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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

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Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

NORD STREAM 2 - Die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 soll ab dem 5. Dezember fertiggestellt werden. Das bestätigte die Nord Stream 2 AG am Wochenende. Die Arbeiten beginnen im deutschen Teil der Ostsee. Weitere Abschnitte, die noch fehlen, befinden sich in dänischen Gewässern. Kurz zuvor hatte das Unternehmen einen Rückschlag erlitten: Der norwegische Zertifizierungsspezialist Det Norske Veritas - Germanischer Lloyd (DNV-GL) hatte Ende vergangener Woche angekündigt, die Zusammenarbeit mit den russischen Schiffen einzustellen, die die Ostseepipeline Nord Stream 2 verlegen sollen. Als Grund führte das Unternehmen drohende US-Sanktionen an. (Handelsblatt)

VERTEIDIGUNGSPOLITIK - Vor dem Präsidentschaftswechsel in den USA hat die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock ein stärkeres gemeinsames Engagement Europas in der Verteidigungspolitik gefordert: "Europa kreist seit Jahren um sich selbst, die Trump-Administration hat der Welt den Rücken zugekehrt. Die Lücke, die entstanden ist, füllen autoritäre Staaten", sagte Baerbock der Süddeutschen Zeitung. Wenn der Westen Staaten wie China, Russland oder der Türkei nicht das Feld überlassen wolle, müsse Europa seine "Friedensrolle" in der Welt wieder ernster nehmen. In dem Interview skizzierte die Grünen-Chefin außen- und sicherheitspolitische Schwerpunkte ihrer Partei, die im Bundestagswahlkampf 2021 eine Rolle spielen werden und natürlich auch im Fall einer grünen Regierungsbeteiligung. Angesichts des bevorstehenden Einzugs des US-Demokraten Joe Biden ins Weiße Haus plädierte Baerbock dafür, die Zusammenarbeit mit den USA neu zu gestalten. (SZ)

CORONA-HILFE - Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat eine Umstellung der Hilfen für Unternehmen im Corona-Lockdown angekündigt. "Der Umsatz kann auf Dauer nicht das zentrale Kriterium sein", sagte Braun dem Handelsblatt. Die Entscheidung bei der Novemberhilfe sei "eine Ad-hoc-Maßnahme" gewesen. "Bis Januar müssen wir zielgenauere Hilfen ausarbeiten." Im November und Dezember bekommen Unternehmen, Selbstständige und Einrichtungen, die vom Teil-Lockdown betroffen sind, bis zu 75 Prozent des Umsatzes ersetzt. Den Bund kostet das rund 15 Milliarden Euro monatlich. "Der Staat ist nicht unbegrenzt handlungsfähig", sagte Braun. Ab Januar will die Bundesregierung vor allem auf die sogenannte Überbrückungshilfe setzen, die sich am Umsatzrückgang und den Fixkosten orientiert. "Schon jetzt haben wir die Regeln für die Überbrückungshilfen überarbeitet, damit sie deutlich mehr Unternehmen und deutlich flexibler zur Verfügung stehen", sagte Braun. (Handelsblatt)

CORONA - Obwohl der Nutzen von Remdesivir gegen Covid-19 fraglich ist, haben mehrere Länder Europas mindestens 220 Millionen Euro dafür ausgegeben. Die EU-Kommission hatte einen Rahmenvertrag zum Kauf des Mittels ausgehandelt, das nach Experteneinschätzung jedoch kaum hilft. Eine Woche nach dem Vertrag stellte eine Studie den Nutzen infrage. Die Studienergebnisse waren dem Hersteller Gilead offenbar vorab bekannt. (SZ)

BEZAHLSYSTEM - Europäische Großbanken haben ein ehrgeiziges Vorhaben gestartet: Sie wollen ein eigenes europaweites Bezahlsystem aufbauen, das den Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa Paroli bieten soll. Eine Interimsgesellschaft für die European Payment Initiative (EPI) ist inzwischen gegründet, nun werden weitere Details dazu bekannt. So peilen EPI-Anteilseigner nicht nur an, ein neues Bezahlverfahren zu etablieren, sondern auch dafür eine einheitliche Marke zu schaffen. Thierry Laborde, stellvertretender Generaldirektor und verantwortlich für regionale Märkte bei der französischen Großbank BNP Paribas, ist der Meinung, wenn die Marke geschaffen sei, werde sie in den Brieftaschen der Kunden und auf Kartenlesegeräten zu finden sein - genauso wie Visa und Mastercard. "Ziel ist es, dass die europäische Marke bis 2025 rund 65 Prozent der Zahlungen in Europa abwickeln wird", sagte Laborde dem Handelsblatt. (Handelsblatt)

DIGITALISIERUNG - Kleine und mittlere Unternehmen haben nach einer neuen Studie noch erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Großunternehmen seien "deutlich stärker digitalisiert als mittelständische Unternehmen", heißt es im Digitalisierungsindex 2020, den das Bundeswirtschaftsministerium am Montag auf dem Digitalgipfel der Regierung vorstellen will und dem Handelsblatt bereits vorliegt. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Angestellten hätten den größten Nachholbedarf. (Handelsblatt)

RETOUREN-BOOM - Das Bundesverbraucherministerium will den nachhaltigen Konsum stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken und nimmt dabei die Retouren-Problematik im Online-Handel ins Visier. Die Corona-Krise habe den Online-Handel an vielen Stellen stark befördert. "Mit ein paar Klicks bequem von zu Hause bestellen und Waren ohne großen Aufwand kostenlos zurückschicken, gehört für viele mehr denn je zum Konsumalltag", sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Christian Kastrop dem Handelsblatt. "Doch gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte birgt dieses Konsumverhalten Schattenseiten, denen wir uns stellen müssen, wenn man etwa an den Retouren-Boom, das dadurch gesteigerte Verkehrsaufkommen und die Vernichtung von Neuware denkt." (Handelsblatt)

HOMEOFFICE - Die Koalition plant eine neue Pauschale im Steuerrecht für das Homeoffice. Arbeitnehmer sollen 5 Euro je Tag geltend machen können, bis insgesamt 600 Euro. Das Bundesfinanzministerium beziffert die damit verbundenen Mindereinnahmen für den Fiskus mit 1 Milliarde Euro. (FAZ)

DJG/pi/sha

END) Dow Jones Newswires

November 30, 2020 01:06 ET ( 06:06 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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