milliarden Euro) in den Markt gegeben, wie die PBoC mitteilte.

IRAN

hat nahe der Straße von Hormus erneut ein Schiff unter dem Vorwurf des Öl-Schmuggels beschlagnahmt.

USA / NORDKOREA

US-Präsident Donald Trump will im Moment nicht nach Nordkorea reisen, schließt aber nicht aus, es in der Zukunft zu tun. "Ich denke, wir sind noch nicht bereit dafür", sagte Trump am Montag. Bis es dazu kommen könnte, müsste noch viel Wegstrecke zurückgelegt werden.

DEUTSCHE BANK

CEO Christian Sewing bekräftigt, dass es keine Kapitalerhöhung geben wird: "Wenn wir den Portfolio-Umbau so schaffen, wie wir es uns vorgenommen haben, dann werden wir keine Kapitalerhöhung brauchen", sagte er bei einer Veranstaltung der "Rheinischen Post".




Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/ros

END) Dow Jones Newswires

September 17, 2019 01:36 ET ( 05:36 GMT)

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LUFTHANSA 15,87 +2,29%
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VONOVIA 47,52 -1,00%
BEIERSDORF 104,45 -1,23%
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