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Pro Sieben auf dem Weg in den Dax

| Quelle: INV

Nein, Börse macht dieser Tage allenfalls Daytradern Freude. Wer dabei ein einigermaßen glückliches Händchen hat, der kann wohl derzeit binnen einer Woche den gesamten angepeilten Jahresgewinn einsammeln. Für alle anderen ist das unmotivierte Auf- und Ab-Gehopse des Dax eher nerv-tötend. Jedwede mittel- oder langfristige Investition scheint kaum angebracht, solange sich die Märkte nicht ein wenig auf einen neuen Kurs eingependelt haben.

In der Zwischenzeit kann es helfen, sich mit ein paar technischen Sondereffekten zu befassen und wenigstens auf diesem Wege einen Versuch zu starten, ein bisschen was aus dem wüsten Börsengeschehen herauszuholen. Einen solchen technischen Sondereffekt liefert traditionell die Mathematik der großen Indizes. Und der folgend bahnt sich für Anfang März beim Dax relativ deutlich eine Veränderung an, die vielleicht genutzt werden kann.

De facto ist es nämlich so, dass der Dax-Wert K+S durch die erneuten heftigen Kursverluste der letzten Monate drastisch an Marktwert verloren hat. In der Rangliste per Ende Januar ist der Spekulanten-Liebling bei der angerechneten Marktkapitalisierung (dem sogenannten Free Float) auf den 46. Rang abgestürzt. Damit steht K+S unmittelbar an der Schwelle für einen möglichen „Fast-Exit“ oder anders: einem vorgezogenen Rausschmiss bei der nächsten quartalsmäßigen Indexüberprüfung Anfang März. Ein solcher Fast-Exit steht an, wenn ein Dax-Wert bei einem der beiden Hauptkriterien – dem Börsenwert der frei handelbaren Aktien und der Handelsaktivität – nicht mehr zu den Top-45 gehört. Sollte sich der Abwärtstrend in der Aktie also bis Ende Februar fortsetzen (und die Marktkapitalisierung mithin weiter sinken), dann sind die Dax-Tage für K+S erst einmal gezählt.

Als potenzieller Nachrücker steht ProSieben bereit. Das Medienhaus steht beim Marktgewicht mittlerweile auf Rang 25 und ist auch bei den Börsenumsätzen bis auf Platz 34 gestiegen. Über kurz oder lang, dürfte die Aktie (wiederum eine Fortsetzung des Trends vorausgesetzt) damit ohnehin in den Dax drängen – spätestens bei der ordentlichen Dax-Überprüfung im September.

Daraus ergeben sich nun mehrere Handlungsoptionen. Besonders risikofreudige Anleger setzen über ein Short-Produkt auf weiterfallende Kurse bei K+S (und spekulieren darauf, dass sich die Talfahrt noch einmal beschleunigt, wenn der Wert auch noch aus dem Dax herausgekegelt wird).

Eine defensivere Herangehensweise wäre ein Capped-Bonuszertifikat auf ProSieben. Bei der WKN XM57HV etwa werden per Dezember 52 Euro zurückgezahlt, wenn die Aktie bis dahin nicht um 20 Prozent einbricht und sie nie unter 35 Euro absackt. Ausgehend vom aktuellen Preis um 44,69 Euro ergibt sich daraus eine Gewinnchance von 17 Prozent absolut oder knapp 20 Prozent p.a. Die Überlegung wäre hier, dass die hohe Dax-Fantasie die Aktie nach unten absichern dürfte, wobei die Gewinn-Begrenzung bei 52 Euro vor allem deshalb akzeptabel erscheint, weil sich in der Vergangenheit oft gezeigt, dass ein Dax-Aufsteiger im Vorfeld der Indexaufnahme zulegen kann, danach aber erstmal abrupt ausgebremst wird. Eine Fortsetzung der Index-Vorfreude-Rallye ist also sehr selten.

Die dritte Implikation, die sich aus dem möglichen Wechsel ergibt, betrifft alle bestehenden Positionen im Mdax. Der nämlich würde die hochvolatile und äußerst spekulative K+S bei einem Dax-Abstieg „erben“, wobei die im Dax wegen der marginalen Gewichtung kaum störende Aktie, im Mdax durchaus für Ärger sorgen könnte, weil sie da dann mit einem sehr hohen Gewicht berücksichtigt werden würde. Kein Panikgrund natürlich, aber bedenken darf man das schon …

Ralf Andreß

 

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