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PTA-News: Ahlers AG: Geschäftsentwicklung des zweiten Quartals 2019/20 leicht besser als zu Beginn des Lockdowns erwartet - H1 2019/20: Corona-bedingte Belastungen führen zu Umsatzrückgang von 33 Prozent auf 70,7 Mio. EUR

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen


Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Herford (pta009/08.07.2020/ 09:00 ) - - Geschäftsentwicklung des zweiten Quartals
2019/20 leicht besser als zu Beginn des Lockdowns erwartet
- Corona-bedingte Belastungen führen im ersten Halbjahr 2019/20 zu
Umsatzrückgang von 33 Prozent auf 70,7 Mio. EUR
- Trotz erheblicher Einsparungen bei betrieblichen Aufwendungen (-10,4 Mio. EUR
bzw. -19,7 Prozent) fällt das Halbjahres-Konzernergebnis um 7,7 Mio. EUR auf
-9,4 Mio. EUR
- Weiterhin stabile Finanzposition mit niedrigerem Net Working Capital (-6,9
Prozent), gesunkener Nettofinanzverschuldung (-8,6 Prozent) und solider
Eigenkapitalquote von 52,4 Prozent*

* alle Angaben dieser Pressemeldung vor Anwendung von IFRS 16 -
Leasingbilanzierung (s. Schlussbemerkung)

Q2 2019/20: 58 Prozent Umsatzrückgang durch Einzelhandelsschließungen
Die wegen der Corona-Pandemie europaweit verfügten
Einzelhandelsschließungen für Bekleidung fanden im Zeitraum von März bis
Mai 2020 statt. Das hat im zweiten Quartal 2019/20 des Ahlers Geschäftsjahres
(März - Mai 2020) zu einem Umsatzrückgang von 26,8 Mio. EUR bzw. 58 Prozent auf
19,5 Mio. EUR geführt (Q2 2018/19: 46,3 Mio. EUR). Die Folgen der staatlichen
Eindämmungsmaßnahmen waren für die Modeindustrie gravierend. Trotzdem lag
die Umsatzentwicklung am oberen Rand der Erwartungen zu Beginn des Lockdowns,
weil die kurzfristig produzierten Mund-Nasen-Masken erfolgreich verkauft wurden
und in der zweiten Maihälfte noch mehr Sommerware ausgeliefert werden konnte als
gedacht.
Insgesamt ging der Umsatz der ersten sechs Monate 2019/20 durch den europaweiten
Lockdown um 33 Prozent bzw. 34,6 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR zurück (Vorjahr
105,3 Mio. EUR).

eCommerce-Geschäft mit positiver Tendenz
Positiv entwickelte sich das Geschäft in den eigenen Online Shops. Sie
verzeichneten in den Monaten April und Mai 2020 wieder Umsatzzuwächse und
dämpften damit die rückläufige Gesamtentwicklung. Auch das Marktplatzgeschäft
zog im Laufe des Monats Mai wieder an. Die flächenbereinigten Umsätze des
gesamten eigenen Retails gingen aufgrund des Lockdowns um 37 Prozent zurück.
Damit sank der Anteil des eigenen Retail am Gesamtumsatz auf 13,8 Prozent
(Vorjahr 15,0 Prozent).

Corona-bedingter Rückgang des Konzernergebnisses trotz spürbar gesunkener
betrieblicher Aufwendungen
Im ersten Halbjahr 2019/20 sank der Rohertrag vor allem wegen des deutlich
niedrigeren Umsatzes von 51,3 Mio. EUR um 17,5 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR (-34
Prozent). Durch das im September 2018 aufgelegte Maßnahmenpaket zur
Ertrags- und Effizienzsteigerung und die zusätzlichen kurzfristig eingeleiteten
Maßnahmen zur Kostensenkung gingen die betrieblichen Aufwendungen bestehend
aus Personalkosten, dem Saldo aus betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sowie
Abschreibungen um spürbare 10,3 Mio. EUR bzw. 19,5 Prozent auf 42,4 Mio. EUR
zurück. Die Personalkosten reduzierten sich durch die Inanspruchnahme von
Kurzarbeit und Anpassungen in Zentralbereichen um 4,8 Mio. EUR bzw. 19,6 Prozent
auf 19,7 Mio. EUR. Noch stärker sank der Saldo aus betrieblichen Aufwendungen
und Erträgen um 5,4 Mio. EUR bzw. 20,9 Prozent auf 20,4 Mio. EUR.
Maßgeblich dafür waren Einsparungen bei Store-Mieten, Vertreterprovisionen
und Reisekosten sowie deutlich niedrigere Kosten für Frachten und
Kommissionierung. Die Reduzierung der Marketingausgaben und der Leiharbeit
trugen ebenfalls spürbar zur Kostensenkung bei, die den Umsatzeffekt auf den
Rohertrag jedoch nicht ausglichen. Das Konzernergebnis der ersten sechs Monate
2019/20 sank um -7,6 Mio. EUR auf -9,3 Mio. EUR (Vorjahr -1,7 Mio. EUR).

Weiterhin stabile Finanzposition mit gesunkener Nettofinanzverschuldung und
solider Eigenkapitalquote
Das Net Working Capital (Saldo aus Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen) reduzierte sich im Berichtszeitraum spürbar um
5,1 Mio. EUR bzw. 6,9 Prozent von 74,2 Mio. EUR auf 69,1 Mio. EUR. Die
Zahlungsmittel lagen in allen Gesellschaften des Konzerns am 31. Mai 2020 mit
insgesamt 8,8 Mio. EUR deutlich über denen des Vorjahresstichtags (4,7 Mio.
EUR). Die Nettofinanzverschuldung (Saldo aus lang- und kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten minus liquider Mittel) reduzierte sich zwischen den
Berichtsstichtagen von 29,0 Mio. EUR um 8,6 Prozent bzw. 2,5 Mio. EUR auf 26,5
Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag am 31. Mai 2020 bei soliden 52,4 Prozent
(Vorjahr 57,0 Prozent).

Erweiterung der Finanzierung auf gutem Weg
Der Wegfall des wichtigsten Drittels der Verkaufszeit der Sommersaison,
Verzögerungen in der Lieferkette und Kundenausfälle dürften zu höheren
Warenbeständen führen. Dazu Finanzvorstand Dr. Karsten Kölsch: "In dieser
schwierigen Situation kommt uns unsere solide Bilanzstruktur mit hoher
Eigenkapitalquote zu Gute. Dennoch machen die Corona-bedingten Verluste und die
höheren Vorräte eine Erweiterung der Finanzierung notwendig." Deshalb hat der
Vorstand zusammen mit den Hausbanken zur mittelfristigen Überbrückung der
durch die Corona-Pandemie verursachten Belastungen einen Kredit mit einer
Bürgschaft des Landes NRW beantragt. Der zuständige Ausschuss des
Wirtschaftsministeriums hat den Antrag bewilligt. Die Finanzierung des
Unternehmens sollte damit vorbehaltlich der vertraglichen Fixierung der
zusätzlichen Kredite in den Finanzierungsverträgen mittelfristig gesichert sein.

Weitere Corona-bedingte Belastungen für das zweite Halbjahr erwartet
Für die zweite Geschäftsjahreshälfte erwartet der Vorstand trotz der sukzessiven
Wiedereröffnung weiter rückläufige Umsätze, weil die Eindämmungsmaßnahmen
der Pandemie und die geringe Reisetätigkeit den Mode-Einkauf weiter behindern.
Dieser Rückgang dürfte gegenüber den ersten sechs Monaten 2019/20 allerdings
etwas moderater ausfallen. Im Gesamtgeschäftsjahr 2019/20 sollte die
Umsatzentwicklung damit etwa bei -25 Prozent bis höchstens -33 Prozent liegen,
vorausgesetzt es gibt keinen erneuten Lockdown. Trotz der frühzeitig
eingeleiteten umfänglichen Kosteneinsparungsmaßnahmen dürfte die
Umsatzentwicklung auf allen Ergebnisebenen stark zu spüren sein und sich der
Fehlbetrag des ersten Halbjahres 2019/20 weiter vergrößern.
Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der
Bekleidungsbranche bleiben derzeit schwer einzuschätzen. Daher ist momentan noch
keine umfängliche Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 möglich.

Die Ahlers Konzernzahlen im Überblick:

inkl. IFRS vor IFRS vor IFRS 16
16 16
H1 2019/20 H1 H1 Veränderung
2019/20 2018/19
Umsatzerlöse in Mio. 70,7 70,7 105,3 -32,9%
EUR
EBIT* in Mio. -8,5 -8,6 -1,4 <-100,0%
EUR
Konzernergebnis in Mio. -9,4 -9,3 -1,7 <-100,0%
EUR
Net Working Capital** in Mio. 69,1 69,1 74,2 -6,9%
EUR
Nettofinanzverschuldung in Mio. 37,6 26,5 29,0 -8,6%
EUR
Cashflow aus betrieblicher in Mio. -10,5 -12,7 1,5 n.a.
Tätigkeit EUR
Eigenkapitalquote in % 48,8 52,4 57,0 -4,6 PP

*vor Sondereffekten
**Vorräte, Forderungen und
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
Schlussbemerkung zur Bilanzierung nach IFRS 16
Im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung nach IFRS 16 (Leasing) werden große
Teile der bisherigen Mietaufwendungen entlastet und Abschreibungen und
Finanzierungskosten entsprechend belastet. Dadurch hat sich das EBITDA in den
ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs um 2,4 Mio. EUR erhöht. Auf
Ebene des Ergebnisses vor Steuern ist die Anwendung des Standards nahezu
ergebnisneutral, da sich Abschreibungen und Finanzierungskosten um etwa 2,5 Mio.
EUR erhöhen. Durch die Verpflichtung zur Aktivierung der abgezinsten zukünftigen
Mietzahlungen hat sich die Bilanz im ersten Halbjahr 2019/20 um 11,1 Mio. EUR
verlängert. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen aufgrund der
Nutzungsrechte am Mietobjekt um diesen Wert. Auf der Passivseite stiegen die
lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten aus zukünftigen
Mietzahlungen um 7,0 bzw. 4,2 Mio. EUR und das Eigenkapital sank um 0,1 Mio.
EUR. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden in dieser Pressemeldung
die Werte vor IFRS 16 verglichen.

(Ende)

Aussender: Ahlers AG
Adresse: Elverdisser Straße 313, 32052 Herford
Land: Deutschland
Ansprechpartner: Michael Zielke
Tel.: +49 5221 979-211
E-Mail: michael.zielke@ahlers-ag.com
Website: www.ahlers-ag.com

ISIN(s): DE0005009740 (Aktie)
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt, Düsseldorf; Freiverkehr in Stuttgart,
Freiverkehr in München; Freiverkehr in Berlin, Tradegate

Quelle: http://adhoc.pressetext.com/news/1594191600061

© pressetext Nachrichtenagentur GmbH Pflichtmitteilungen und
Finanznachrichten übermittelt durch pressetext.adhoc. Archiv:
http://adhoc.pressetext.com . Für den Inhalt der Mitteilung ist der Aussender
verantwortlich. Kontakt für Anfragen: adhoc@pressetext.com oder +43-1-81140-300.



(END) Dow Jones Newswires

July 08, 2020 03:00 ET ( 07:00 GMT)
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