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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

GEHÄLTER - Die jüngsten Tarifabschlüsse deuten es an und Experten bestätigen es: Die Löhne und Gehälter dürften angesichts der guten Konjunktur weiter steigen. "Wir erwarten, dass sich der momentane Wachstumstrend hinsichtlich der Gehälter 2018 eher verstärken als abschwächen wird", sagt Philip Bierbach, der Geschäftsführer des Hamburger Vergleichsportals Gehalt.de, der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Für qualifizierte Fachkräfte - darunter Mediziner, Ingenieure und IT-Fachleute, aber auch qualifizierte Mitarbeiter in Vertrieb, Controlling oder Einkauf - sieht Bierbach ein Gehaltswachstum zwischen 3,2 und 4,4 Prozent, für Beschäftigte in den unteren Einkommensklassen von bis zu 2 Prozent. (Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten)

ATOMENERGIE - Die bayerische Landesregierung setzt sich für eine möglichst lange Laufzeit des Atomkraftwerks bei Landshut, Isar 2, ein und wendet sich deshalb gegen eine geplante Gesetzesnovelle. Isar 2 zählt damit zu den drei Atomkraftwerken, die als letzte abgeschaltet werden. Es sei "zentral, dass das KKW Isar 2 nicht vorzeitig vom Netz gehen muss", heißt es in einer Stellungnahme Bayerns zu dem Gesetzentwurf; sie liegt der Süddeutschen Zeitung vor. Bayern brauche das Kernkraftwerk bis zuletzt, um die Versorgung mit Strom zu sichern. "Insofern ist es für Bayern wichtig, dass möglichst hohe Reststrommengen anderer KKW auf Isar 2 übertragen werden." (SZ S. 5)

ELEKTROAUTO - Die Europäische Kommission drängt weiter massiv auf die Etablierung einer europäischen Fertigung für E-Auto-Akkus. "Wir hoffen, dass die Autoindustrie den Wert von Akkus erkannt hat", sagte Maros Sefcovic, Vizepräsident der Kommission, der Süddeutschen Zeitung. Es dürfe nicht sein, dass weiterhin Milliarden an Euro und Know-how nach Asien gingen, wo die Zellhersteller sitzen. Es drohe eine Abhängigkeit von Wettbewerbern, die auch Jobs gefährde. Laut einem Aktionsplan der EU-Kommission, den Sefcovic an diesem Donnerstag vorstellen wird, soll nicht nur die Entwicklung und der teure Bau von Batterien firmen- und länderübergreifend stattfinden. Es sollen auch verstärkt Rohstoffe außerhalb der EU gesichert werden sowie mehr Rohmaterial in der EU direkt gefördert werden. (SZ S. 19)

LKW - Der Verkehr gilt als großes Klimaproblem in Europa. Nun will die Kommission erstmals CO2-Auflagen für Lkw verabschieden. Doch die Hersteller könnten damit Erfolg haben, die ambitionierten Pläne zu verwässern - die Umweltverbände sind entsetzt. (SZ S. 19/Handelsblatt S. 10)

PLASTIKSTEUER - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zeigt sich anders Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) offen für eine Plastiksteuer. "Wenn sich zeigt, dass auf Grundlage freiwilliger Vereinbarungen keine Lösung möglich ist, muss der Gesetzgeber reagieren. Dann müssen wir über eine Plastiksteuer als Alternative nachdenken", sagte Müller. "Oder wir senken die Mehrwertsteuer für Produkte aus Recycling-Plastik." Klar sei jedenfalls: "Wir können nicht einfach hinnehmen, dass immer mehr Mikroplastik unsere Weltmeere verschmutzt." Umweltministerin Schulze hatte sich zuvor gegen eine Plastiksteuer gestellt. "Ich bezweifle, dass ein paar murrend an der Kasse bezahlte Cent zu einem Umdenken führen. Aus Umweltsicht brauchen wir keine neue Steuer, sondern eine intelligentere Steuerung, die zu weniger Abfall und mehr Recycling führt." (Redaktionsnetzwerk Deutschland)

ITALIEN - Einen Schuldenerlass von 250 Milliarden Euro von der Europäischen Zentralbank (EZB), das strebt eine künftige italienische Regierung der beiden Parteien "Lega" und "Fünf Sterne" an. Das geht aus einem Entwurf des Koalitonsbvertrages hervor, der im Internet verbreitet wurde. (FAZ S. 15/Welt S. 13)

