DAX ®12.143,47+0,85%TecDAX ®2.872,44+1,18%Dow Jones25.877,33+0,77%NASDAQ 1007.451,02+1,01%
finanztreff.de

ROUNDUP 2: ARD und ZDF sollen Online-Schwerpunkt in Bewegtbild und Ton haben

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - Für den jahrelangen Streit zwischen Verlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern ist eine Lösung gefunden. Die Online-Angebote von ARD und ZDF sollen künftig ihren Schwerpunkt auf Bewegtbild und Ton legen. Das sieht der neue Telemedien-Staatsvertrag für den Rundfunk vor, auf den sich die Ministerpräsidenten am Donnerstag in Berlin geeinigt haben.

Die öffentlich-rechtlichen Angebote im Internet sollen sich somit deutlich von denen der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage unterscheiden. Die Verleger hatten immer wieder kritisiert, das Textangebot der beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender in ihren Apps und auf ihren Webseiten sei zu umfangreich und wettbewerbsverzerrend. In Zweifelsfällen soll künftig eine gemeinsame Schlichtungsstelle der Rundfunkanstalten und Verlage entscheiden, hieß es weiter.

Einen Durchbruch bei der Diskussion um Änderungen bei der Festlegung des Rundfunkbeitrags gab es dagegen nicht. Mehrere Bundesländer hatten angeregt, ihn künftig an die Entwicklung der Inflationsrate anzupassen.

Das Thema Indexierung habe am Donnerstag keine Rolle gespielt, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Länder-Rundfunkkommission, Malu Dreyer. Die Bundesländer hätten in dieser Frage unterschiedliche Vorstellungen, und die Diskussion über Auftrag und Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei noch nicht beendet. Weitere Gespräche darüber sollen folgen, das Thema soll bis Dezember abgeschlossen sein.

Außerdem beschlossen die Ministerpräsidenten, die Sieben-Tage-Regel bei den Mediatheken aufzugeben. Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen können damit länger als bisher abgerufen werden. Damit soll einem veränderten Fernsehverhalten Rechnung getragen werden. Zuschauer können Sendungen künftig einfacher als bisher unabhängig vom Ausstrahlungszeitpunkt ansehen und zum Beispiel auch mehrere Folgen einer Serie hintereinander. Die Forderung nach einer Abschaffung der Sieben-Tage-Regel war seit Langem ein Anliegen von ARD und ZDF.

Mathias Döpfner, Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), zeigte sich erfreut, dass es eine "journalistische und keine juristische" Einigung im Dauerstreit der beiden Seiten gegeben habe. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagte, dass es mit der Regelung "zum Teil Verbesserungen, Vereinfachungen und Rechtsklarheit" gebe, die allen zugute komme./cr/DP/stw


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

RTL GROUP
RTL GROUP - Performance (3 Monate) 45,07 -0,86%
EUR -0,39
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
17.05. WARBURG RESEARCH Neutral
17.05. DEUTSCHE BANK Neutral
17.05. BARCLAYS Neutral
Nachrichten
19.05. TV-Quoten: Eurovision Song Contest dominiert den Samstagabend
19.05. Bundesliga-Finale sorgt für hohe TV-Quoten
17.05. dpa-AFX: ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für RTL auf 50 Euro - 'Hold'
Weitere Wertpapiere...
PROSIEBENSAT.1 15,12 -0,96%
EUR -0,15
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclubschliessen
Börse Stuttgart

Wir machen Sie fit für die Börse!

Aktuelle Nachrichten, umfangreiche
Hintergrundinformationen und essentielles
Finanzwissen rund um das Thema Börse.

Jetzt kostenfrei zum Anlegerclub anmelden.
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Facebook plant eine eigene Kryptowährung, um ein eigenes Bezahlsystem einzuführen. Glauben Sie, dass sich so etwas etablieren könnte?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen