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Pro Sieben – Neue Chance nach dem Kursdebakel?

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Reaktionen der Anleger auf den am Mittwoch vorgelegten Quartalsbericht von ProSieben waren verheerend. Die größte deutsche Medienaktie brach binnen eines Tages um beinahe zehn Prozent ein. Und dies obwohl die aktuellen Zahlen beim Umsatz und Gewinn eigentlich ziemlich exakt auf den zuvor prognostizierten Daten gelegen hatten. Ernsthafte Magenschmerzen bescherten den Investoren aber augenscheinlich die Ankündigung, dass im laufenden zweiten Quartal und auch im anschließenden dritten Quartal mit Ergebnisrückgängen zu rechnen ist. Und obwohl der Konzern ankündigte die entstehende Delle im Jahresschlussquartal wieder ausgleichen zu wollen, kannte die Börse keine Gnade und schickte die Aktie auf Talfahrt.

Die vorgelegten Zahlen allein reichen dabei kaum aus, um die extreme Marktreaktion zu erklären. Augenscheinlich mangelt es hier auch an Vertrauen der Investoren gegenüber den Ankündigungen des Unternehmens. Nicht ganz so streng sind hingegen die Analysten in den Researchabteilungen der Banken. Einige von ihnen haben zwar die Kursziele (moderat) nach unten angepasst, der überwiegende Teil sieht die Aktie aber weiterhin als Kauf mit Zielwerten von zum Teil weit über 30 Euro. Lediglich UBS und DZ Bank meldeten sich mit Verkaufsempfehlungen zu Wort und halten Kurse um 25 Euro für angemessener.

Für risikobereite Anleger ergeben sich daraus nun natürlich attraktive Möglichkeiten, wobei noch nicht einmal das volle Aktienrisiko genommen werden muss. Hier hilft auch die traditionell sehr hohe Dividendenrendite von ProSieben, die bei Bonuszertifikaten jetzt besonders ansehnliche Chancen eröffnet. Das gilt insbesondere bei Laufzeiten bis in den Juni des kommenden Jahres, da damit noch die bereits sichere (hohe) aktuelle Dividende des laufenden Jahres und zusätzlich die voraussichtlich ebenfalls hohe Ausschüttung des kommenden Jahres genutzt werden kann. Dies aber nur noch bis zum kommenden Mittwoch, da dann die aktuelle Dividende aus dem Kurs herausgerechnet wird.

Im Ergebnis heißt das zum Beispiel, dass mit ProSieben-Bonussen jetzt eine Rendite von 22% pro Jahr angepeilt werden kann, die in jedem Fall vereinnahmt wird, wenn die Aktie nicht unter 22 Euro zurückfällt. Dies entspricht einem Sicherheitsabstand von immerhin 23 Prozent, um die die Aktie noch weiter nachgeben könnte. Bleibt sie dabei über der 22-Euro-Schwelle wird bei dem von der UBS angebotenen Zertifikat im Juni 2019 ein Wert von mindestens 36 Euro zurückgezahlt (UV6911). „Mindestens“ deshalb, weil das Papier ohne Gewinngrenze ausgestattet ist. Sollten etwa die sehr optimistischen Analysten von JP Morgan mit ihrem Kursziel von 45 Euro Recht behalten, würden am Ende auch bei dem Zertifikat diese 45 Euro ausgezahlt.

Ralf Andreß

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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