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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stabil - Texas Instruments belastet Branche

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (dpa-AFX) - Teils starke Kursausschläge der Aktien von Schwergewichten haben am Mittwoch das Geschehen im New Yorker Aktienhandel bestimmt. Die großen Börsenindizes legten indes erst in den letzten Handelsminuten noch leicht zu. So stieg der Dow Jones Industrial -0,26% schließlich noch um 0,17 Prozent auf 26 833,95 Punkte. Damit setzte sich jedoch die Stagnation des Index der vergangenen Tage unter 27 000 Punkten fort.

Etwas Rückenwind erhielt der Dow durch die Kursgewinnen von Boeing -0,69% und Caterpillar -0,64%, nachdem beide Konzerne Quartalszahlen vorgelegt hatten. Zwar konnten beide Unternehmen mit ihren Zahlen nicht wirklich überzeugen. Anleger schienen aber zu Aktien zu tendieren, "deren Geschäftsentwicklung einen Boden gefunden haben könnten", hieß es von der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Der marktbreite S&P 500 -0,32% schloss 0,28 Prozent höher bei 3004,52 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 -0,47% rückte um 0,19 Prozent auf 7889,47 Zähler vor. Einem stärkeren Anstieg standen sehr die hohen Kursverluste großer Halbleiterhersteller im Wege. Grund waren enttäuschende Prognosen von Texas Instruments -0,54% für das Schlussquartal 2019.

Aktien von Boeing legten am Handelsschluss um 1 Prozent zu. In der Spitze waren es sogar 4 Prozent gewesen. Der Umsatz des Flugzeugbauers war im dritten Quartal nicht ganz so stark gefallen wie befürchtet. Das andauernde Flugverbot für den Mittelstreckenjet 737 Max brockte Boeing jedoch auch im dritten Quartal einen herben Gewinneinbruch ein. Darüber hinaus machen dem Hersteller andere Baustellen zu schaffen: So drosselt der Konzern ab Ende 2020 vorläufig die Produktion des Großraumjets 787 "Dreamliner". Zudem verschiebt Boeing die erste Auslieferung des modernisierten Großraumjets 777X nach technischen Problemen nun auf Anfang des Jahres 2021.

Die Quartalszahlen des Baumaschinenherstellers Caterpillar -0,64% kamen an der Börse zunächst nicht gut an, der Kurs gab nach. Die Bank Goldman Sachs bemängelte eine nach wie vor schwache Auftragslage. Im Verlauf des Handels drehten die Papiere aber wieder ins Plus und gewannen 1,2 Prozent.

Hiobsbotschaften gab es von Texas Instruments: Der Chipkonzern schreckte die Börsianer mit Aussagen zum laufenden Quartal. Die Prognose für den Gewinn je Aktie im Schlussquartal 2019 liege um 22 Prozent unter der Markterwartung, sagte Analyst Toshiya Hari von Goldman Sachs - und riet Anlegern, bei der Aktie an der Seitenlinie zu bleiben. Texas Instruments büßten 7,5 Prozent ein und belasteten auch die Papiere anderer Branchengrößen wie Analog Devices, Microchip Technology, Broadcom und Applied Materials. Deren Kurse fielen um 2,5 bis 4,8 Prozent.

Auch Snap +1,81% ließ aufhorchen: Die Foto-App Snapchat hatte zwar davon profitiert, dass sie die Probleme auf Android-Smartphones mittlerweile in den Griff bekommen hat. Im vergangenen Quartal kamen mehr Nutzer hinzu als erwartet. Die Umsatzprognose für das laufende Quartal fiel jedoch schwächer aus als von Analysten erwartet. Snap-Aktien verloren 5,9 Prozent.

Auch eine Personalrochade bewegte die Kurse. Bei Nike +0,45% naht das Ende einer Ära: Der langjährige Vorstandschef Mark Parker hat seinen Rücktritt angekündigt. Am 13. Januar 2020 wird der 64-Jährige den Spitzenposten räumen. Nike-Aktie verloren daraufhin als Schlusslicht im Dow 3,4 Prozent.

Zum Nachfolger Parkers wurde John Donahoe auserkoren, der derzeit das Software-Unternehmen ServiceNow führt. Dessen Aktienkurs büßte 3,7 Prozent ein. Donahoes Nachfolge wiederum soll der erst kürzlich überraschend als Chef des Dax -0,38%-Konzerns SAP -0,33% zurückgetretene Top-Manager Bill McDermott antreten.

Papiere des Pharmaproduzenten Eli Lilly -1,13% verloren nach einem enttäuschenden Medikamentenabsatz im dritten Quartal 2,2 Prozent. Vor allem neue Produkte seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, merkte Goldman Sachs an.

Der Euro +0,0650% notierte zuletzt bei 1,1132 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1128 (Dienstag: 1,1130) Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,8986 (0,8985) Euro gekostet. Richtungweisende US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren verharrten bei 98 24/32 Punkten. Die Rendite betrug 1,762 Prozent./bek/he

Von Benjamin Krieger, dpa-AFX


Quelle: dpa-AFX
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