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Options Group erklärt: Warum Vorstände die Digitalisierung verpassen

| Quelle: FIN | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Unternehmen müssen sich immer mehr mit den Themen Automatisierung, Digitalisierung sowie mobilen Technologien auseinandersetzen, um am Markt mitzuhalten. Die Führungsspitze bilden jedoch häufig Vorstände, die den technischen Wandel und das notwendige Umdenken nicht komplett verinnerlichen können. Durch das wirksame Einsetzen von Recruiting Tools und professioneller Personalberatung kann hierbei ein großer Mehrwert generiert werden – Executive Director der Options Group Deutschland, Frau Diana Herpel, hat uns dies genauer erklärt.

Unsere Gesellschaft agiert zunehmend digitaler und das wird auch für Unternehmen deutlich. Der Bedarf der Digitalisierung ist stark. Leider scheitern viele Firmen, insbesondere aufgrund ihres Vorstandes bei der Umsetzung. Vor allem die Chancen für das eigene Unternehmenswachstum und die sich ergebenden Marktvorteile liegen weitab vom Fokus der im Durchschnitt über Sechzigjährigen.

Eine Datenanalyse von Options Group – globaler Personalrecruiter mit Fokus in der Finanzbranche – ergab, dass der Durchschnitt aller Vorstände der S&P 500-Unternehmen bei über 63 Jahren liegt. Nur 15% aller S&P 500-Unternehmen beschäftigen Vorstände unter 60 Jahren. Digital Natives oder zumindest aus der IT-Branche stammende Fachleute sowie jüngere Vorstandsmitglieder mit Verständnis und Interesse für Technik, Digitalisierung, Cyber-Technologien und dergleichen sind Mangelware in der Vorstandsriege. Eine weitere Analyse der Options Group zeigt: nicht einmal 13% der S&P 500-Unternehmen beschäftigen Technologie-Experten in ihren Vorständen.
Die Untersuchung ist stimmig mit einer Umfrage der Harvard Business Review, in der lediglich 27% der befragten Vorstandsvorsitzenden die Meinung äußerten, dass ihr Vorstand aktive Verfechter der Digitalisierung beherberge. Insgesamt eher ernüchternde Zahlen, hält man sich einmal vor Augen, dass der Vorstand die Wege eines Unternehmens wesentlich bestimmt – ohne ausreichende Kenntnisse und Partizipation im IT-Bereich und der technologisierten Seite des Markts kann der gewählte Weg schnell bergab führen. IT-Kenntnisse im Vorstand sind also essenziell, um Trends zu erkennen, am Puls der Zeit zu bleiben, um Marktanteile auszubauen und als Unternehmen zu wachsen.

Diana Herpel von der Options Group Deutschland rät zu Digitalisierungsexperten aus der IT

"Vorstände müssen die Bedeutung der IT begreifen", sagt Diana Herpel, Executive Direktor bei der Options Group Germany GmbH. „Wenn schon nicht aus dem eigenen Fachbereich oder Verständnis heraus, dann durch einen CDO (Chief Digital Officer) als Experten oder einen CIO (Chief Information Officer) als Teil des Vorstands oder der Geschäftsführung”. Aufgrund der Digitalisierung ändert sich die „Führungsfunktion“ in Unternehmen grundlegend. „Benötigt wird eine elemantare Sanierung der Managementpositionen sowie verantwortungsvoller Fachpositionen, welchen ein gewisser Gestaltungsspielraum eingeräumt werden muss!“, betont Diana Herpel.

Vorstände müssen innovativ denken und entsprechend einstellen

Jedes Unternehmen wird zum Technologieunternehmen und wer nicht mitzieht verpasst den Anschluss. Vorstände sollten also im eigenen Kreise einen IT Verantwortlichen benennen. “Eines der wesentlichen Probleme im Markt sieht mein Netzwerk darin, dass Führungskräfte häufig "alteingesessene Manager" mit viel zu hohen Gehältern und keinem Gespür oder Interesse für Innovation sind”, erklärt uns Diana Herpel und äußert weiter: „Gebraucht werden in Führungsrollen allerdings Macher, die Hands on anpacken, querdenken, dauerhaft Innovationen schaffen. Und schließlich den Vorteil zum Wettbewerb bringen.”

Sanierung von Managementpositionen

Ein gewisses technisches Unverständnis muss man jener Generation nachsehen, welche aktuell die Vorstände von großen und wichtigen Unternehmen füllt. Jedoch darf es keine Entschuldigung für eine rückständige IT-Entwicklung sowie nicht genutzte Chancen sein. Nicht nur die Führungskräfte sind gefordert, sondern auch die Vorstände selbst.
"Gefordert ist ein Umdenken, welches grundlegende Ansätze im Markt vollkommen in Frage stellt und das auf Vorstandsebene. Vorstände müssen die neue Marktsituation begreifen und entsprechend handeln lernen. Dies gelingt nur durch die Einstellung von innovativen jüngeren Digitalisierungsexperten innerhalb der eigenen Reihen oder zumindest auf Augenhöhe. Damit sichert man sich einen Vorsprung zum Wettbewerb und den erfolgreichen Weg in eine digitale Zukunft" fasst Diana Herpel abschließend zusammen.

Quelle Bild: © Options Group Germany GmbH

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