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Rocket Internet: Bald mit 30-Prozent-Aufschlag?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Tesla-Chef Elon Musk hatte vor ein paar Monaten ähnliche Pläne. Wenn der Tesla-Kurs die Marke von 420 Dollar erreiche, nehme er die Aktie von der Börse, hieß es im August 2018. Die Pläne scheiterten. Nun prüft der Internet-Investor Oliver Samwer laut einem Pressebericht ebenfalls einen Rückzug seiner Start-up-Holding Rocket Internet von der Börse - offenbar seriöser. Im Aufsichtsrat sei über das Projekt gesprochen worden, schreibt das Manager Magazin (MM) unter Berufung auf mehrere Insider.

Im Hintergrund arbeite ein Team die sinnvollste Struktur für einen solchen Deal aus, hieß es weiter. An der Börse sorgte dies am Donnerstag für einen Kurssprung. Zeitweilig sprang der Rocket-Internet-Kurs -1,11% um rund acht Prozent auf 26,24 Euro - der höchste Stand seit Oktober 2018 (siehe Chart unten).

Als wahrscheinlichste Option gilt dem Blatt zufolge aktuell, dass das Unternehmen so viele Aktien wie möglich zurückkauft und Samwer selbst keine Anteile verkauft. Dadurch würde er am Ende die Gesellschaft kontrollieren, schreibt das Magazin. Noch gebe es aber keine Entscheidung, sagen Beteiligte dem MM. Rocket Internet kommentierte die Informationen auf Anfrage des Magazins nicht.

Oliver Samwer halte derzeit 44 Prozent an Rocket Internet, hieß es weiter. Insider berichten laut MM, dass Samwer inzwischen überzeugt sei, dass ein Wagniskapitalgeber wie Rocket nichts an der Börse verloren habe. Rocket Internet hatte zuletzt zahlreiche Beteiligungen verkauft und verfügt über hohe liquide Mittel.

Das Unternehmen von der Börse zu nehmen mache Sinn, schrieb JPMorgan-Analyst Marcus Diebel in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Das Management habe in der Vergangenheit immer wieder das aus seiner Sicht zu niedrige Bewertungsniveau kritisiert. Diebel zufolge könnte das Unternehmen mit einem solchen Schritt aber an finanzielle Grenzen stoßen.

Denn die Anleger dürften sich sicherlich nicht mit einem Aufschlag unter 30 Prozent zufrieden geben, was einem Volumen von mehr als fünf Milliarden Euro entspräche. Selbst bei Berücksichtigung des über 40-prozentigen Anteils in Händen von Samwer müsste man fast die gesamten Barmittel zusammenkratzen.

Mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Rocket Internet (in Euro, Xetra)
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