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Röttgen kritisiert möglichen US-Truppenabzug

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FRANKFURT (Dow Jones)Der CDU-Außenpolitiker und Kandidat für den Parteivorsitz Norbert Röttgen hat mit Unverständnis auf einen möglichen Abzug von US-Truppen aus Deutschland reagiert. "Einen sachlichen Grund für den Abzug vermag ich nicht zu erkennen", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke Mediengruppe "Ein solcher Abzug wäre unter jedem Gesichtspunkt sehr bedauerlich."

Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass US-Präsident Donald Trump das Pentagon angewiesen hat, bis September mehrere tausend Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Davon betroffen seien 9.500 der rund 34.500 US-Soldaten, die dauerhaft in Deutschland stationiert sind, sagten Regierungsvertreter am Freitag. Gleichzeitig werde die Zahl der Armeeangehören, die sich zeitgleich in Deutschland aufhalten, auf 25.000 begrenzt. Nach der derzeitigen Praxis kann die Truppengröße zeitweise auf bis zu 52.000 steigen, wenn Einheiten ein- und ausrücken oder an Trainingsübungen teilnehmen.

Die amerikanischen Soldaten seien willkommen, ihre Stationierung in Deutschland sei für die Koordination der internationalen militärischen Präsenz der USA enorm wichtig, sagte Röttgen. Außerdem laufe die Zusammenarbeit "bestens, wie immer wieder von der amerikanischen militärischen Seite bestätigt" werde.

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Harald Kujat, kritisierte im Redaktionsnetzwerk Deutschland Trumps Stil, plädierte aber auch für Gelassenheit. "Wir sollten das nicht auf die Goldwaage legen. Die Amerikaner sind nicht hier, um uns einen Gefallen zu tun, sondern weil sie strategische Interessen haben. Deshalb werden sie auch ganz sicher nicht vollständig aus Deutschland abziehen." Er mahnte, so eine Entscheidung stimme man mit seinen Partnern ab. "Das gehört sich einfach so unter Verbündeten", sagte er.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert unterdessen, die Perspektiven der Zivilbeschäftigten abzusichern. "Es ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen, den Betroffenen Sicherheit für ihre Zukunft zu geben", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. Neben den Arbeitsplätzen der rund 12.000 Zivilbeschäftigten droht laut Verdi auch den umliegenden Gemeinden im Falle eines (Teil-)Abzugs ein massiver wirtschaftlicher Schaden.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/mgo

END) Dow Jones Newswires

June 06, 2020 07:03 ET ( 11:03 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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