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OTS: Immowelt AG / Nähe zu Ballungsräumen treibt Preise: Wohnungen in ...

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Nähe zu Ballungsräumen treibt Preise: Wohnungen in mittelgroßen
Städten verteuern sich binnen eines Jahres um bis zu ein Drittel
Nürnberg (ots) - Der Vorjahresvergleich der Angebotspreise für
Eigentumswohnungen in 100 deutschen Mittelstädten von immowelt zeigt:

- Vor den Toren Frankfurts: In Aschaffenburg steigen die Preise um 34 Prozent
auf 3.500 Euro pro Quadratmeter
- Große Preissteigerungen auch rund um Köln: Langenfeld (+33 Prozent), Pulheim
(+29 Prozent) und Hürth (+26 Prozent)
- Hochpreisiges Baden-Württemberg wird noch teurer: Konstanz steigt auf 4.930
Euro (+12 Prozent), Ludwigsburg auf 3.960 Euro (+20 Prozent) und auf Tübingen
3.920 Euro (+5 Prozent)
- Rückgang der Angebotspreise in strukturschwachen Regionen: Emden (-3 Prozent),
Gera (-5 Prozent) und Neubrandenburg (-16 Prozent)

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen verteuern sich in Deutschland nicht nur in
Großstädten und Metropolen. Ein Vorjahresvergleich der Angebotspreise von
immowelt zeigt: In 85 von 100 untersuchten mittelgroßen Städten steigen die
Angebotspreise - in mehr als der Hälfte sogar im zweistelligen Prozentbereich.
Vor allem Städte in der Nähe von Ballungsräumen und mit guter Verkehrsanbindung
sind betroffen, weil dort auch Pendler nach Wohnungen suchen. Untersucht wurden
die Kaufpreise für Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern in 100 ausgewählten
Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern.

Starke Zuwächse rund um Frankfurt und Köln

In Aschaffenburg sind die Preise für Eigentumswohnungen von 2.620 Euro auf 3.500
Euro pro Quadratmeter gestiegen (+34 Prozent). Die unterfränkische Stadt
prosperiert einerseits wirtschaftlich und liegt andererseits nur rund 40
Kilometer vom Ballungsraum Frankfurt am Main entfernt. Dadurch gibt es eine
gesteigerte Nachfrage nach Wohneigentum und in der Folge eine rege
Neubauaktivität - was aufgrund der gestiegenen Baukosten ebenso einen Anstieg
der mittleren Angebotspreise nach sich zieht.

Eine kräftige Verteuerung von Wohnungen lässt sich auch in Mittelstädten rund um
den Ballungsraum Köln beobachten: In Langenfeld im Rheinland klettert die Preise
um 33 Prozent auf 3.410 Euro und in Pulheim um 29 Prozent (2.910 Euro).
Euskirchen legt um 27 Prozent (2.240 Euro) zu und Hürth um 26 Prozent (3.470
Euro). Alle Städte sind per S- oder Regionalbahn gut an die Großstädte des
Rheinlandes angebunden, sodass ein Immobilienkauf hier auch für Pendler
attraktiv ist. Der Anstieg liegt nicht zuletzt in der Nähe zu hochpreisigen
Städten wie Düsseldorf oder Köln begründet.

Höchstpreise in Baden-Württemberg

Noch teurer ist es rheinaufwärts: 4 der 5 teuersten Mittelstädte der Analyse
liegen in Baden-Württemberg - und das Niveau steigt weiter: In Konstanz, der
teuersten Stadt der Analyse, erhöht sich der Quadratmeterpreis auf 4.930 Euro
(+12 Prozent), in Ludwigsburg auf 3.960 Euro (+20 Prozent). Auch in Tübingen
(3.920 Euro, +5 Prozent) und Friedrichshafen (3.850 Euro, +6 Prozent) müssen
Immobilienkäufer aktuell mehr bezahlen als 2018. Auch abseits von Stuttgart ist
Baden-Württemberg die Heimat etlicher erfolgreicher mittelständischer
Unternehmen, bietet ein breites Hochschulangebot und viele Jobs im
Tourismussektor. Das sorgt für Zuzug und erhöht die Nachfrage nach Wohnraum und
-eigentum, sodass in der Folge die Preise für Immobilien klettern.

