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Reverse Bonus – Diese Kennzahlen müssen Anleger unbedingt beachten

| Quelle: INV

Wie gestern an dieser Stelle bereits ausgeführt, reicht es bei der Auswahl von Reverse Bonus Cap Zertifikaten nicht aus, nur auf die Restlaufzeit und die Barriere zu achten. Wobei diese Kursmarke natürlich von enormer Bedeutung ist, weil der Bonus am Ende nur dann gezahlt wird, wenn die Barriere niemals verletzt wurde. Über die Höhe des Bonus sowie (was fast noch wichtiger ist) die Höhe der im Falle eines Barrierebruchs drohenden Verluste sagen die beiden Kennzahlen alleine allerdings noch nichts aus. Das erklärt auch die enormen Unterschiede im Kursverlauf von Zertifikaten mit identischer Barriere und Laufzeit (Investmentecke von gestern).

Die Kennzahlen, die jeder Anleger bei diesen Produkten zusätzlich auf dem Radar haben sollte, sind der bei manchen Emittenten auch als Startniveau bezeichnete Basispreis sowie der Cap. Beide Werte sind bei Finanztreff.de in den Produktportraits natürlich ausgewiesen. Mit Hilfe des Basispreises können Investoren sofort erkennen, wann das Investment im Totalverlust endet. Dafür muss der Wert ganz einfach verdoppelt werden. Das Ergebnis entspricht dann dem von einigen Anbietern angegebenen Reverse Level. Je niedriger der Basispreis ist, desto größer ist also das Risiko hoher Verluste. Im Gegenzug führt es aber auch zu relativ hohen Renditechancen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es selbst bei vergleichbarem Aufgeld zu erheblichen Unterschieden kommt. Gucken wir uns das ein einem Beispiel an:

Bei einer Restlaufzeit von gut einem Jahr, einer Barriere von 14000 Punkten und einem Cap von 11300 Punkten haben wir einen Reverse Bonus auf den Dax mit einem Basispreis von 8000 Punkten (WKN: TD85XY) sowie einem Basispreis von 10000 Punkten (WKN: TD85YA). Aufgrund der o.a. Erläuterungen können wir direkt erkennen, dass das erste Zertifikat aufgrund des niedrigeren Basispreises wesentlich riskanter ist. Hier kommt es schließlich schon bei einem Indexstand von 16000 Punkten (doppelter Basispreis) zum Totalverlust, während der Dax dafür bei dem zweiten Zertifikat schon auf 20000 Punkten steigen muss. Natürlich wirkt sich das auch generell auf die jeweiligen Risikoprofile aus, wie in den Szenario-Tabellen („Basiswert vs. Zertifikat per Fälligkeit“) bei Finanztreff.de schön zu sehen ist. Ein Dax-Plus von 10 Prozent (führt gerade so zum Bruch der Barriere) hat bei dem ersten Zertifikat (mit dem niedrigen Basispreis) ein Minus von 39 Prozent zur Folge, während das zweite Zertifikat nur 18 Prozent an Wert verliert. Auf der anderen Seite sind die Gewinnchancen mit 47 Prozent bei dem riskanteren Produkte gegenüber „nur“ 20 Prozent bei dem anderen Papier aber auch deutlich höher.

Dass der Blick auf Restlaufzeit, Barriere und Basispreis aber immer noch nicht ausreicht, belegt folgendes Beispiel. Dafür nehmen wir ein weiteres Zertifikat mit gut 12 Monaten Laufzeit, einer Barriere von 14000 Punkten und einem Basispreis von 8000 Punkten (WKN: TD85XU). Die Parameter sind also exakt so wie bei dem ersten (riskanteren) Produkt im obigen Beispiel. Der Cap liegt hier allerdings nicht bei 11300 Punkten, sondern deutlich niedriger bei 6300 Punkten. Dadurch fällt der Höchstbetrag bei diesem Zertifikat mit 97 Euro (statt 47 Euro) wesentlich größer aus, wodurch die Gewinnchance auf 75 Prozent (ggü. 47 Prozent) steigt. Hier erkennt man das veränderte Chance-Risiko-Profil dann auch anhand des Aufgelds von über 40 Prozent. Obwohl der Totalverlust wieder bei 16000 Punkten einsetzt, sind die Verlustrisiken insgesamt durch dieses Aufgeld erheblich höher. Bei einem Dax-Plus von 10 Prozent gehen rund 65 Prozent (ggü. „nur“ 39 Prozent) des Einsatzes verloren.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass bei identischer Barriere und Laufzeit die Chancen und Risiken umso höher ausfallen je niedriger der Basispreis und der Cap sind. Wer diese Kennzahlen genau unter die Lupe nimmt und die Werte bei zunächst ähnlich aussehenden Zertifikaten miteinander vergleicht, der beugt späteren negativen Überraschungen auf jeden Fall vor. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte zudem immer auch einen Blick auf die Szenario-Tabellen werfen, wo anschaulich dargestellt wird, wie sich der Kurs des Zertifikats per Fälligkeit bei verschiedenen Entwicklungen des Basiswertes verändern wird. Mit diesen wertvollen Informationen kann (und muss) dann jeder Anleger selbst entscheiden, welches Zertifikat er bevorzugt.

Thomas Koch

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