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Renditestarke Reverse-Produkte auf heiß gelaufenen Chiphersteller

| Quelle: INV

Ungeachtet aller Konjunkturängste und Abgas-Skandale präsentiert sich die Nachfrage in der Automobilbranche als erstaunlich robust. Das zumindest lassen die gestern veröffentlichten Quartalszahlen des Chipherstellers Infineon vermuten. Die ehemalige Siemens-Tochter konnte die Erwartungen der Analysten dank guter Geschäfte mit der Autoindustrie nämlich übertreffen, obwohl die Geschäfte mit Chips für Smartphones nicht so gut gelaufen sind. Während der Gesamtjahresausblick vom Unternehmen bestätigt wurde, blieb die im Vorfeld erhoffte positive Überraschung bei der Prognose zum laufenden Quartal aus. Die Margenziele enttäuschten sogar. Daraufhin brach der Aktienkurs von Infineon gestern um fast sechs Prozent ein, womit der Titel zum schwächsten Wert im Dax avancierte.

Wenn eine Aktie trotz ordentlicher Zahlen und einem bestätigten Ausblick mehrheitlich verkauft wird, stellt sich natürlich die Frage, welche Kurstreiber es hier in näherer Zukunft noch geben soll. Vielleicht ist die Luft ganz einfach raus aus dem Wert und es folgt eine Phase der Konsolidierung. Bei Infineon ist das auch deshalb denkbar, weil sich die Aktie seit Anfang 2013 in der Spitze fast verdreifacht hatte und der Kurse allein von Mitte Oktober bis Ende November des abgelaufenen Jahres satte 100 Prozent zulegen konnte. Die jüngsten Kursziele der Analysten lagen zumeist im Bereich 14/15 Euro, was in etwa dem Hochpunkt dieser Rally entspricht.

Vor diesem Hintergrund könnte sich für alle nicht allzu euphorischen Anleger der Kauf eines Reverse Bonuszertifikats auf Infineon lohnen. Die Konditionen der angebotenen Produkte sehen zum Teil richtig gut aus. Ein von Goldman Sachs emittierter Reverse Cap Bonus mit einer Barriere bei 17 Euro bietet ohne Aufgeld bis kurz vor Weihnachten einen Risikopuffer von 45 Prozent sowie einen Bonusertrag von 7,4 Prozent. In dem Fall bedeutet das also, dass der Bonusbetrag (11 Euro) garantiert ausgezahlt wird, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende niemals auf oder über die Barriere (17 Euro) steigt. Ansonsten führt das dann zu errechnende Kursplus der Aktie zu einem entsprechenden Minus beim Zertifikat, was im schlimmsten Szenario ab einer Verdoppelung (ausgehend vom Basispreis bei 11 Euro) zum Totalverlust führen würde (WKN: GL5TKY).

Thomas Koch

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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