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Neue gebührenarme und steuerfreie Gold-Alternative

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auch wenn die Finanzwelt-Zweifler derzeit vor allem auf den Höhenflug des virtuellen Tauschobjekts „Bitcoin“ schauen, bleibt Gold für den ernsthafteren Teil dieser Klientel wohl das Wertaufbewahrungsmittel Nummer eins. Und sei es nur wegen des oft vorgebrachten Arguments, Gold sei schon seit vielen 1000 Jahren als „Währung“ anerkannt. Zumindest an diesem Punkt können die Krypto-Währungen nicht mithalten, lässt sich vollkommen wertfrei konstatieren.

Für den Teil der Gold-Investoren, die dabei nicht der reinen Lehre folgen - nur echte Barren im eigenen Tresor -, sondern so viel Restvertrauen mitbringen, dass sie auch die verbrieften Gold-Bestände mit Aufbewahrung in Hochsicherheitstresoren bei Banken oder Börsen akzeptieren, gibt es seit einigen Wochen eine neue Anlagealternative, die einige Vorteile mit sich bringt.

Die Börse Stuttgart Securities GmbH hat nämlich schon im Oktober mit Euwax Gold II (EWG2LD) einen zweiten ETC für die Anlage in dem Edelmetall an den Markt gebracht. Wie beim Vorgänger (EWG0LD) spiegelt auch der neue ETC den Preis für ein Gramm wider und ist zu 100 Prozent mit physischem Gold unterlegt.

Anders als bei Euwax Gold 1 ist dem Neuling jetzt aber auch eine grammgenaue und täglich abrufbare Auslieferung des von dem ETC zugesicherten Bestands möglich. Wichtig ist dies vor allem, weil so die Anforderungen an eine „Forderung auf Sachleistung“ (statt einer „Kapitalforderung“) erfüllt sein sollten. Damit würden etwaige Wertgewinne nach Ablauf einer Spekulationsfrist von einem Jahr von der Abgeltungssteuer befreit bleiben. In diesem Sinne hatte der Bundesfinanzhof abschließend für das von der Börse Frankfurt initiierte Xetra-Gold entschieden, an dessen Ausgestaltung sich die Stuttgarter beim Euwax Gold 2 orientiert haben.

Dies gilt allerdings nur für die Modalitäten der Auslieferung. An einem anderen wichtigen Punkt weicht Stuttgart vom Vorgehen bei dem vor allem für Großinvestoren konzipierten Xetra-Gold ab. Anders als dort werden bei dem verbrieften Gold in Stuttgart nämlich keine laufenden Gebühren erhoben, wie dies bei Xetra-Gold der Fall ist.

Einige Zeit hatten die Depotbanken diese Kosten übernommen, um bei ihren Kunden nicht permanent diese Gebühren eintreiben zu müssen. Mittlerweile gehen aber immer mehr Depotbanken dazu über, genau dies doch zu tun. Der eine oder andere Anleger wird dies bereits bemerkt und sich vielleicht über die permanenten Kleinstbetrag-Abbuchungen geärgert haben.

Solche sind bei der Euwax-Lösung nicht zu befürchten. Dafür werden im laufenden Handel aber üblicherweise deutlich größere Geld-Brief-Spannen gestellt. Während Xetra-Gold zwischen 9:00 bis 17:30 Uhr in der Regel durchweg mit einer Preisdifferenz von maximal zwei Cents gehandelt werden kann, werden bei den Stuttgarter Gold-ETCs für den Geldkurs vor allem am Vormittag mitunter Aufschläge von einem Prozent oder mehr veranschlagt. Im Nachmittagshandel sind die Spreads zwar deutlich geringer, bleiben aber dennoch weit über denen des Handels auf Xetra.

Für langfristig denkende Anleger, die Gold als Dauerposition betrachten, dürfte der moderate einmalige Aufschlag um einiges reizvoller sein. Trotzdem macht es natürlich allemal Sinn, etwaige Transaktionen dann eben lieber am Nachmittag zu platzieren. Geld und Gold verschenken muss man ja auch nicht…

Ralf Andreß

 

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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