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Osram: Endlich ist die Leuchten-Sparte weg

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Lichtkonzern Osram hat nach langem Suchen einen Käufer für sein schwächelndes Leuchtengeschäft gefunden. Die 2018 ins Schaufenster gestellte Problemsparte Siteco geht an die Beteiligungsgesellschaft Stern Stewart Capital, wie Osram am Dienstag mitteilte. Einen Kaufpreis für den Bereich, der den Angaben zufolge im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 900 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro erwirtschaftete, nannte das Unternehmen nicht.

Die Osram-Aktien -0,21% stiegen am Vormittag im Vergleich zum Xertra-Schluss zeitweise um 1,5 Prozent. Der Kurs versucht seit Tagen, den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt zu überwinden, der aktuell bei 28,51 Euro verläuft.

Das Geschäft mit der Beleuchtung für Bürogebäude, Fabriken und Straßen litt längere Zeit unter schwindenden Umsätzen, insbesondere in den USA. Zudem schrieb der Bereich über viele Jahre Verluste. Als Konsequenz daraus hatte das Management einen Sparkurs inklusive Stellenabbau eingeläutet und den Verkauf des Leuchten-Servicegeschäfts in den USA beschlossen. Im vergangenen Jahr standen dann operativ schwarze Zahlen zu Buche.

Update:  Osram selbst will sich eigentlich von den Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle -1,62% übernehmen lassen. Allerdings könnte der schon länger angedachte Deal nach einer erneuten Gewinnwarnung des MDax-Konzerns Ende März wackeln. Es war die dritte Prognosesenkung binnen eines Jahres. "Das Vertrauen in den Investment- und Finanzierungscase ist erheblich gesunken", zitierte das Manager Magazin in der vergangenen Woche einen beteiligten Investmentbanker. Die potenziellen Investoren rechnen seit Wochen einen Kauf von Osram durch.

Kreisen zufolge fordert Osram von den Finanzinvestoren ein Übernahmeangebot von 36 Euro je Anteilsschein. Eine solche Offerte würde Osram insgesamt mit 3,5 Milliarden Euro bewerten. Allerdings hätten Bain und Carlyle Probleme, einen solchen Preis bei den finanzierenden Banken durchzusetzen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Investoren würden noch in dieser Woche mit Vertretern der Geldhäuser sprechen und voraussichtlich in den kommenden Tagen entscheiden, ob sie für eine Übernahme von Osram böten.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Osram Licht (in Euro, Xetra)
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