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Nel: Neue Infos zur Explosion beruhigen den Aktienkurs

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der norwegische Wasserstoff-Pure-Player Nel Asa ist auf den Boden der Tatsachen zurück gekehrt. Nach einem beispiellosen Höhenflug sorgte vor zweieinhalb Wochen die Explosion an einer Wasserstoff-Tankstelle für einen Sturzflug der Nel-Aktie. Heute wurde auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen zur Ursache des Unfalls in Norwegen informiert. Dabei konnte zum Teil Entwarnung gegeben werden. 

Schon vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Kerntechnologie der Norweger nicht die Ursache der Explosion war. Gemeinsam mit den Behörden wurde der betroffene Hochdruckspeicher gecheckt. Dabei standen sowohl Komponenten von Drittanbietern, als auch eigene von Nel entworfene Bestandteile auf dem Prüfstand. 

Ins Visier geriet insbesondere ein Verschlussteil an einem Hochdruckspeicher. Und das wurde zwar tatsächlich von Nel entworfen, doch die Ursache der Explosion war nach Aussage des untersuchenden Unternehmens Gexcon ein Montagefehler. Nel wird nun entsprechende Maßnahmen treffen, um die Sicherheit an den Stationen zu erhöhen und auch in Zukunft zu gewährleisten. 

Der Nel-Aktienkurs +2,086% reagierte am Freitag mit einem satten Kursplus von zeitweise mehr als sieben Prozent auf über 7 Kronen, stieß dort auf Widerstand in Form der 50-Tage-Linie (siehe Chart unten). Damit hat sich der Kurs von seinem Jahrestief bei 4,50 Kronen wieder deutlich erholt. In Deutschland, wo das Unternehmen ebenfalls viele Fans unter den Aktionären hat, wurde bei 0,44 Euro der tiefste Stand seit Dezember markiert. Heute kostete eine Nel-Aktie zeitweise wieder 0,74 Euro. 

Die Nel-Aktie hatte nach einem guten Geschäftsausblick Ende Mai ein neues Allzeithoch bei 9,75 Kronen erreicht. Die Frankfurter Notierung erreichte seinerzeit erstmals die Marke von 1,00 Euro. Grund für die Euphorie der Börsianer war ein guter Auftragseingang von fast 200 Millionen NOK. Unter anderem erhielt Nel den Auftrag zum Bauer einer alkalischen Elektrolyseur-Lösung mit 4,5 MW von Hybrit Development AB, einem Gemeinschaftsunternehmen von SSAB, LKAB und Vattenfall. Bei Göteburg planen die Unternehmen eine grüne Wasserstoff-Produktion mittels Elektrolyse. 

Dann sorgten der Ausstieg von zwei Investoren und eben die Explosion am 10. Juni für einen folgenden Crash der Nel-Aktie. Das Papier sackte binnen weniger Tage um über 50 Prozent ab (siehe Chart unten). Nun muss neues Vertrauen aufgebaut werden. Die hohen Schwankungen werden den Nel-Kurs wohl noch eine Weile begleiten. 

(mmr) 

Sechs-Monats-Chart Nel Asa (in Norwegische Kronen, Oslo)
Sechs-Monats-Chart Nel Asa (in Euro, Frankfurt)
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