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Munich Re nach Zahlen im freien Fall

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Zahlen der Munich Re bleiben hinter den Erwartungen der Analysten zurück – da können auch Aktienrückkäufe und steigende Dividenden nicht versöhnen. Die Munich-Re-Aktie fällt mit einem satten Minus ans DAX-Ende.

Analysten haben mehr erwartet

Der Rückversicherer Munich Re hat seinen Gewinn 2019 trotz deutlich gestiegener Großschäden kräftig gesteigert. Dank lukrativer Finanzgeschäfte und Währungsgewinnen kletterte der Überschuss um 18 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

Damit übertraf das Unternehmen zwar sein ursprüngliches Gewinnziel von 2,5 Milliarden Euro, verfehlte jedoch die noch optimistischeren Erwartungen von Analysten.

Zudem musste der Konzern 2019 im Rückversicherungsgeschäft 3,1 Milliarden Euro für Großschäden ausgeben, rund eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Besonders teuer schlugen die Taifune "Hagibis" und "Faxai" zu Buche, die in Japan gewütet hatten. Die Munich Re verbuchte für beide zusammen Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro.

In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung reichten die Beiträge daher nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich im Vergleich zu 2018 von 99,4 auf 101,0 Prozent. Analysten hatten im Schnitt einen besseren Wert erwartet.

So reagiert die Aktie

Am Finanzmarkt wurde das schwache vierte Quartal mit einem Kursrutsch quittiert. Im frühen Handel verlor die Munich-Re-Aktie +0,28% am Morgen über fünf Prozent an Wert und damit deutlich mehr als der einmal mehr vom Coronavirus geschwächte Gesamtmarkt. Die Aktie des Rückversicherers steht damit am Ende des DAX. Zudem wurde der langfristige Aufwärtstrend sowie die 200-Tage-Linie bei aktuell 241,51 Euro gebrochen.

Dabei sollen die Aktionäre für das abgelaufene Jahr eine von 9,25 auf 9,80 Euro erhöhte Dividende erhalten und damit etwas mehr als von Experten geschätzt. Außerdem will die Munich Re - wie bereits bekannt - erneut für eine Milliarde Euro eigene Aktien vom Markt zurückkaufen.

Management hält an Ausblick fest

Vorstandschef Joachim Wenning zeigte sich am Freitag in München zudem zuversichtlich, dass die Munich Re ihren Gewinn 2020 wie geplant auf 2,8 Milliarden Euro steigern kann.

Dieser positive Ausblick wird mit steigenden Preisen im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Axa begründet. Bei der Vertragserneuerung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung zum Jahreswechsel erzielte der Konzern im Schnitt 1,2 Prozent höhere Preise und baute sein Geschäftsvolumen um 4,4 Prozent aus. Das Management erwartet, dass das Preisniveau bei den weiteren Erneuerungsrunden im April und Juni weiter steigt. Denn dann stehen Verträge aus Regionen wie Japan an, in denen zuletzt hohe Schäden entstanden waren.

Für weiteren Aufwind soll die Düsseldorfer Konzerntochter Ergo sorgen, die lange Zeit als Sorgenkind der Munich Re galt. Der Erstversicherer sei auf gutem Weg, die im Zuge seines Strategieprogramms gesetzten Ziele zu erreichen, hieß es.

Das Analysehaus RBC sieht nach dem schwachen vierten Quartal die Erreichung der Ziele für das Jahr 2020 jedoch als unsicher an.

Mit Material von dpaAFX.

Bildquellen: Munich Re, Geschäftsbericht 2019
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