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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

CHINA - "Deutsche Unternehmen werden in China oft diskriminiert, umgekehrt haben Chinesen hierzulande fast freie Bahn", sagt Cora Jungbluth von der Bertelsmann-Stiftung. Von Reziprozität könne daher mit Blick auf Direktinvestitionen nicht die Rede sein. "Auch 15 Jahre nach Chinas WTO-Beitritt 2001 ist in den deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen noch immer kein Level Playing Field in Aussicht", sagt Jungbluth. (Handelsblatt S. 4)

EINLAGENSICHERUNG - Die EU-Einlagensicherung stößt auf immer mehr Widerstand. Nach der Bundesregierung, der deutschen Kreditwirtschaft und den französischen Banken hat nun auch das Europaparlament Bedenken angemeldet, die nationalen Sparerschutzsysteme bis 2024 voll in einen EU-Fonds einzubringen.Das geht aus einem Bericht der EU-Volksvertretung zum Europäischen Einlagensicherungssystem (Edis) hervor. (Handelsblatt S. 32/FAZ S. 19)

SACHVERSTÄNDIGENRAT - Der Rat der sogenannten Wirtschaftsweisen warnt vor einem Scheitern des europäischen Projekts und mahnt Reformen in Deutschland und Europa an. Das geht aus dem Jahresgutachten hervor, das der Sachverständigenrat an diesem Mittwoch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben wird. Für dieses Jahr sagen die Ökonomen ein reales Wachstum der deutschen Wirtschaft um 1,9 Prozent voraus, für 2017 eines von 1,3 Prozent. Besonders kritisch sehen sie die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Sie solle ihre Anleihekäufe beenden; die Maßnahmen seien nicht länger gerechtfertigt. (FAZ S. 17 und 18/Süddeutsche S. 17)

UNGLEICHHEIT - "Die wirtschaftliche Ungleichheit nimmt ab", sagte Weltbank-Chef Jim Yong Kim in einem Interview. Das wurde durch "Offenheit, Handel und Globalisierung" ermöglicht. Die Errichtung von größeren Handelsbeschränkungen sei deshalb keine gute Strategie. (Welt S. 13)

BUNDESLÄNDER - Etliche Bundesländer sind offenbar nicht in der Lage, Mittel des Bundes vollständig zu verplanen. Dies betrifft vornehmlich Maßnahmen, für die eine gut organisierte Bauverwaltung notwendig ist. Wie eine Aufstellung verschiedener Förderprogramme zeigt, sind es ausgerechnet die ärmeren Bundesländer, die Millionen, ja Milliarden Bundesmittel nicht abrufen. (Welt S. 1)

STEUEREINNAHMEN - Die Steuereinnahmen entwickeln sich erneut außergewöhnlich gut. In seiner Vorlage für die am Mittwoch beginnende Steuerschätzung rechnet der Bund für 2016 mit Mehreinnahmen in Höhe von ungefähr 3,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig spart Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erneut viele Milliarden bei den Zinsen, auch wenn sein Haus Jahr für Jahr aufs Neue beteuert, dort sei nichts mehr zu holen. In der Koalition rechnet man für dieses Jahr nur noch mit Zinsausgaben von knapp über 19 Milliarden Euro. Bisher hat Schäuble in seinem Haushalt dafür 23,8 Milliarden Euro vorgesehen. (Handelsblatt S. 10)

BANKEN - Seit fast drei Jahren überwacht Sabine Lautenschläger Europas Großbanken. Die Vizechefin der EZB-Bankenaufsicht will in einem Interview die Gefahr einer neu aufflammenden Bankenkrise nicht ausschließen. Aber seit 2008 sei das "Bankensystem stabiler" geworden. Sie halten höhere Kapital- und Liquiditätsreserven. Sie zeigt Verständnis für Geldhäuser, die die Gebühren erhöhen. (Süddeutsche S. 20)

NORD STREAM 2 - Der geplante Ausbau der Gasleitung zwischen Russland und Deutschland durch die Ostsee, Nord Stream 2, gerät immer stärker in die Kritik. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, der CDU-Politiker Norbert Röttgen, warf der Bundesregierung vor, die Sicherheitsinteressen der osteuropäischen Staaten zu missachten. "Die Sprachregelung der Bundesregierung, Nord Stream 2 habe als privatwirtschaftliches Projekt nichts mit Politik zu tun, finde ich inakzeptabel und provokativ", sagte Röttgen. Die Gasleitung berühre polnische, ukrainische und baltische Sicherheitsinteressen. "Sie zu missachten kann zu einer weiteren Spaltung innerhalb der Europäischen Union führen." (FAZ S. 1)

GRIECHENLAND - Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, hält eine Rückkehr Griechenland an die Finanzmärkte im kommenden Jahr für möglich. Voraussetzung dafür sei, dass Athen die wirtschaftlichen Reformen fortsetze, sagte Regling. Die griechische Regierung hat bereits signalisiert, den Markt zunächst zu testen. Dazu könnten Investoren ein oder zwei kleinere Anleihen angeboten werden. Bis 2018 kann das schuldengeplagte Land sein Defizit mithilfe eines bis zu 86 Milliarden Euro großen Rettungspaketes schließen, das die EU-Länder geschnürt haben. Der ESM hatte erst vor einigen Tagen den Weg für die Auszahlung einer weiteren Tranche in Höhe von 2,8 Milliarden Euro freigemacht. (Welt S. 13)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/pi/jhe

END) Dow Jones Newswires

November 02, 2016 01:12 ET (05:12 GMT)

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