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Renault stürzt ab – folgen nun auch BMW, Daimler und VW?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Schlechte Nachrichten von Renault sorgen am Freitag in die gesamten europäischen Autobranche +0,74% für Molltöne. Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts +0,74% war am Vormittag mit einem zeitweisen Minus von 2,5 Prozent abgeschlagenes Schlusslicht im Branchentableau. Mit einem Plus von bis zu rund 13 Prozent binnen nicht ganz zwei Wochen hatte der Sektorindex aber auch besonders stark von der Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie schwindenden Brexit-Ängsten profitiert.

Im DAX +0,47% knickten die Kurse von Volkswagen +1,74%, BMW +1,64% und Daimler -0,10% zwischen mehr als einem und fast zwei Prozent ein. Für die Papiere des Zulieferers Continental +0,50% ging es um knapp drei Prozent abwärts. Zuletzt konnten die Verluste verkleinert werden.

Angst vor weiteren Prognosesenkungen

Auch im MDAX +0,44% und SDAX +0,64% gerieten die Papiere von Autozulieferern wie Hella +0,58%, Stabilus +10,87%, Schaeffler +0,79% und Norma unter Druck. Erst am Vortag hatte der Verbindungstechnik-Spezialist Norma bereits seine Jahresziele zusammenstreichen müssen. Nun steigt die Angst der Anleger, dass auch weitere deutsche Konzerne ihre Prognosen senken.

Renault hatte in seiner Gewinnwarnung mitgeteilt, dass die Erlöse 2019 voraussichtlich um 3 bis 4 Prozent sinken dürften. Zudem sollen nur noch etwa 5 statt 6 Prozent der Erlöse als operativer Gewinn beim Konzern hängenbleiben. Zuletzt hatte die Konzernführung beim Umsatz noch ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr angepeilt, wenn man Währungsschwankungen sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen herausrechnet.

Schwache Q3-Eckdaten von Renault

Im dritten Quartal sank Renaults Umsatz den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 1,6 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Auf bereinigter Basis hätte der Rückgang 1,4 Prozent betragen. Weitere Zahlen zum dritten Quartal will Renault am 25. Oktober veröffentlichen.

Erst vergangene Woche hatte Renault seinen Generaldirektor Thierry Bolloré gefeuert. Interims-Nachfolgerin wurde die bisherige Finanzchefin des Herstellers, Clotilde Delbos. Bolloré führte bei Renault das operative Geschäft. Der Manager war schon unter dem früheren Konzernchef Carlos Ghosn die Nummer zwei bei dem Hersteller gewesen und galt als Kronprinz. Ghosn war im Januar zurückgetreten.

Renault-Aktien auf 6-Jahres-Tief

Die Aktien von Renault -0,06% brachen am Freitag in Paris bis auf 46,70 Euro ein, was der tiefste Stand seit dem Jahr 2013 war. Zuletzt fielen sie noch um 14 Prozent auf 47,24 Euro. Der Grund: Die schwächelnde Auto-Nachfrage erwischt den französischen Hersteller Mitten in einer Führungskrise noch stärker als gedacht. Nachdem das vorige Management seine Hoffnung auf einen Umsatzanstieg bereits im Juli begraben hatte, geht das neue Führungsteam sogar von einem merklichen Rückgang aus.

Analyst Gaetan Toulemonde von der Deutschen Bank strich infolge der Warnung seine Kaufemfehlung. Er senkte seine Gewinnerwartungen und kappte das Kursziel von 75 auf 60 Euro. Auf dieser Basis rät er nun zum Halten der Aktien. Da die Gewinnwarnung wohl eher auf wiederkehrende höhere Kosten zurückgehe als auf niedrigere Umsätze, bestehe die Gefahr, dass sich die Lage im kommenden Jahr nicht bessern werde, erklärte der Experte. Er sieht die Ursache vor allem in höheren Kosten. Es gebe momentan zu viele Unsicherheiten, so das Fazit des Experten.

(Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart Daimler (in Euro)
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