WESTBALKAN - Österreichs Außenministerin Karin Kneissl hat mehr Einsatz der Europäischen Union für die Staaten des Westbalkans gefordert. "Die EU hat Südosteuropa in den letzten Jahren vernachlässigt. In dieses Vakuum sind dann andere Staaten wie Russland, China, die Türkei und die Golfstaaten gestoßen", sagte die Ministerin unmittelbar vor dem Treffen von 27 EU-Staats- und Regierungschefs mit ihren Kollegen aus den so genannten Westbalkan-Ländern. Es gehe für die Europäer jetzt darum, "die Länder auf dem Balkan stärker an die EU heranzuführen, unseren Einfluss dort zu sichern und geopolitische Interessen zu wahren." (Welt)

TRANSAKTIONSSTEUER - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) spricht sich für eine schnelle Einführung der Finanztransaktionssteuer aus. "Mir kann keiner erzählen, dass die Bankentürme in Frankfurt ins Wanken geraten, wenn wir eine Steuer von 0,01 Prozent auf hochspekulative Anlagen verlangen. Das betrifft keinen normalen Bürger und würde 60 Milliarden Euro erbringen, die wir für Zukunftsaufgaben in Afrika verwenden könnten", sagte Müller. Müller sagte, er wäre auch für eine Digitalsteuer. "Es kann nicht sein, dass Weltkonzerne wie Amazon, Apple und Facebook bei uns nahezu steuerfrei Milliarden-Gewinne machen können. Die Vorstandschefs lachen uns doch aus." (Redaktionsnetzwerk Deutschland)

FLÜCHTLINGSKRISE - Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise hat der Bund im vergangenen Jahr rund 20,8 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Der Bericht soll Ende Mai im Bundeskabinett verabschiedet werden. Das meiste Geld ist laut dem Papier für Maßnahmen zur Bekämpfung der Fluchtursachen verwendet worden. In dem Bericht beziffert das Finanzministerium diese Ausgaben auf 14,2 Milliarden Euro. Für die finanzielle Unterstützung der Länder und Kommunen bei Asylkosten und Integrationsleistungen hat der Bund im vergangenen Jahr 6,6 Milliarden Euro ausgegeben. Diese Summe könnte sich noch erhöhen. (Handelsblatt S. 6)

BUNDESTAG - Im Juni muss sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erstmals einer direkten Befragung durch die Abgeordneten des Bundestags stellen. Die Fraktionen von CDU, CSU und SPD haben sich nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland aus Bundestagskreisen am Mittwoch auf Start und Ablauf der im Koalitionsvertrag vereinbarten Fragestunde geeinigt. Danach erhalten die Parlamentarier aller sechs Fraktionen mindestens drei Mal im Jahr die Möglichkeit, Merkel direkt zu befragen. (RND)

BND - Die Erkenntnisse über eine einst in der Sowjetunion entwickelte Klasse von Kampfstoffen namens "Nowitschok" geht maßgeblich auf eine bis heute geheim gehaltene Operation des BND zurück. Nach gemeinsamen Recherchen der Süddeutschen Zeitung, NDR und WDR mit der Zeit beschaffte ein Agent des Dienstes in den Neunzigerjahren eine Probe des Stoffs. Auch die Bundeswehr war in den Vorgang eingeschaltet. Damals an der Entscheidung beteiligte Personen bestätigen den Vorgang, die Bundesregierung und der BND sagten auf Anfrage, zu "nachrichtendienstlichen Angelegenheiten grundsätzlich nur den geheim tagenden Gremien des Deutschen Bundestages" Auskunft zu geben. "Nowitschok" gilt als eine der tödlichsten je entwickelten C-Waffen, ihr Einsatz gegen den russischen Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter im März dieses Jahres in Salisbury führte zu einer diplomatischen Krise zwischen Moskau und dem Westen. Die damalige Operation, die nach Angaben von Beteiligten in der ersten Hälfte der Neunzigerjahre begann, war innerhalb der Bundesregierung umstritten. (SZ S. 2)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/pi/kla

END) Dow Jones Newswires

May 17, 2018 00:38 ET ( 04:38 GMT)

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