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Neuer BMW-Chef mit großem Ziel – Wie reagiert die Börse?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Gleich am ersten Arbeitstag forderte der neue BMW-Chef Oliver Zipse die Beschäftigten dazu auf, aus den Chancen des Umbruchs in der Autoindustrie Kapital zu schlagen. In einem Rundbrief scheute er nicht davor, die Schwächen des Konzerns offenzulegen und direkt anzusprechen. Laut Zipse müsse BMW "als Gewinner aus dem Umbruch in unserer Branche hervorgehen".

Der 55-jährige Ingenieur war bisher als Produktionschef für die weltweit 31 BMW-Werke verantwortlich. Der Aufsichtsrat hatte Zipse im Juli zum Nachfolger von Harald Krüger berufen, der nach vier Jahren an der Spitze seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Aufsichtsratschef Norbert Reithofer hatte erklärt, mit "Zipse übernimmt ein führungsstarker Stratege und Analytiker den Vorstandsvorsitz". Er werde für "zusätzliche Impulse bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft" sorgen.

Zipse schrieb an die Mitarbeiter, BMW habe sich in den vergangenen Jahren etwas "an den Erfolg gewöhnt". Jetzt stiegen die Kosten schneller als die Einnahmen. "Wir denken und handeln noch nicht konsequent global." Jeder müsse bereit sein, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, Erfolg müsse "jeden Tag neu erarbeitet werden", mahnte der neue Chef. "Wir müssen nicht immer der Erste sein", aber bei allem "deutlich besser sein als der Wettbewerb", forderte Zipse. Das gelte für Autos und Dienstleistungen, Strukturen und Kosten.

Zugleich betonte er aber auch ungewohnt deutlich die Stärken von BMW. Je nach Entwicklung der Kundenwünsche und der gesetzlichen Vorgaben in den verschiedenen Regionen könne BMW Verbrenner, Hybride oder Elektroautos bauen: "Mit unseren flexiblen Architekturen sind wir dem Wettbewerb weit voraus", das mache den Unterschied. Beim Verkauf habe die Marke den Rückstand auf Mercedes verkürzt und als Konzern mit Mini den Vorsprung vergrößert. "Wir wissen, was wir tun - und warum wir es tun", stellte Zipse klar.

Die Internationale Automobilausstellung (IAA) Anfang September wird sein erster großer öffentlicher Auftritt als BMW-Chef werden. Die erste große Herausforderung aber ist der Brexit Ende Oktober: Großbritannien ist für BMW der viertgrößte Markt, zudem baut der Konzern dort den Mini, den Rolls-Royce sowie Motoren für den 1er BMW.

Die BMW-Aktie -1,40% hat in den letzten drei Wochen zeitweise bereits mehr als 15 Prozent verloren. Ob Zipse eine Trendwende bei den Wertpapieren einleiten kann, bleibt abzuwarten. Die Anleger und den Markt konnte er zumindest heute noch nicht direkt überzeugen. Die BMW-Aktie zeigte sich am Freitag nur leicht verbessert. 

Sechs-Monats-Chart BMW (in Euro)
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