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Pfeiffer Vacuum verschreckt die Anleger

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Vakuumpumpen-Spezialist Pfeiffer Vacuum stimmt seine Investoren auf ein schwaches Geschäftsjahr ein. Im laufenden zweiten Quartal zeigt sich die Auftragslage unverändert verhalten. "Eine Erholung im zweiten Halbjahr ist ungewiss, jedoch durchaus möglich", teilte das im SDax -0,70% und TecDax -0,81% notierte Unternehmen am Donnerstag mit.

Angesichts der Erwartungen an die Entwicklung bei Umsatz und Ebit-Marge für das Jahr 2019 kann Pfeiffer ein schlechteres Abschneiden als im Vorjahr nicht mehr ausschließen. Die Pfeiffer-Aktie -0,96% reagierte mit heftigen Ausschlägen und einem Minus von zeitweise mehr als sechs Prozent.

Die Zielmarken für die Profitabilität des Herstellers von Vakuum-Pumpen seien etwas vorsichtiger als noch zu Jahresbeginn angedeutet, schrieb Commerzbank-Analyst Adrian Pehl in einem ersten Kommentar. Dies müsse im Kontext des US-chinesischen Handelsstreits mit seinen drohenden Folgen im wichtigen Kundenkreis der Halbleiterunternehmen gesehen werden. Aktuell sind Tech-Aktien durch die Bank immer wieder von den Streitigkeiten rund um Huawei belastet. "Die präzisierten Jahresziele enttäuschen vor allem ergebnisseitig", sagte ein Händler. Es sollte aber auch nicht vergessen werden, dass Großaktionär Busch Kursrückschläge durchaus für weitere Aktienkäufe nutzen könnte, so der Händler.

Für das Gesamtjahr geht Pfeiffer nun von einem Umsatz zwischen 640 bis 680 Millionen Euro aus, nach 659,7 Millionen im Vorjahr. Bei der Ebit-Marge rechnet Pfeiffer mit einem Wert zwischen 12 und 15 Prozent, im Geschäftsjahr 2018 lag dieser bei 14,4 Prozent. Pfeiffer hatte eine detaillierte Prognose für den heutigen Tag der Hauptversammlung im Vorfeld angekündigt.

"Ungeachtet der aktuellen Marktschwäche sind wir davon überzeugt, dass die zugrundeliegenden Wachstumstreiber für unser Geschäft, wie Elektromobilität, Energiewende, Biotechnologie und Nanotechnologie intakt sind", teilte das Unternehmen weiter mit. Daher werden die mittelfristigen Ziele für weiteres Umsatzwachstum bei einer Ebit-Marge von über 20 Prozent bestätigt.

Pfeiffer Vacuum war wegen der Kaufzurückhaltung einiger Kunden und hoher Kosten bereits schwach in das neue Jahr gestartet. Die Zahlen zum ersten Quartal hatten bei Anleger für Enttäuschung gesorgt und die Aktie belastet. Die Erlöse und der Gewinn vor Steuern und Zinsen waren deutlich gesunken. Seit der Vorlage am 24. April hat die Pfeiffer-Aktie gut 12 Prozent verloren.

"Die präzisierten Jahresziele enttäuschen vor allem ergebnisseitig", sagte ein Händler. Auch Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank nannte das operative Margenziel "vorsichtiger als noch am Jahresanfang signalisiert". Dass das Unternehmen dafür auf die gedämpfte Auftragslage hingewiesen hat, überraschte Pehl nicht. "Der Ausblick sollte vor dem Hintergrund der Nachrichten aus der Halbleiter-Branche in den vergangenen Monaten und dem chinesisch-amerikanischen Handelskrieg gesehen werden", sagte er.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Pfeiffer Vacuum (in Euro)
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