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Nestlé: Trotz schwacher Zahlen neues Rekordhoch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Schweizer Lebensmittel-Konzern Nestlé hat die Umsatzerwartungen im ersten Halbjahr leicht verfehlt, die Jahresziele aber bestätigt. Von Januar bis Juni legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus eigener Kraft um 3,6 Prozent auf 45,46 Milliarden Schweizer Franken (rund 41,1 Mrd. Euro) zu, wie der Konzern am Freitag in Vevey mitteilte. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Am meisten wuchsen die Geschäfte erneut in den USA und in Brasilien.

An der Schweizer Börse legten die Nestle-Aktien bis zum Mittag zeitweise um über zwei Prozent zu und waren damit stärkster Wert im SMI. Mehr noch: Bei 204,74 Franken wurde ein neuer historischer Höchststand markiert. (Hinweis: Schweizer Aktien werden derzeit nicht an deutschen Börsen gehandelt.

Laut Goldman-Sachs-Analyst John Ennis dürfte die Qualität der Dynamik am Markt positiv gedeutet werden, da das viel beachtete interne Realwachstum gegenüber Wettbewerbern wie Danone -0,83% oder Unilever stark gewesen sei.

Bei dem im August vergangenen Jahres abgeschlossenen Vermarktungsdeal zwischen Nestlé und Starbucks -0,55% deute derzeit alles auf einen "überwältigenden Erfolg" hin, sagte Konzernchef Mark Schneider. Nestle hatte sich für gut sieben Milliarden US-Dollar das Recht auf die weltweite Vermarktung sämtlicher Konsum- und Gastronomieprodukte von Starbucks gesichert, mit Ausnahme der Starbucks-Cafés. Das habe die Kaffeesparte beflügelt, sagte Schneider nun. Der Bereich leidet allerdings noch immer unter Preisdruck.

Neben dem Kaffee waren in den ersten sechs Monaten vor allem Heimtierprodukte, Säuglingsnahrung sowie spezielle, auf bestimmte Krankheiten zugeschnittene Lebensmittel gefragt. Im Wasser-Geschäft ging das Wachstum bei der Nachfrage dagegen erneut zurück, wobei in Europa sogar weniger umgesetzt wurde als ein Jahr zuvor. Nestlé führte dies auf schlechtes Wetter zurück, wodurch sich das Wachstum im zweiten Quartal vor allem in Nordeuropa verlangsamt habe. Die Sparte konnte wie zuvor nur über Preiserhöhungen auf ein Plus gebracht werden.

Unter dem Strich stand letztlich ein Reingewinn von fünf Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das zwar fast 15 Prozent weniger - damals spülte allerdings der Verkauf des US-Süßwaren-Geschäfts an Ferrero für fast drei Milliarden Franken ordentlich Geld in die Kasse.

Die Jahresziele bestätigte Nestle und wurde dabei etwas konkreter: Im laufenden Geschäftsjahr soll das organische Umsatzwachstum bei rund 3,5 Prozent liegen. Bei der operativen Marge wird ein Wert von 17,5 Prozent oder höher angepeilt. Damit würde das Margenziel für das nächste Jahr bereits 2019 erreicht. Der Gewinn je Aktie soll sich zudem zu konstanten Wechselkursen erhöhen.

Mit Material von dpa-AFX

Drei-Jahres-Chart Nestlé (in Schweizer Franken, Zürich)
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