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Ölpreis und Konjunktur

| Quelle: PLT

Der Ölpreis ist unter Druck. Vor dem jüngsten Opec-Treffen in Wien (25.5.) war die Notiz für ein WTO-Barrel bis auf 45 US-Dollar abgestürzt, um sich vor der Zusammenkunft des Kartells bis auf über 51 Dollar zu erholen. Unmittelbar im Anschluss erfolgte der erneute Absturz auf nur noch 42 Dollar (aktuell: 43,88 Dollar). Mit der Weltkonjunktur hat das nicht das Geringste zu tun, obwohl es in vielen Börsenberichten immer wieder unterstellt wird. Hauptgrund für den nachhaltigen Ölpreisverfall ist das hohe zusätzliche Angebot durch US-Fracking. Doch wie nachhaltig ist dieser Preisdruck? Der niedrige Ölpreis hemmt die Bereitschaft zu notwendigen Investitionen. Wie uns der Rohstoffexperte eines namhaften DAX-Unternehmens sagte, braucht die weltweite Ölindustrie jährlich 500 Mrd. Dollar Investitionen, um ihr Förderniveau einigermaßen zu halten, ein großer Teil davon entfällt auf die USA. Der niedrige Ölpreis hat in den vergangenen drei Jahren bereits dazu geführt, dass weltweit an die 1 500 Mrd. US-Dollar zurückgehalten werden, die eigentlich für Investitionen in die Ölförderung gedacht waren.

Dieser Investitionsstau könnte bei dem derzeit guten Lauf der Weltkonjunktur dazu führen, dass sich das Angebot an Öl mittelfristig erneut verknappt und die Preise steigen. Das Positive aus dieser Erkenntnis: Der Preisanstieg wird nicht über Nacht erfolgen. Investitionszyklen der Ölindustrie umfassen mehrere Jahre. Noch herrscht die beste aller Welten. Die Zinsen sind niedrig, die Preise stabil. Der deutschen Konjunktur gab ifo erst jüngst mit seinem Geschäftsklimaindex Bestnoten. Auch andere Teile Europas kommen aus dem Tief. Die gute Konjunktur in den USA ist weiter fortgeschritten, aber noch nicht erhitzt. China wird weniger schlimm als befürchtet und im Zweifel seine Prognosen übertreffen. Es besteht also überhaupt kein Grund, den niedrigen Ölpreis an der Börse als Ausstiegssignal zu werten.

 

Quelle: PLATOW Medien GmbH

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