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Relative Stärke kaufen statt auf Turnarounds zu spekulieren

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Trend zur passiven Geldanlage an den Börsen hat sich durch die Etablierung der Exchange Traded Funds (ETF) in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich verstärkt. Das ist zunächst einmal positiv, weil viele Anleger durch die relativ kostengünstigen Indexfonds überhaupt erst zur Aktienanlage ermutigt werden. Klassische Aktienfonds waren vielen Investoren oft zu teuer und die Anlage in Einzelwerten zu riskant. Doch wo Risiken sind, da sind zumeist auch Chancen. Und so lässt sich durch ein geschicktes Stockpicking, also die aktive Auswahl von einzelnen, attraktiven Unternehmen, im Erfolgsfall eine deutlich bessere Performance erzielen als mit passiven Index-Investments, bei denen man automatisch auch die Rohrkrepierer im Portfolio hat.

Um das zu verdeutlichen reicht ein Blick auf die Performance-Ranglisten. Beim Dax zum Beispiel, der im laufenden Jahr trotz Anrechnung der Dividenden unter dem Strich noch keine positive Entwicklung genommen hat, liegen die Performance-Werte der 30 Indexmitglieder zwischen minus 40 Prozent und Plus 23 Prozent. Wer Aktien von Adidas oder der Deutschen Börse in seinem Depot hat, darf sich glücklich schätzen, während die treuen Aktionäre der deutschen Großbanken auch in diesem Jahr wieder leiden müssen.

Die Vergangenheit lässt erahnen, dass es wahrscheinlich mehr Sinn macht, sich auf relativ starke Aktien zu konzentrieren und auf eine Fortsetzung des positiven Trends zu setzen als immer wieder darauf zu hoffen, bei den Underperformern den Wendepunkt zum möglichen Turnaround zu erwischen. Schließlich gibt es in der Regel auch fundamentale Gründe, warum sich manche Aktien sehr gut und andere sehr schlecht entwickeln. Viele Marktteilnehmer kaufen Aktien zum Beispiel nur dann, wenn sie sich auf die Aussagen der Unternehmenslenker verlassen können. Wenn die formulierten Ziele hingegen ständig nach unten revidiert werden, fördert das nicht gerade das Vertrauen der (potenziellen) Aktionäre.

Bei der Deutschen Börse loben Analysten gerade die Berechenbarkeit der längerfristigen Gewinnziele, die das Unternehmen auf dem jüngsten Kapitalmarkttag noch einmal bestätigt hat. Negative Überraschungen scheinen hier zunächst nicht zu drohen, was gerade im aktuellen Umfeld mit den ungewissen Folgen von Strafzöllen und anderen Einflussfaktoren ein wichtiger Pluspunkt sein dürfte. Die jüngsten Kursziele (zwischen 110 und 125 Euro bei einem aktuellen Kurs von gut 117 Euro) zeigen aber auch, dass sich die Aktie bereits im Bereich ihres „fairen Wertes“ zu befinden scheint.

Vor diesem Hintergrund könnten Discountzertifikate eine sinnvolle Alternative zum Kauf der Aktie sein, auch wenn die Gewinnchancen hier begrenzt sind. Dafür reicht bei einem Discounter von Morgan Stanley aber auch schon eine Seitwärtsbewegung der Aktie aus, um in gut einem Jahr einen Ertrag von 8,4 Prozent zu generieren. Bei einem Cap von 115 Euro wäre ohne sonstige Kursrückgänge bei der Aktie sogar der im kommenden Jahr kurz vor Fälligkeit anstehende Dividendenabschlag problemlos zu verkraften (WKN: MF6BR2)

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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