Rückgang in strukturschwachen Städten

Aber nicht überall haben sich Eigentumswohnungen verteuert. In 14 Mittelstädten
ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen: Im hochpreisigen Landshut bei München
scheint das Niveau bei 3.820 Euro (-2 Prozent) vorerst ausgereizt - ebenso in
Norderstedt vor den Toren Hamburgs bei 3.050 Euro (-4 Prozent). Andernorts
weichen die Gründe für den Rückgang der Immobilienpreise ab: Die Einwohnerzahlen
sind konstant oder gar rückläufig und große Ballungsräume zu weit entfernt, um
viele Pendler anzuziehen - die Nachfrage nach Wohnraum und die Neubauaktivität
sind in der Folge begrenzt. Die angebotenen Kaufobjekte sind größtenteils aus
älterer Bausubstanz und werden daher zu günstigeren Preisen eingestellt. Das
trifft auf Emden zu, wo der Quadratmeterpreis um 3 Prozent auf 1.180 Euro
zurückging. Ebenso auf Gera, wo aktuell 720 Euro verlangt werden (-5 Prozent).
Die stärksten Rückgänge verzeichnen Neubrandenburg in der Mecklenburgischen
Seenplatte (1.320 Euro, -16 Prozent) und Wesel am Niederrhein (1.040 Euro, -20
Prozent).

Mit Quadratmeterpreisen unter 1.000 Euro können Immobilienkäufer in mittelgroßen
Stäten im Osten Deutschlands kalkulieren: Plauen (560 Euro), Görlitz (720 Euro)
und Zwickau (840 Euro) zählen zu den günstigsten Städten der Analyse.

Kein Einfluss durch die Corona-Krise

Dass die derzeitige Corona-Krise zu Preissenkungen führt, ist nicht zu erwarten.
Eine Analyse (https://www.immowelt-group.com/presse/pressemitteilungenkontakt/im
moweltde/2020/trotz-corona-immobilienpreise-steigen-anfang-2020-weiter-in-leipzi
g-um-9-prozent-in-berlin-um-4-prozent/) der Angebotskaufpreise von Wohnungen in
60 deutschen Großstädten zeigt, dass das Niveau Anfang 2020 dort weiter steigt.
Eine ähnliche Entwicklung ist auch bei den Mittelstädten realistisch. Hinzu
kommt, dass die Nachfrage nach Immobilien wieder angestiegen ist. Eine
Auswertung (https://www.immowelt-group.com/presse/pressemitteilungenkontakt/immo
weltde/2020/wieder-auf-vorkrisen-niveau-deutsche-suchen-nach-immobilien/) der
Traffic-Zahlen von immowelt und immonet verdeutlicht das: Bereits jetzt haben
diese wieder das Niveau vor der Krise erreicht.

Ausführliche Ergebnis-Tabellen zu den 100 untersuchten Mittelstädten stehen hier
zum Download bereit. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group/Redaktion/Presse
mitteilungen/2020/2020_05_28_Tabellen_Mittelstaedte_Kauf.pdf)

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den untersuchten 100 Städten
zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern waren Mietwohnungen mit 40 bis 120
Quadratmetern, die in den Jahren 2018 und 2019 auf immowelt.de inseriert wurden.
Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt
nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise.
Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Pressekontakt:

immowelt AG
Nordostpark 3-5
90411 Nürnberg

Barbara Schmid
+49 (0)911/520 25-808
presse@immowelt.de http://www.twitter.com/immowelt
http://www.facebook.com/immowelt

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/24964/4608072
OTS: Immowelt AG


Quelle: dpa-AFX
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