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OTS: Strategy& / KI als K.-o.-Faktor: Wie sich Europa mit künstlicher ...

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
KI als K.-o.-Faktor: Wie sich Europa mit künstlicher Intelligenz
technologisch emanzipieren kann
München (ots) - KI-Datenverarbeitung steigt in Europa bis 2025 um 155% pro Jahr
an / Jährliches Wachstum bei KI-Rechenoperationen um 27% / Europäische
Unternehmen müssen Computing-Ressourcen massiv aufrüsten, um mit technologischer
Entwicklung mitzuhalten / EU mit ambitioniertem Ziel für höchste Sicherheit und
Transparenz bei KI-Anwendungen

Seit Jahren erhöht sich der weltweite Bedarf an KI-gestützter Datenverarbeitung,
um den massiven Anstieg von Datenmengen, die in Rechenzentren zusätzlich
bearbeitet werden, bewältigen und den größten Nutzen daraus ziehen zu können.
Zwar werden im Jahr 2020 in Westeuropa erst 2% der 511 Exabytes an neu
generierten Daten KI-gestützt analysiert. Doch wie die aktuelle "European AI
Computing" -Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC, zeigt, wird die
für 2025 prognostizierte Datenmenge von 1.706 Exabytes dann bereits zu 57% von
KI-Anwendungen verarbeitet. Der KI-Boom der kommenden Jahre lässt sich vor allem
auf schnellere und gleichzeitig günstigere Möglichkeiten für KI-Storage und
-Computing zurückführen. Daneben spielen auch ein verbesserter Zugang zu Daten
über Cloud- und Datenmanagement-Plattformen sowie neue Anwendungsfelder in allen
Branchen vom Gesundheitswesen bis hin zur smarten Produktion eine zentrale
Rolle. Um die erwarteten KI-Potentiale voll ausschöpfen zu können, müssen
europäische Unternehmen ihre Computing-Ressourcen deutlich aufstocken. Während
aktuell noch 24 Mio. Rechenoperationen pro Sekunde ausreichen, werden künftig
pro Jahr 27% mehr benötigt. Bis 2025 erreichen die erforderlichen
KI-Computing-Kapazitäten bereits eine Größe von fast 340 Mio. Rechenoperationen
pro Sekunde. Die KI-Datenverarbeitungsintensität wird sich ab 2020 (165
Yottabytes) jährlich verdoppeln und 2025 einen Wert von 5.356 Yottabytes
erreichen. Angetrieben von Innovationen im Computing sowie den integrierten
Prozessoren, bei Algorithmen und Software, Interconnect und dem System selbst
sind nach der Studie bereits innerhalb eines Fünfjahreshorizonts
Performance-Steigerungen um das 20-Fache je KI-Computing-Modul zu erwarten.

"Das immense Datenwachstum wird in den kommenden Jahren zunächst vor allem von
sogenannten Edge-Locations, also dezentralen Standorten, ausgehen, bei denen
Computer im Feldeinsatz etwa in Fabriken oder in der Nähe von Mobilfunkstationen
Echtzeitanalysen durchführen. Um der Datenmengen nicht nur Herr zu werden,
sondern sie gewinnbringend in neue Geschäftsmodelle und Services übersetzen zu
können, müssen europäische Unternehmen nun dringend technisch aufrüsten, um im
internationalen Wettbewerb Schritt zu halten. Nur so kann Europa mittelfristig
zu einem regionalen Zentrum für sicheren, wertegestützten KI-Einsatz werden",
kommentiert Marcus Gloger, Partner bei Strategy& und Co-Autor der Studie.

Auch die EU-Politik hat die Chancen künstlicher Intelligenz bereits erkannt.
Damit das Ziel einer europäischen "digitalen Souveränität" erfolgreich umgesetzt
werden kann, ist neben politischen Maßnahmen auch die Unterstützung des
KI-Ökosystems aus Entwicklern und Einflussgebern notwendig. Dazu sollten
Technologieanbieter beispielsweise bei der Neuansiedlung oder Erweiterung von
bestehenden Einrichtungen explizit den Standort Europa in Erwägung ziehen. Dies
dient ebenfalls zur effektiven Weiterentwicklung der regionalen Aus- und
Weiterbildung von europäischen KI-Experten sowie zur Förderung der
Innovationsführerschaft Europas bei dieser Technologie.

"Die klare Verpflichtung der EU zu einem sicheren und transparenten Einsatz von
KI ist eine wichtige Abgrenzung zu anderen Wirtschaftsregionen, in denen die
Technologie ohne soziale Überlegungen an erster Stelle steht. Doch nur eine
eigene Entwicklung entsprechender Technologien und ein tiefes Verständnis für
deren strukturelle Anforderungen tragen maßgeblich dazu bei, dass die EU für den
IT-Standort sinnvolle Regularien aufsetzen und gleichzeitig die wirtschaftlichen
KI-Potentiale erschließen kann", ergänzt Dr. Peter Gassmann, Europachef von
Strategy&. "Seitens der öffentlichen Stakeholder ist es essentiell, dass sie
neben staatlichen Geldern für KI-Projekte auch Co-Investments von privater Hand
fördern und ein enges Netzwerk zu Technologiefirmen pflegen, um sich mit Blick
auf regulatorische Entwicklungen sinnvoll abstimmen zu können. Unternehmen
sollten auf der anderen Seite den europäischen Wunsch nach sicherer KI
ernstnehmen und entsprechende ethische Prinzipien in ihrer Produkt- und
Marktstrategie verankern, um Vertrauen zu fördern."

Die vollständigen Ergebnisse der "European AI Computing"-Studie finden Sie
unter: https://www.strategyand.pwc.com/de/ai-computing.html

Über Strategy&

Strategy& ist die globale Strategieberatung von PwC. Wir entwickeln individuelle
Geschäftsstrategien für weltweit führende Unternehmen, basierend auf
differenzierenden Wettbewerbsfähigkeiten. Wir sind die einzige Strategieberatung
als Teil eines globalen Professional Services Netzwerks. Unsere Expertise
kombinieren wir mit Technologie und erarbeiten daraus eine passende Strategie,
die effizient umsetzbar ist. "Strategy, made real" heißt für uns, den digitalen
Wandel voranzutreiben, die Zukunft mitzugestalten und Visionen Wirklichkeit
werden zu lassen. 3.000 Strategieberater und mehr als 276.000 PwC-Mitarbeiter in
157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen
Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und
Unternehmensberatung bei. Weitere Informationen unter
https://www.strategyand.pwc.com/de/de.html .

Pressekontakt:

Annabelle Kliesing
Senior PR Lead
PwC Strategy& (Germany) GmbH
annabelle.kliesing@strategyand.de.pwc.com
T: +49 89 54525613

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/44015/4638168
OTS: Strategy&


Quelle: dpa-AFX
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