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OTS: IATA - International Air Transport Association / Mehr Arbeitsplätze und ...

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Mehr Arbeitsplätze und Wohlstand durch die Erhöhung der
Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtbranche
Berlin (ots) - Die internationale Luftverkehrsvereinigung IATA veröffentlichte
eine neue Studie, der zufolge ein konkurrenzfähigerer deutscher
Luftverkehrssektor das nationale BIP bis zum Jahr 2037 um 49 Mrd. Euro steigern
und 400 000 neue Arbeitsplätze schaffen könnte.

Die Studie "German Air Transport Regulatory Competitiveness Indicators"
empfiehlt Deutschland folgende Maßnahmen, um von einer optimalen
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zu profitieren:

- Abschaffung der Luftverkehrssteuer, die die Reisekosten in
Deutschland künstlich in die Höhe treibt und die deutsche Luftfahrt
benachteiligt.
- Verbesserung der Kapazität und Effizienz der
Luftverkehrsinfrastruktur, sowohl in der Luft als auch am Boden.
- Steigerung der Kosteneffizienz der Flugsicherungsdienste durch die
Förderung der Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums
(Single European Sky, SES) und die Einführung kosteneffizienter
Strukturen mittels Automatisierung, der Überwachung des Luftverkehrs
aus der Ferne (Remote-Tower-Konzept) und Ausschreibungsverfahren für
Tower-Services.
- Förderung der Einführung innovativer Technologien für
Grenzsicherheit und Zoll.
- Einführung einer nationalen Luftraumstrategie in Absprache mit den
Nutzern, um die Kapazität und Effizienz des Luftraums zu verbessern.

Der Luftverkehr leistet bereits heute einen bedeutenden Beitrag zur deutschen
Wirtschaft. Die Branche gewährleistet 1,1 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz
und trägt 77,8 Mrd. Euro zur Wirtschaft bei, was ungefähr 2,5 % des deutschen
Bruttoinlandsprodukts entspricht. Wenn die Regierung die Wettbewerbsfähigkeit
der Luftfahrtbranche auf ihre Agenda setzt, können bis zum Jahr 2037 400 000
weitere Arbeitsplätze geschaffen und ein zusätzliches BIP von 49 Mrd. EUR
generiert werden. Wird hingegen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrt
nicht verbessert, werden 200 000 Arbeitsplätze verloren gehen.

Ein weiterer Schwerpunkt im Zusammenhang mit der Luftfahrt ist die Umwelt.
Regierungen aus aller Welt sind übereingekommen, das System zur Verrechnung und
Reduzierung von Kohlenstoffdioxid für die internationale Luftfahrt (CORSIA)
einzuführen, das die Branche dabei unterstützen wird, um ab 2020 ein
CO2-neutrales Wachstum zu erreichen. Außerdem hatte sich die Branche
verpflichtet, die Kohlenstoffemissionen bis zum Jahr 2015 auf die Hälfte der
Werte von 2005 zu reduzieren, im Einklang mit den Zielen des Pariser
Klimaabkommens. Es wurden bereits Fortschritte gemacht: Seit 1990 sind die
CO2-Emissionen je Passagier um die Hälfte zurückgegangen. Um das Ziel für 2050
zu erreichen, sind bedeutende Investitionen in erneuerbare Flugtreibstoffe und
neue Hybrid-/Elektrotechnologien notwendig. Deutschland ist bestrebt, in puncto
Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle zu spielen, und somit ein idealer Kandidat,
um diese Initiativen zu fördern und weiterhin beim Klimaschutz eine führende
Rolle einzunehmen. Das wiederum wird neue wirtschaftliche Möglichkeiten mit sich
bringen.

"Deutschland ist der zweitgrößte Luftfahrtmarkt Europas. Ein starkes Programm
zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtindustrie wird die bereits
bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Vorteile des Landes noch steigern. Um
dies jedoch zu erreichen, muss Deutschland die Reform seines extrem
ineffizienten Flugverkehrskontrollsystems in Angriff nehmen, das Verspätungen
für die Passagiere verursacht und unnötig hohe Kohlenstoffemissionen verursacht.
Durch die Einführung der nationalen Luftraumstrategie und die Drosselung der
Besteuerung könnte Deutschland durch den Luftverkehr zusätzlichen Wohlstand und
Arbeitsplätze schaffen. Und wenn diese Maßnahmen von der politischen
Unterstützung erneuerbarer Flugtreibstoffe und der Hybrid-/Elektrotechnologie
begleitet werden, werden die CO2-Emissionen zusätzlich reduziert werden können",
so Rafael Schvartzman, IATA-Vizepräsident für Europa.

Zum Hintergrund:

- Die IATA (International Air Transport Association) repräsentiert
rund 290 Fluggesellschaften, die 82 % des internationalen
Luftverkehrs abdecken.
- Auf unserer Website https://twitter.com/iata finden Sie
verschiedene Ankündigungen, Positionen zu Strategien und andere
nützliche Brancheninformationen.
- Den Bericht "German Air Transport Regulatory Competitiveness
Indicators" finden Sie unter dem folgenden Link:
http://ots.de/yNJydN

OTS: IATA - International Air Transport Association
newsroom: http://www.presseportal.de/nr/79799
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_79799.rss2

Pressekontakt:
Unternehmenskommunikation
Tel: +41 22 770 2967
E-Mail: corpcomms@iata.org


Quelle: dpa-AFX
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