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MSCI Emerging Markets mit Maximalverlust von 10 Prozent

| Quelle: INV

Die gestern angekündigte noch etwas sicherere Alternative für einen Einstieg in den wichtigsten Index für Aktien aus den Schwellenländern kommt ebenfalls von der Deutschen Bank. Neben dem Expresszertifikat bietet sie ebenfalls bis zum 30. Mai ein Papier mit Teilkaskoversicherung von 90 Prozent der Anlagesumme zur Zeichnung an. In diesem Fall können also maximal zehn Prozent auf der Aktienseite verloren werden, selbst wenn der MSCI Emerging Markets in sich zusammenfällt und er dramatisch an Wert verliert (DB9T9Y).

Allerdings gilt auch hier, dass wie bei herkömmlichen Anlagen in internationalen Aktien und wie bei den Expressen zusätzlich ein Währungsrisiko besteht. Denn auch dieses Papier wird in US-Dollar abgerechnet, sodass sich die „Versicherung“ darauf beschränkt, dass bei Fälligkeit mindestens 90 US-Dollar (bzw. deren dann gültiger Gegenwert) zurückgezahlt werden.

Im Vergleich zu den Expressen ist das Risiko in einem Katastrophen-Szenario damit also geringer. Trotzdem ist die Gewinnchance nach oben sogar etwas höher. Denn bei dem Teil-Schutzpapier wird die Beteiligung an etwaigen Indexgewinnen erst bei 116 Prozent des Startwertes begrenzt. Da dieses Zertifikat aber nur zwei Jahre (bis Mai 2019) läuft, ergibt sich eine Chance von 8 Prozent jährlich (gegenüber 6% pro Jahr bei den Expressen).

Allerdings muss der Index in diesem Fall auch tatsächlich ansteigen, damit überhaupt ein Gewinn erzielt wird. Notiert er nur mit ein paar Prozentpunkten im Plus, dann werden auch diese am Ende als Aufschlag angerechnet. 

Bei der Express-Strategie wäre der etwas geringere Maximalertrag hingegen auch dann möglich, wenn der Index nicht vom Fleck kommt oder sogar deutlich verliert.

Welcher Ansatz der bessere ist, lässt sich also nicht ohne weiteres beantworten. Weniger komplex ist der einfache Teilschützer: Wenn der Index steigt, dann gibt es was zu gewinnen. Wenn nicht, dann nicht – dafür ist das Verlustrisiko auf die ersten zehn Prozent begrenzt.

Bei der Express-Version kommt es hingegen nur darauf an, dass der Index nicht zu drastisch einbricht. Bei einem kleinen Plus oder leichten Rücksetzern, kann trotzdem der sehr ordentliche Ertrag von 6% pro Jahr vereinnahmt werden.

Eine Lösung für das Dollar-Problem gibt es allerdings nicht. Sinnvoll kann ein Einstieg trotzdem sein – auch weil sich große professionelle Investoren den Schwellenländerbörsen zuletzt wieder stärker zugewendet haben. Speziell die weltweit ausgerichteten Indizes gehörten im ersten Quartal zu den Marktsegmenten mit den stärksten prozentualen Mittelzuflüssen bei in Europa aufgelegten ETFs. Noch wichtiger ist aber das Anlageverhalten der investitionsfreudigeren US-Amerikaner. Und siehe da, bei denen stehen die Schwellenländer in der Gunst derzeit weit vor Europa und der Eurozone. Die seit dem Jahreswechsel ermittelten Netto-Zuflüsse sind mit gut 14 Milliarden Euro beinahe dreimal so hoch, wie Neuanlagen in Europa...

Ralf Andreß

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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