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Ölpreise steigen – diese Aktien profitieren

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In Saudi-Arabien sind nach offiziellen Angaben zwei Ölpump-Stationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Ost-West-Pipeline eingestellt, über die Öl aus der Ostprovinz in den Hafen Janbu transportiert wird, teilte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih mit. Durch den Angriff sei an einer der angegriffenen Pumpstationen ein Feuer ausgebrochen und Sachschaden entstanden.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nachdem aus den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Sabotage-Akte an Öltankern gemeldet worden waren. Wer für die Angriffe verantwortlich ist, ist bisher nicht bekannt. Die ölreiche Golfregion ist aufgrund der großen Rivalität zwischen Saudi-Arabien und Iran seit langem ein Konflikt-Herd. Verschärft wird die Lage durch den Atomstreit zwischen den USA und Iran.

Tendenzieller Druck auf die Ölpreise kommt hingegen von der Nachfrage-Seite. Angesichts des immer härter geführten Wirtschaftskonflikts zwischen den USA und China sorgen sich Fachleute um die Entwicklung der Weltwirtschaft. Zuletzt war der Konflikt in Form neuer Strafzölle weiter eskaliert. Eine sinkende Weltkonjunktur würde die Ölpreise tendenziell drücken.

Die Ölpreise zogen heute nach den Berichten über einen Drohnen-Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent +1,60% kostete am Dienstag-Nachmittag mit 71,40 US-Dollar 1,7 Prozent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,5 Prozent auf 62,11 Dollar.

Steigende Ölpreise sind schlecht für Heizöl-Käufer, Spediteure und Autofahrer. Aber gut für die Öl-Konzerne. So profitierte heute zum Beispiel die Aktie des BP-Konzerns +0,87%. Gesunkene Ölpreise hatten Ende April noch auf die Quartalsergebnisse der Briten gedrückt. Dennoch hatte die Privatbank Berenberg das Kursziel für BP nach den Zahlen zum ersten Quartal von 610 auf 620 Pence angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Ölkonzern habe solide abgeschnitten und die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Henry Tarr vor zwei Wochen.

Auch die Aktie des Energie-Riesen Royal Dutch Shell +0,35% gehört heute zu den größeren Gewinnern am Aktienmarkt. Der britisch-niederländische Konzern wurde von der Investmentbank HSBC kürzlich von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel für die Shell-Aktie wurde von 2.710 auf 2.740 Pence angehoben. Die Ölbranche erscheine nach der jüngsten Korrektur attraktiv, schrieb Analyst Gordon Gray in der vergangenen Woche. Der Barmittelzufluss dürfte Shell auch nach Auslaufen des aktuellen Programms hohe Aktienrückkäufe erlauben.

Shell richtet sich derweil auch auf die Energiewende ein. Noch in diesem Jahr sollen in Deutschland 50 Strom-Ladesäulen mit 100 Ladepunkten an den Shell-Tankstellen entstehen. Die Ladeleistung soll dabei so hoch sein, dass ein Elektro-Auto in wenigen Minuten genug Strom für eine Fahrleistung von 100 Kilometern aufnehmen kann, wie Shell mitteilte. Damit ist Shell der erste Tankstellen-Konzern, der in einem größeren Umfang Ladesäulen anbietet, wenngleich nur ein kleiner Teil der rund 2.000 Shell-Stationen aufgerüstet wird. Doch das soll nur der Anfang sein, heißt es in der Shell-Mitteilung.

Der russische Staatskonzerns Gazprom -2,83% profitiert ebenfalls von höheren Ölpreisen. Der kräftige Kursanstieg am Dienstag rührt jedoch vor allem von der Ankündigung einer Dividenden-Erhöhung her. DER AKTIONÄR schreibt in einem Online-Artikel, dass Gazprom mit der Rekorddividende damit Forderungen des Kreml entgegenkommt. 

Auch für den Ölförderanlagen-Ausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (AT0000946652) sind höhere Ölpreise geschäftsfördernd. Der im österreichischen Standardwerte-Index ATX gelistete Wert rüstet auch Fracking-Anlagen aus. Am Dienstag-Nachmittag lag der Wert gut eineinhalb Prozent im Plus.

mmr mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Nordsee-Öl Sorte Brent Crude (in US-Dollar)
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