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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DATENCLOUD - Die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für eine europäische Datencloud werden nach FAZ-Informationen konkreter. "Gaia-X" soll die Cloud heißen, die Europas Datensouveränität sichern soll. Die Gespräche mit den beteiligten Unternehmen sollen in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Geplant ist ein Netzwerk von Cloud-Anbietern, das US-Konzernen wie Amazon, Google und Microsoft Konkurrenz machen soll. (FAZ S. 17)

KURZARBEIT - Die konjunkturelle Abschwächung und die anhaltenden Handelskonflikte führen dazu, dass erste Unternehmen im Südwesten kurz arbeiten. Betroffen davon ist unter anderen die Firma Pilz in Ostfildern, ein Hersteller von Automatisierungstechnik. Im September ist gut die Hälfte der Pilz-Beschäftigten in Deutschland von Kurzarbeit betroffen. (Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten)

NEGATIVZINSEN - Im Streit um negative Zinsen für deutsche Sparer fordern die Grünen, einen staatlichen Fonds aufzulegen, der jedem Bürger offensteht. "Es ist Zeit für einen Bürgerfonds", sagte Co-Parteichef Robert Habeck der SZ. Der Fonds könnte zusätzlich zum gesetzlichen Rentensystem die private Vorsorge sicherer und effizienter machen. Habeck wandte sich gegen CSU-Chef Markus Söder, der negative Zinsen auf Guthaben bis 100.000 Euro verbieten will. "Es ist populistisch, sonntags die Bedeutung regionaler Banken zu preisen und sie den Rest der Woche auf unverschuldeten Kosten sitzen zu lassen." Ein solches Verbot werde nur zu höheren Gebühren führen. SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs wünscht sich Bundesschatzbriefe zurück. "Das sollte man jetzt mal durchrechnen", sagte er. (SZ S. 17)

SPD - Das Bewerberduo für die SPD-Spitze, Olaf Scholz und Klara Geywitz, kann sich unter Bedingungen eine Regierungsarbeit mit Grünen und Linken auf Bundesebene vorstellen. Im Doppelinterview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte die brandenburgische Landtagsabgeordnete Geywitz, ihre Partei habe dort zehn Jahre lang gute Regierungserfahrung mit der Linkspartei gemacht. "Das war nicht immer einfach, aber verlässlich. Viele Deutsche wollen in der Bundespolitik eine Regierung jenseits der großen Koalition." Das könne klappen, wenn die SPD stärker werde. Zugleich müsse die Linke zentrale außen- und verteidigungspolitische Fragen klären. "Wenn diese Fragen geklärt sind, wäre ich gesprächsbereit", sagte Geywitz. (Funke Mediengruppe)

KONJUNKTURPAKET - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will auf dem Gipfel der sieben wichtigsten Industrienationen an diesem Wochenende eine gemeinsame Strategie zur Ankurbelung der Weltwirtschaft abstecken. Die Geldpolitik, die seit der Finanzkrise 2008 eine wichtige Stütze war, stoße an ihre Grenzen, argumentierte Macron und forderte auch von Deutschland einen Beitrag zur "budgetären Stimulierung". Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht derzeit jedoch keine Notwendigkeit für Konjunkturhilfen. Berlin bleibe bei dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts. Eine Abkehr davon sei mit Merkel derzeit nicht zu machen, heißt es in Regierungskreisen. Der G7-Gipfel beginnt am Samstag im französischen Atlantik-Strandbad Biarritz. Die Weltwirtschaft steht am Sonntag auf der Tagesordnung. Eine Abschlusserklärung ist dieses Mal nicht vorgesehen. Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps hält die Möglichkeiten der G7-Staaten, einen globalen Abschwung aufzuhalten, indes für begrenzt. Zum einen lähmten politische Friktionen wie der Handelskonflikt die Wirtschaft, so Phelps gegenüber dem Handelsblatt. Zum anderen krankten die Industriestaaten an grundlegenderen Problemen: Unter anderem gingen Innovationskraft und Produktivität zurück. (Handelsblatt S. 8)

