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Neue Hoffnung für die deutschen Autoaktien

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Trump-Administration hat die Chefs der drei großen deutschen Autohersteller zum Gespräch gebeten. Oder auch vorgeladen, je nach individueller Lesart. Fakt ist, dass der Gesprächstermin wesentlichen Einfluss auf die nähere Zukunft der gesamten Automobilbranche haben dürfte. Denn es geht um nicht weniger als einen der wichtigsten Absatzmärkte für deutsche Autos. Nach Zahlen des Handelsblatts in der heutigen Ausgabe haben die deutschen Hersteller im vergangenen Jahr fast 500.000 deutsche Fahrzeuge in die USA exportiert. Und auch wenn dem eine noch größere Zahl an Autos gegenübersteht, die von den deutschen Herstellern in US-Produktionsstätten für den Weltmarkt produziert werden, ergibt sich den Zahlen folgend ein Handelsbilanzüberschuss von mehr als 12 Milliarden Euro zu Gunsten von Deutschland. Dies ist beinahe die Hälfte des Gesamtüberschusses der EU von 28,5 Milliarden.

Bei dem nun anberaumten Treffen geht es also um viel und es steht zu vermuten, dass sich die Autoproduzenten pragmatischer geben werden als die Chefverhandler der EU, wenn es irgendeine Chance gibt eine massive Anhebung der Importzölle für europäische Autos zu vermeiden. Ob das mittel- und langfristig vernünftig ist oder nicht, dürfte dabei für die Börse eine untergeordnete (wenn überhaupt) Rolle spielen. Moral und Prinzipien sind eben eher etwas für die politische Bühne. Aktienkäufer mögen hingegen Klarheit und Planbarkeit. Dabei dürfte dann beinahe jeder denkbare Deal besser passen als eine über Markt und Kursen hängende Maximaldrohung.

Auffällig ist dabei, dass eben diese Erkenntnis augenscheinlich vor allem die amerikanischen Investoren umtreibt. Denn die Meldung über die Trump-Einladung hat an der Börse zunächst kaum Wirkung gezeigt. Erst mit Eröffnung des US-Handels am Nachmittag kam dann ordentlich Bewegung in die Kurse von Daimler, BMW und VW. Bewegung nach oben, versteht sich. 

Heute und morgen werden die Auto-Aktien auf die Unterstützung aus Amerika verzichten müssen, weil dort wegen Thanksgiving und dem Black Friday ein langes fast-börsenfreies Wochenende bevorsteht. Für Anleger hierzulande könnte es sich derweil vielleicht doch lohnen die drei Auto-Aktien in Erwartung einer Lösung bei dem USA-Problem wieder in Augenschein zu nehmen.

An den grundlegenden Erwägungen hat sich dabei wenig geändert. Bis dato werden bei allen drei Aktien noch immer extrem hohe Dividenden erwartet, die über Zertifikatekonstruktionen vorab auch in starke Sicherheitskomponenten umgemodelt werden können, wobei zum Teil nicht einmal Abstriche bei den Kurshoffnungen gemacht werden müssen.

So bietet um Beispiel  von der Citigroup angebotenes Bonuszertifikat auf Daimler eine reizvolle Kombination aus einem Absturzpuffer von mehr als 25 Prozent, einer Seitwärtsrendite von fast 12% p.a. und einer nach oben nicht gedeckelten Beteiligung an noch darüberhinausgehenden Kursgewinnen (CP2PJ9). Die Barriere, die nicht unterschritten werden sollte, liegt bei 37,50 Euro. Die bei Einhaltung dieser Schwelle sichere Mindestzahlung beträgt 60 Euro. Und bei einem per Mitte Juni höheren Aktienkurs gibt es auch bei dem Zertifikat entsprechend mehr. Ähnliche Eckdaten liefert auch ein Bonus auf BMW, wobei die Bonusrendite hier aber „nur“ bei 7,2% p.a. liegt. Die Chance auf mehr, gilt aber auch hier (CP2PHN, Barriere 55 Euro, Bonuslevel 82 Euro).

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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