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Nach den Herbststürmen

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In der begonnenen Konsolidierung im üblichen Herbststurm bildet sich eine Bandbreite für den DAX ab, die etwa 600 Punkte ausmacht, also rund 5 % zwischen 12.500 als Oberkante und 12.000/11.900 als Unterkante. Das macht 5 % als Ganzes und 2,5 % Schwankungsbreite um den Mittelwert.

 

New York zeigt den gleichen Verlauf. Alle drei großen Indizes sind identisch mit dem DAX. Mit einer ersten Erkenntnis: Die großen Adressen wie Microsoft und Nike legten beeindruckende Ergebnisse vor und wurden dafür auch belohnt. Diese Markteinschätzung ist entscheidend. Was folgt, sehen wir in den kommenden drei Wochen.

 

Diesen Normalfällen stehen die extraordinären Einflüsse gegenüber, die nicht zu ignorieren sind. Am wichtigsten ist die Einschätzung der Fed. Sie hält täglich 75 Mrd. $ Löschwasser zur Verfügung, um einen Brand sofort löschen zu können. Da sie aber nur reagieren und nicht vorab agieren kann, ist ein Unfall dennoch eine Wette mit höchster Wahrscheinlichkeit.

 

Die Berichtssaison der kommenden Woche liefert die zweite Komponente als Ausgangsbasis für die Weihnachtsrally - besser: per Jahresende - mit einer vermutlichen Spitze erst ab Januar/Februar. Kennzeichnend dafür ist:

 

Die Berichte für 9 Monate fallen durchweg moderat aus. Der größere Teil der Verluste ist bereits abgearbeitet. Wichtiger ist deshalb der Ausblick für die kommenden 6  Monate oder weitergehend. Die Kernbranche dafür ist der Autobau. Aktueller Fall: Continental. 20.000 Mitarbeiter werden entlassen oder deutlich umgesetzt. Wahrscheinlich 12 Monate zu spät, aber noch immer machbar. BMW und VW sowie Daimler haben bereits das Gleiche angekündigt. Ergo: Wer die Vergangenheit bewältigt hat, hat eine Zukunft vor sich. Ganz einfach!

 

Mit dem Rückenwind vom Notenbank-Geld liefen alle Märkte in gleicher Art. Ohne dieses Geld nimmt die Differenzierung zu, sowohl von Branche zu Branche als auch von Unternehmen zu Unternehmen. Auf die jeweilige Strategie des Topmanagements kommt es an oder auch auf die persönliche Fortune der jeweiligen Chefs (Damen wie Herren). Illusteres Beispiel dafür: Der älteste deutsche Montankonzern wird von zwei Damen umgebaut. Das ist die wirkliche Neuigkeit im bisherigen Big-Business.

 

Die interessanteste Nachricht aus der EZB ist zurzeit eine Personalie. Frau Sabine Lautenschläger verlässt am 31.10. ihre Position, weil - so indirekt publiziert - sie mit der lockeren Geldpolitik der EZB nicht einverstanden sei. Frau Lautenschläger ist im EZB-Rat die Einzige, die die Kontrolle über die europäischen Banken ausübt und sehr exakte Einblicke dafür hat, wie unterschiedlich Banken in verschiedenen Euroländern von der EZB begleitet werden, obwohl alle unter den gleichen Bedingungen zu beurteilen sind. Es ist der interessanteste Fingerzeig in Richtung dessen, was ab 01. November die neue Chefin der EZB als Grundlinie vorgeben wird: Viel Geld!

 

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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