KONJUNKTURPAKET - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hält nichts von einem breit angelegten Konjunkturpaket zur Stützung der schwächelnden deutschen Wirtschaft. "Ein gezielt aufgelegtes Konjunkturprogramm wäre bestenfalls bei einem außergewöhnlich starken Einbruch wie nach der Finanzkrise 2008 sinnvoll. Davon kann aber derzeit keine Rede sein", sagt Schmidt in einer Umfrage der Börsen-Zeitung unter führenden Ökonomen zu den zunehmenden Rezessionsängsten in Deutschland und der deutlich Fahrt aufnehmenden Debatte über staatliche Konjunkturhilfen. (Börsen-Zeitung S. 7)

EZB - In knapp zwei Monaten endet die Amtszeit von Mario Draghi. Kurz vorher steht er noch einmal ganz im Fokus der Märkte. Auf der Ratssitzung im September - der vorletzten geldpolitischen Sitzung in Draghis Amtszeit - wird die Notenbank noch einmal über eine weitreichende Lockerung ihrer Geldpolitik beraten. Dabei strebt sie offensichtlich ein großes Paket verschiedener Maßnahmen an, wie aus dem Protokoll der Ratssitzung Ende Juli hervorgeht, das die EZB am Donnerstag veröffentlicht hat. "Es wurde die Position vertreten, dass verschiedene Optionen als Teil eines Pakets gesehen werden sollten", heißt es. Unterschiedliche Instrumente hätten komplementäre und sich gegenseitig verstärkende Effekte. Daher sei es effektiver, sie zu kombinieren, als mit einer Folge selektiver Schritte vorzugehen. Viele Experten erwarten, dass die EZB im September die Geldpolitik lockert. Die Protokolle unterstreichen dies. ING-Ökonom Carsten Brzeski rechnet für September mit einem "finalen geldpolitischen Feuerwerk", wie er schreibt. Die EZB müsse ihre Entschlossenheit zu handeln unter Beweis stellen. Gleichzeitig sei aber auch klar, dass die Geldpolitik allein nicht die wirtschaftlichen Probleme der Euro-Zone lösen könne. Die EZB treibt um, dass die aktuelle konjunkturelle Schwächephase im Euro-Raum womöglich viel länger anhalten könnte als bislang gedacht. Es seien bisher keine Anzeichen für die bislang erwartete wirtschaftliche Erholung im zweiten Halbjahr erkennbar, heißt es im Protokoll. (Handelsblatt S. 27)

AGRARSUBVENTIONEN - Deutsche Großkonzerne und Vermögende, die in der Landwirtschaft zum Großteil nebenerwerblich tätig sind, haben im vergangenen Jahr mit mehreren Millionen Euro von direkten Subventionen durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU profitiert. Das ergeben Recherchen des Handelsblatts. Der Nahrungsmittelkonzern Südzucker hat demnach rund 1,5 Millionen Euro aus Brüssel erhalten. Ein Mitglied der Familie Lürssen, bekannt für ihre Bremer Luxusjachten-Werft, strich mehr als 800.000 Euro ein. Brillen-Milliardär Günter Fielmann bekam für seinen Bio-Bauernhof 330.000 Euro, die gleiche Höhe an Direktzahlungen wurden an Ex-MLP-Vorstand Bernhard Termühlen ausgeschüttet. Die Steinhoff-Familienholding, ein Konstrukt aus insgesamt 71 Beteiligungen an Agrar-Unternehmen, erhielt fast 4,5 Millionen Euro. (Handelsblatt S. )

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/pi/mgo

END) Dow Jones Newswires

August 23, 2019 00:10 ET ( 04:10 GMT)

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Quelle: Dow Jones Newswire Web
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