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OTS: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe / Baugewerbe: Dunkle Wolken am ...

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Baugewerbe: Dunkle Wolken am Konjunkturhimmel / Aufträge brechen ein
Berlin (ots) - "Die neuesten Daten zur Baukonjunktur zeigen: Die Corona-Pandemie
wird massive Auswirkungen auf die Baubranche haben. Wenn schon zu Beginn des
Lockdowns die Auftragseingänge so stark eingebrochen sind, müssen wir für die
Konjunkturentwicklung der zweiten Jahreshälfte mit dramatischen Folgen rechnen,"
kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches
Baugewerbe (ZDB), die heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts.
Diese berücksichtigen Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten und beziehen sich
auf den Berichtszeitraum März 2020.

Besonders im öffentlichen Bau ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (-9,6
%). Insbesondere der Straßenbau bricht signifikant ein ( -12,4 %). Aber auch im
Wirtschaftsbau gingen die Auftragseingänge im März um gut 3% zurück, besonders
betroffen der anteilsstarke Hochbau (ca. -7 %). Nur im Wohnungsbau legte der
Auftragseingang verhalten zu (ca. +3 %).

"Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wirtschaftsbau bleibt
es wichtig, dass die öffentliche Hand ihre geplanten Investitionsbudgets auch
umsetzt. Hier brauchen die Kommunen dringend die Unterstützung von Bund und
Ländern. Den Investitionsstau bei den Kommunen nicht größer werden zu lassen,
liegt im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland." so Pakleppa weiter.

Erwartungsgemäß schlagen sich die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht in den
Daten zur Umsatzentwicklung nieder. Dieser lag im März bei ca. 7,6 Mrd. Euro
(+12,1 %). Damit erreichte der Umsatz im ersten Quartal gut 18 Mrd. Euro, ein
Plus von gut 12 %.

"Mit diesem Ergebnis im ersten Quartal war zu rechnen. Wir sind mit vollen
Auftragsbüchern in das Jahr gestartet. Bis zum Lockdown in der Mitte des Monats
hatte sich die hohe Nachfrage nach Bauleistungen fortgesetzt. Die Zahlen dürfen
aber nicht zu einer trügerischen Sicherheit führen: Die Einbrüche, die wir heute
im Auftragseingang sehen, werden in Zukunft auf die Umsatzentwicklung
durchschlagen," erläutert der Hauptgeschäftsführer des größten Branchenverbands.

Das deutsche Baugewerbe hatte seine Prognose zur Umsatzentwicklung im
Bauhauptgewerbe für 2020 wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf viele
Wirtschaftsbereiche von ursprünglich +5,5 % auf 0 % bis -2 % nach unten
korrigiert.

"Positiv sehen wir die Daten zur Beschäftigtenentwicklung. Mit einer Steigerung
um gut 4 % machen die Unternehmen deutlich, dass sie den Beschäftigtenstand
halten wollen und am Kapazitätsaufbau festhalten. Wenn dies so blieben soll,
braucht es in dem richtigerweise von der Bundesregierung angedachten
Konjunkturprogramm dringend Investitionsimpulse." so Pakleppa abschließend.

Pressekontakt:

Dr. Ilona K. Klein
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
Mobil: 0049 172 2144601
eMail klein@zdb.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/33001/4605248
OTS: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe


Quelle: dpa-AFX
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