DAX®12.177,18-3,71%TecDAX®2.920,19-3,59%Dow Jones 3027.685,38-2,29%Nasdaq 10011.504,52-1,61%
finanztreff.de

ROUNDUP/Karte, Handy, Smartwatch: Brüssel will Bezahllösung für die ganze EU

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Elektronisches Bezahlen soll in der Europäischen Union einheitlicher, schneller und sicherer werden. Bereits Ende 2021 sollen Überweisungen in Echtzeit EU-weit die Norm sein. Dies ist das Ziel einer neuen Strategie zum Bezahlen im Einzelhandel, die die EU-Kommission nächsten Mittwoch beschließen will. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur im Entwurf vor.

Hintergrund ist die rasante Entwicklung verschiedener elektronischer Bezahllösungen von der EC- oder Kreditkarte über Handy-Apps bis zur Smartwatch, die mit der Corona-Krise nochmals Schub bekommen haben. Die EU-Kommission beklagt, der europäische Markt sei immer noch zerstückelt. Mit Ausnahme von Kreditkarten globaler Anbieter und Lösungen großer Technologiekonzerne gebe es keine digitale Bezahllösung, die in ganz Europa in Läden und Online genutzt werden könne. Ziel seien wettbewerbsfähige, eigene pan-europäische Lösungen.

Ein zentraler Punkt ist für die Kommission die Verfügbarkeit sogenannter Echtzeitüberweisungen - auf Englisch "Instant Payments" - bei denen Geld in Sekundenschnelle direkt auf das Konto des Empfängers gebucht wird. "Die Kommission zielt auf volle Durchsetzung von Instant Payments in der EU bis Ende 2021", heißt es in dem Strategiepapier. Nötig seien dafür einheitliche Regeln, einheitliche technische Standards und die entsprechende Infrastruktur.

Um Verbraucher von der Nutzung zu überzeugen, fordert die Kommission ähnlich günstige Regeln wie für andere Zahlungsmethoden wie Kartenzahlung. Speziell geht es um die Möglichkeit der Erstattung, denn bisher lässt sich eine Sofortüberweisung - anders als eine herkömmliche Banküberweisung - bei einem Fehler nicht stoppen. Die Kommission räumt ein, dass dafür Kosten entstehen könnten und will Gebühren für Verbraucher notfalls deckeln.

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber begrüßte die Pläne. "Die Strategie für den Zahlungsverkehr setzt an den richtigen Stellen an: Sicherheit, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit müssen bei allen Initiativen im Vordergrund stehen", meinte Ferber. Kosten sollten dabei nicht vergessen werden. "Wenn die Vorhaben aus der Strategie für den digitalen Zahlungsverkehr zügig umgesetzt werden, gibt es in der EU keinen Bedarf für virtuelle Währungen mehr", fügte er hinzu. Bargeld dürfe bei aller Digitalisierung des Zahlungsverkehrs nicht unter die Räder kommen.

Tatsächlich bekennt sich die Kommission klar zur Zukunft des Bargelds. Es soll auf Dauer erhalten bleiben ebenso wie die Pflicht für Händler, Scheine und Münzen zum vollen Nennwert anzunehmen. In der Eurozone würden immer noch 78 Prozent aller Transaktionen in bar abgewickelt, heißt es in dem Strategiepapier. Deutschland gehört neben Österreich, der Slowakei und Slowenien zu den Ländern, die noch besonders am Bargeld hängen - anders etwa als Estland oder die Niederlande./vsr/DP/zb


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

Apple Inc.
Apple Inc. - Performance (3 Monate) 97,26 -0,10%
EUR -0,10
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
26.10. JPMORGAN Positiv
15.10. JPMORGAN Positiv
14.10. CREDIT SUISSE Neutral
Nachrichten
26.10. dpa-AFX: Credit Suisse belässt Apple auf 'Neutral' - Ziel 106 Dollar Apple Inc. 97,26 -0,10%

26.10.
Société Générale
UnitedHealth und Apple: Zwei US-Schwergewichte in der Analyse Apple Inc. 97,26 -0,10%
26.10. Apple, Netflix & Co: Wem gelingt der Bond-Coup? Apple Inc. 97,26 -0,10%
Weitere Wertpapiere...
Deutsche Bank 8,06 -0,49%
EUR -0,04
Commerzbank AG 4,45 -2,15%
EUR -0,10
Alphabet Inc. C 1.344,60 -2,52%
EUR -34,80

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Finden Sie es richtig, dass die britische Finanzaufsicht FCA ein Handelsverbot von Krypto-Derivaten für Kleinanleger ausgesprochen hat?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen